Squids Odyssey [Nintendo Switch]

Verfasst von Christian Suessmeier am 06.07.2018 um 10:26

 

Die Spiele-Bäckerei

 

In der beschaulichen französischen Stadt Montpellier residiert der Indie-Entwickler The Game Bakers, der sich vor allem im Jahr 2016 mit dem bockschweren Bossfight-Spiel „Furi“ einen Namen machte. Das Spiel, welches wir in der Switch-Fassung testeten, war vom Konzept her etwas Neues für das Studio, denn davor legte man sich vor allem mit dem Rundenstrategie-Titel „Squids“ und seinen Nachfolgern vor allem auf iOS- und Android-Geräten einen Grundstein.

„Squids Odyssey“ erschien bereits im Jahr 2014 für die WiiU und den 3DS und kommt nun noch einmal auf die Switch zurück. Ob das Spiel unterhalten kann oder man die Tintenfische lieber frittiert beim Griechen genießen sollte, verraten wir euch in unserem Test.

 

Tentakelspaß!

 

 Im Ozean breitet sich ein gefährlicher und seltsamer brauner Schlamm aus, der die Unterwasserwelt in trostlose Ödnis verwandelt. Doch die Tintenfische Steev, Vahine und ihre Freunde stellen sich der Gefahr entgegen und wollen ihr Gewässer vor der Bedrohung schützen.

 

Ziiiiiiiieeeeh!

 

„Squid Odyssey“ merkt man seinen Ursprung auf dem 3DS bzw. der WiiU an, denn das Spiel kann man auch perfekt im Handheld-Modus der Switch spielen. So geht ihr immer mit drei Tintenfische in die Missionen, in denen ihr manchmal nur ans Ende des Levels kommen muss, ein andermal alle Feinde auf der Map besiegen müsst.

Hierfür bewegt ihr eure fischigen Freunde über die Karte indem ihr sie in die Länge zieht und je nach Stärke des Zugs entsprechend durch das Level bugsiert. Dies funktioniert natürlich auch per Sticks, aber auch die Touchscreen-Steuerung klappt einwandfrei.

Die Tintenfische haben dabei eine Ausdaueranzeige, die je nach Stärke des „Zugs“ abnimmt, Gegner verletzt ihr indem ihr sie einfach anstoßt oder sie in Seeigel oder spitze Korallen schubst. Eure Figuren sind dabei in verschiedene Klassen wie Schütze, Pfadfinder oder Heiler eingeteilt und haben pro Zug meist einen Sonderangriff. So kann Sammo zum Beispiel eine Stampfattacke machen, die mehrere Gegner gleichzeitig verletzt.

 

 

Strategie voran!

 

Für das erfolgreiche Abschließen eines Levels bekommt ihr Perlen gutgeschrieben, die ihr anschließend im Shop investieren könnt. Für diverse Ziele wie eine Runde ohne verlorenen Squid oder „Beende das Level in XY Runden“ gibt es außerdem Sonderpunkte.

In den Arealen findet ihr neben Muscheln, die auch Perlen enthalten, weitere Items ins Flaschen versteckt. Diese füllen eure Energie auf, geben euch zusätzliche Ausdauer oder versorgen euch mit Wurfsternen, die die Gegner verletzen.

Doch bei den Items müsst ihr euch nicht auf euer Glück verlassen, denn diese könnt ihr euch auch im Shop des Spiels kaufen. Dort gibt es außerdem neue Figuren oder Zusatzhelme für die Tintenfische, die eure Statuswerte verbessern. Auch Level-Ups sind durch die Investition von Perlen im Shop möglich.

 

Nicht verschwommen!

 

Die Grafik von „Squids Odyssey“ fordert die Switch jetzt nicht sonderlich heraus, allerdings ist sie zweckmäßig und mit einigen schönen Details versehen. Auf dem großen Bildschirm wirken einige Grafiken wie die Squids im Hauptmenü doch recht pixelig, dafür sind die Standbilder der Zwischensequenzen bunt und schön illustriert.

Die zig Levels, es gibt acht Oberwelten mit bis zu zwanzig Abschnitten, bieten optisch eine schöne Abwechslung und sind für so manche Anspielung auf andere Games zu haben. Bei den Menüs erkennt man deutlich, dass das Spiel eher für den Gebrauch mit dem Touchscreen entwickelt wurde.

Musikalisch ist das Spiel nicht sonderlich auffällig, die Musikstücke stechen nicht besonders hervor, nerven aber auch nicht. Schön ist die deutsche Lokalisierung, die flüssig ist und gut klingt.

 

FAZIT: Unterwasser-Spaß für Zwischendurch

 

„Squids Odyssey“ ist so ein typischer Indie-Titel, der es nicht zum Geheimtipp bringt, aber auch nicht gerade uninteressant ist. So sind die rundenbasierten Kämpfe mit anderen Unterwasser-Bewohnern recht unterhaltsam, vor allem wenn man die verschiedenen Eigenschaften der Squids mit den Eigenheiten der Level verbindet, entwickeln sich einige spaßige Spielzüge.

Auch vom Umfang her kann man nicht meckern, denn die Level sind nicht nur zahlreich, sondern auch recht fordernd und verlangen ein bisschen Planung. Dennoch bewegt sich der Titel spielerisch eher in den Gewässern von Spielen für Smartphones und Tablets und wäre dort in einer ähnlichen Qualität machbar gewesen. Für die spaßige Runde in der Bahn oder kurz vor dem Einschlafen kann man „Squids Odyssey“ also definitiv empfehlen.