PES 2018

Verfasst von Christian Suessmeier am 22.08.2017 um 22:42

 

Wie jedes Jahr schickt Konami seine Fußball-Marke "PES" in den Ring gegen EAs "FIFA"-Serie und in diesem Jahr hat man sich besonders viel vorgenommen. So hat man nicht nur wieder neue Lizenzen an Bord gezogen, auch die Grafikengine hat man einer kompletten Frischzellenkur unterzogen. Auf der gamescom 2017 konnten wir das neue Spiel ausführlich antesten und manchen deutlichen Unterschied zum Vorgänger feststellen.

In der gamescom-Demo hat man nicht nur Zugriff auf die Clubteams wie den BVB, dem Liverpool FC oder dem FC Barcelona oder auf Nationalteams wie Deutschland, Brasilien und Argentinien. Zur Wahl als Spielplatz standen anschließend das legendäre Nou Camp oder der Signal Iduna Park in Dortmund und nach weiteren altbekannten Einstellungsmöglichkeiten wie der Mannschaftsaufstellung oder Trikotwahl ging es auch schon los auf den Platz.

Was in unserer ersten Begegnung zwischen Borussia Dortmund und Inter Mailand sofort auffällt: die Optik ist nochmal wesentlich besser als bei "PES 2017". So begeistert zum Beispiel Marco Reuß nicht nur durch sein ultrarealistisches Gesicht, sondern auch mit seinen markanten Tattoos am Arm. Auch der Spielertunnel sieht superrealistisch aus und ist toll beleuchtet.
Beim Drumherum im Stadion fallen auf den ersten Blick keine großen Neuerungen auf, aber die Atmosphäre an sich weiß definitiv zu gefallen.

Nach dem Anstoss fällt sofort das etwas andere Spielgefühl auf, welches schon in der Online-Beta sehr prägnant war. So wurde das Tempo etwas reduziert, dadurch wirkt der Spielaufbau wesentlich realistischer. Zwar wurden die Animationen der Spieler überarbeitet, jedoch wirkt vieles noch wie aus "PES 2017", so zum Beispiel mancher Jubel des Torwarts oder Gestiken nach vergebenen Chancen. Dazu muss man aber sagen, dass es sich hier um die offizielle gamescom-Demo handelte, die natürlich nicht der finalen Fassung entspricht. Weitehrin arbeitet man hoffentlich auch an einer Verbesserung der Optionen in der Definsive, diese können immer noch nicht mit aktuellen "FIFA"-Teilen mithalten.

Was weniger schön war, ist der immer noch sehr unentschiedene Schiedsrichter, der sehr häufig viel zu zögerlich Gelb zeigt oder manche Situationen nicht pfeifft. Das sind Kinderkrankheiten, die man als Spieler des vorangegangenen Teils schon als ärgerlich empfand und eigentlich in "PES 2018" als behoben erwartete. Dafür ist der Schlussmann aber wieder sehr stark und weit entfernt von Fliegenfängern früherer Titel. Alles in allem hat "PES 2018" spielerisch sehr überzeugt, spannend bleibt weiterhin die Lizenzlage. So gab man zwar im Rahmen der gamescom weitere Kooperationspartner bekannt, aber von einer deutschen Bundesliga in Konamis "PES" kann man wohl nur träumen.