The Elder Scrolls V - Skyrim [PS4]

Verfasst von Playzocker am 03.11.2016 um 12:42

 

Total Recall – Die Totale Erinnerung

 

Videospiele kommen und gehen – als virtueller Zeitvertreib für zwischendurch ziehen sie für mehrere Stunden in die Wohnzimmer und Köpfe der Zocker ein, nur um sich nach der Komplettierung (oder gelegentlich sogar schon vorher) durch neue Vertreter aus dieser Sparte der Unterhaltungslektronik wieder aus deren Gedächtnis verdrängen zu lassen. Doch es gibt auch Spiele, die setzen sich so tief fest, dass sie den einmal eingenommenen Platz im Spielerhirn freiwillig nicht mehr aufgeben. Spiele, in denen man auch nach über 200 Stunden in der virtuellen Welt noch immer etwas Neues entdeckt, noch immer Spaß hat und obwohl die eigentliche Kampagne bereits seit Langem abgeschlossen ist immer wieder gerne in die Welt zurückkehrt. Ein solches Spiel ist Bethesdas „The Elder Scrolls V – Skyrim“, das im November 2011 erschienen ist und noch immer ein großes Thema in der Zockergemeinde ist. Auf dem PC bekommt das Spiel durch die lebendige Mod-Szene immer wieder frischen Aufwind, aber auch Konsolenspieler greifen immer wieder gerne zum Last Gen Gamepad, um Himmelsrand einen erneuten Besuch abstatten zu können. Ein Umstand, der nunmehr nicht mehr möglich ist, denn Bethesda hat „The Elder Scrolls V – Skyrim“ vor wenigen Tagen in einer überarbeiteten Version für die PlayStation 4 und die Xbox One veröffentlicht. Wir haben uns auf die Sony-Kutsche gesetzt und sind erneut in das Land gereist, das den Titel „Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ tatsächlich verdienen würde. In unserem Test finden sowohl „Skyrim“-Veteranen als auch Neueinsteiger alle Informationen, die man vorab über das Spiel und die Special Edition wissen sollte.

 

Pimp my face

 

Würden wir „The Elder Scrolls V – Skyrim“ beleidigen wollen würden wir das Review mit den Worten beginnen, dass es sich bei dem Spiel um ein Rollenspiel handelt. Das wäre zwar nicht grundsätzlich falsch, würde das Spiel und dessen umfangreichen Inhalt und vielzählige Möglichkeiten aber dennoch herabwürdigen. „Skyrim“ war – und ist – ein absolutes Meisterwerk, das vor vier Jahren massenhaft Preise und Wertungen jenseits der 9/10 geerntet hat. Und das zurecht. Bewusst wurde uns das bereits bei der Eröffnung des Spiels, die zwar grundsätzlich nichts anderes darstellt als ein ausgedehntes Tutorial, uns aber bereits zum zweiten Mal fesselt und sofort für die Spielwelt interessiert. Immerhin sitzen wir als namenloser Gefangener auf einer Kutsche und befinden uns auf dem Weg zu unserer eigenen Hinrichtung. Wieso wir uns auf der sprichwörtlichen Green Mile befinden wissen wir nicht. Wer wir sind wissen wir nicht. Erst nach kurzer Spielzeit und den ersten interessanten Dialogen können wir auf den Charakter-Editor zugreifen, der wesentlich mehr Umfang bietet als der von „The Elder Scrolls IV – Oblivion“ aber nach „Fallout 4“ ebenfalls bereits überschaubar wirkt. Dennoch ist dieser Moment einer der wichtigsten des gesamten Spiels, da ihr nicht nur das Aussehen, sondern auch die Fähigkeiten eures Charakters (mehr oder weniger) festlegt. Zwar bietet „The Elder Scrolls V – Skyrim“ kein klassisches Klassen-System (sorry…), da ihr aus zehn verschiedenen Rassen auswählt, die jeweils Experten im Umgang mit verschiedenen Kampfstilen sind.

 

 

Klassenbester

 

RPG-Veteranen werden die Klassen dabei anhand der Beschreibungen schnell durchschauen können. Elfen sind wie gewohnt Magier, hinter den mächtigen Nord verstecken sich die Haudrauf-Krieger und die flexiblen Kanjit schleichen und stehlen besonders effektiv. Die Charakterentwicklung von „The Elder Scrolls V – Skyrim“ ist allerdings eine der größten Stärken des Spiels, da diese nicht nur in Form von einfachen Level-Aufstiegen funktioniert. Jede der insgesamt 18 ausbaufähigen Fertigkeiten eures Helden kann unabhängig von den anderen entwickelt werden – abhängig davon, wie oft ihr diese verwendet. Blockt ihr beispielsweise viele Angriffe eurer Gegner wirkt sich das positiv auf eure Rüstungswerte auf, wohingegen diese bei Spielern die ihr Schild lediglich zur Dekoration tragen zurückbleiben wird. Alternativ lassen sich einzelne NPCs auch dafür bezahlen, euch bestimmte Fertigkeiten beizubringen oder ihr schmökert in den Büchern, die in der Spielwelt verteilt wurden und ebenfalls wertvolle Informationen oder gar Fertigkeiten für euch enthalten. Die dynamische Charakterentwicklung trifft auch auf andere Elemente des Spiels wie beispielsweise das Knacken von Schlössern zu. Das System funktioniert dabei grundsätzlich wie bei „Fallout 3“, wenngleich Dietriche am Anfang etwas schneller abbrechen. Mit NPCs lassen sich zudem Gesprächstaktiken trainieren, die euch im Laufe des Spiels auch ohne eure Klinge erheben zu müssen zu einem überzeugenden Gesprächspartner machen. Ein regulärer Levelaufstieg versorgt euch logischerweise mit Skillpunkten, die ihr zudem in bestimmte Aspekte eures Recken investieren könnt.

 

Atmender Nachschub

 

Im Kampf steuert ihr mit zwei Schultertasten beide Hände eures Kriegers separat und könnt diese mit beliebigen Waffen und Fähigkeiten belegen. Damit sind viele Kombinationen aus Schwert/Schild, aber auch Bogen/Magie oder gar Schwert/Magie möglich. Im Gegensatz zu vielen anderen Rollenspielen lässt euch „The Elder Scrolls V – Skyrim“ die Freiheit, euren Charakter exakt nach euren Vorlieben zu spielen und auszurüsten. Das geht so weit, dass ihr eure Rüstungsteile nicht zwangsläufig als Quest-Belohnungen bekommen oder an bestimmten Orten finden müsst – diese könnt ihr euch durch das komplexe aber hochgradig interessante Crafting-System des Spiels auch selbst herstellen. Dafür macht ihr beispielsweise Jagd auf die virtuellen Waldbewohner in Himmelsrand – ein erlegtes Tier kann euch dabei mit Nahrung, Fell, Leder, Geweihen, Zähnen, etc. versorgen, die ihr an anderen Stellen des Spiels wiederum einsetzen oder für den Handel verwenden könnt – euer virtueller Recke verschwendet dabei kein einziges Polygon. Wie von RPGs gewohnt werdet ihr im Laufe eurer Reise unzählige Gegner plätten, immer wieder aber auch mit besonders beeindruckenden Exemplaren konfrontiert sein. Bei denen ist dann nicht nur die entsprechende Ausrüstung, sondern auch eure Taktik wichtig. Leider liefern die Kämpfe in „The Elder Scrolls V – Skyrim“ auch einige Frustmomente, da Gegner gerne von verschiedenen Seiten auf euch einhacken und ihr durch die sehr empfindliche Steuerung des Öfteren ins Leere schlagen werdet. Zudem mangelt es dem Spiel auch in der überarbeiteten Version an einer Zielerfassung, sodass die Kämpfe teilweise unübersichtlich werden.

 

 

Spaß im Abseits

 

Sämtliche Gameplay-Mechaniken von „The Elder Scrolls V – Skyrim“ in diesem Review ausführlich zu beschreiben würde nicht nur den Rahmen des Berichts sprengen, sondern auch viele Elemente des Spiels vorwegnehmen, die jeder Spieler am besten selbst entdeckt. Natürlich bietet das Spiel auch einen Haupthandlungsstrang, der ca. 25 Spielstunden in Anspruch nehmen wird. Das ist logischerweise nur ein Bruchteil eurer tatsächlichen Spielzeit. Himmelsrand ist riesig, zu entdecken gibt es nahezu überall etwas. Unbekannte Symbole auf eurem Kompass sind nahezu omnipräsent, daher wird es nicht lange dauern bis ihr das erste Mal vom Weg abkommt und eine Ruine nach einem Schatz durchforstet oder einen NPC trefft, der eine Nebenquest für euch bereithält. Ein Großteil der Faszination von „The Elder Scrolls V – Skyrim“ geht einerseits vom Erforschen der Spielwelt und andererseits von den Sidequests aus. Der Main Quest bleibt nämlich deutlich hinter dem zurück, was ein Rollenspiel bieten könnte und hätte wesentlich spannender inszeniert werden können. Daher fällt es auch leichter als beispielsweise in „Dragon Age – Inquaisition“, sich abseits des eigentlichen Weges zu bewegen. Dort finden sich die richtigen Abenteuer in Form von Quests, die gerne auch mehrere Spielstunden in Anspruch nehmen können und neben der gewohnten Dramatik bzw. Hol-und-Bring-Aufgaben auch oftmals Humor beweisen und somit viel Abwechslung liefern. Obwohl wir bereits auf der PlayStation 3 viele Stunden in Himmelsrand verbracht haben zeigten uns bereits die ersten Stunden im remasterten Himmelsrand, wie viel der tatsächlichen Spielerfahrung uns damals entgangen ist.

 

Urlaubsparadies Himmelsrand

 

Apropos Himmelsrand. Die Spielwelt ist der stille Hauptdarsteller jedes Rollenspiels und für dessen Funktionieren fast noch wichtiger als der eigentliche Protagonist. „The Elder Scrolls V – Skyrim“ beweist in diesem Punkt absolute Stärke und liefert eine der besten, dynamischsten und lebendigsten Maps ab, die wir bislang in einem Videospiel gesehen haben und die auch vier Jahre nach dem eigentlichen Lauch kaum übertroffen werden konnte. Am ehesten lässt sich die Landschaft von Himmelsrand noch mit Nordeuropa vergleichen, wobei die Wälder, Gebirge und Dörfer nicht nur abwechslungsreich, sondern auch detailliert gestaltet wurden. Mit der aufwändigen Spielwelt stieß die letzte Konsolengeneration allerdings an ihre Grenzen, sodass Bethesda auf der Current Gen viel Potential für Nachbesserungen hatte. Und diese wurden in beeindruckendem Ausmaß genützt. Wenngleich „The Elder Scrolls V – Skyrim“ auf der PlayStation 4 nicht den Platz einer aktuellen Grafikreferenz einnehmen wird sieht es deutlich besser aus als das Original, was vor allem den volumetrischen Lichteffekten zu verdanken ist. Diese lässt die Spielwelt im wahrsten Sinne des Wortes in neuem Glanz erstrahlen und sorgt für beeindruckende Spiegelungen sowie eine tolle Atmosphäre zu jeder Tages- und Nachtzeit.

 

 

Altes Spiel, neues Glück

 

Außerdem wurde Himmelsrand sichtlich aufgeforstet, viele im Original noch flache Untergründe zeigen jetzt Gräser oder kleine Büsche. Besonders auffällig sind die Texturverbesserungen allerdings bei den Bäumen, sodass ein Spaziergang im Wald selbst für „The Elder Scrolls V – Skyrim“ Veteranen eine neue Erfahrung darstellen sollte. Mit einer erhöhten Sichtweite, Spiegelungen, einer dynamischen Tiefenschärfe und schärferen Schatten wird das Grafik-Upgrade hervorragend abgerundet. Dennoch wäre im Bereich der Technik noch viel mehr möglich gewesen. Animationen wirken nach wie vor hakelig und auch die Charaktermodelle hätten eine digitale Frischzellenkur vertragen, da man diesen das Alter der Vorlage – und auch die Tatsache, dass diese bereits auf der letzten Konsolengeneration nicht gerade zu den Stärken des Spiels gezählt haben – recht deutlich anmerkt. Für die PlayStation Pro hat Bethesda sogar native 4K Unterstützung angekündigt, dies konnten wir allerdings noch nicht testen. Außerdem landet das Spiel nach einigem hin-und-her auch auf der Sony-Konsole mit Mod-Unterstützung – allerdings nur in eingeschränkter Form. Modder müssen sich dabei mit den Elementen des tatsächlichen Spiels zufrieden geben und dürfen keine anderen Texturen oder Elemente in das Spiel integrieren. Die Möglichkeiten zur Veränderungen des Spiels bleiben damit deutlich hinter denen der PC-Version und auch hinter denen der Xbox One Ausgabe zurück.

 

Kosmetische Änderungen

 

Die Verbesserungen für die Special Edition von „The Elder Scrolls V – Skyrim“ sind allesamt rein kosmetischer Natur. Dadurch sind einige Mankos der Originalversion wie beispielsweise die fehlende Zielerfassung und die dadurch etwas chaotischen Kämpfe auch in der überarbeiteten Version anzutreffen. Das gilt leider auch für die umständliche Menüführung, was vor allem in eurem Inventar bzw. bei den Talenten deutlich auffällt. Auch Bugfixes scheinen bei Bethesda nicht allzu weit oben auf der To Do Liste gestanden sein, da zahlreiche alte Bekannte wie Clipping-Fehler oder unfreiwillig komische Momente der NPCs oder Fauna von Himmelsrand auch auf der PlayStation 4 zu bemerken war. Eine wirkliche Einschränkung des Spielspaßes geht von diesen allerdings zu keiner Zeit aus. Zwar nicht merklich verändert aber dennoch immer noch beeindruckend ist die Soundkulisse des Spiels, die es vor allem hervorragend versteht, Stille zu inszenieren. Dadurch gewinnen vor allem eure Streifzüge durch Himmelsrand eine Menge Atmosphäre. Durch die umfangreichen grafischen Verbesserungen ist die PlayStation 4 Version von „The Elder Scrolls V – Skyrim“ dem Original auf der Vorgängergeneration auf jeden Fall vorzuziehen. Neueinsteiger sollten daher definitiv zur Special Edition greifen.

 

 

Big Scale Adventure

 

Egal für welche Rasse ihr euch am Anfang des Spiels entscheidet – einen Niemand müsst ihr nicht durch Himmelsrand begleiten. Immerhin ist euer virtueller Alter Egop ein Dovahkiin – ein Drachenblut – der die Fähigkeit hat, die Seele und Stärke von getöteten Drachen zu absorbieren. Außerdem kann er besondere Schreie (Zaubersprüche) lernen, die ihn im Kampf unterstützen – allerdings nur gegen Bezahlung in Form der nicht gerade widerstandslos zu bekommenden Drachenseelen. Eine große Portion des Spielgeschehens ist demnach der Jagd auf Drachen gewidmet, von denen sich 20 in Himmelsrand aufhalten. Dabei werdet ihr allerdings in den ersten Spielstunden schnell feststellen, wie aussichtslos ein Kampf gegen einen gigantischen Schuppenträger sein kann. Erst mit der richtigen Ausrüstung und einem entsprechenden Spielerlevel macht es überhaupt Sinn, einen Drachen zu konfrontieren. Wenngleich die abwechslungsreichen und interessanten Sidequests der Teil des Spiels sein werden mit dem ihr am meisten Zeit verbringt sind die Drachenkämpfe der klare Höhepunkt und auch einer der entscheidenden Motivations-Faktoren. Immerhin ist es ein beeindruckendes Gefühl, wenn einer der Giganten tatsächlich vor euch in die Knie geht. Dabei gibt es – abhängig von eurem Spielstil – verschiedene Möglichkeiten, einen Drachen zu bezwingen, selbst abseits von den schier unbegrenzten Kombinationsmöglichkeiten von Waffen, Rüstungen und Magie. Ein Drache lässt sich beispielsweise zur Siedlung kampferprobter NPCs locken, worauf euch diese im Kampf unterstützen. Besonders gewitzte Spieler können sogar zwei Drachen gegeneinander aufhetzen und der Heldentat dabei zuschauen, wie sie sich von selbst erledigt.

 

DIY

 

„The Elder Scrolls V – Skyrim“ lebt davon, den Spieler nicht durch linear aufbereitete Missionen zu führen. Im Gegenteil. Bei fast jeder Situation führen mehrere Wege ans Ziel, Hilfestellungen oder Lösungsvorschläge werden keine angeboten. Dadurch wird der Spieler gezwungen, sich mit dem Spiel, der Umgebung und den zur Verfügung stehenden Mechaniken auseinander zu setzen und selbst zu einer Lösung zu kommen – diese kann je nach Spielertyp ein Frontalangriff sein oder ein taktisches Auskundschaften und geschicktes Einsetzen von Stealth und Zaubern bevorzugen. Wir haben während unserer Zeit in Himmelsrand kaum Situationen erlebt, in denen wir das Gefühl hatten etwas nicht tun zu können, das wir eigentlich tun können sollten. Man muss sich allerdings auf das Spiel einlassen, da „The Elder Scrolls V – Skyrim“ wie auch viele andere RPGs seine Gameplay-Geheimnisse nicht so gerne preis gibt wie beispielsweise ein lineares FPS-Konstrukt. Daher wird man einige Zeit brauchen um sich mit dem Spiel und seinen Möglichkeiten vertraut zu machen, dann allerdings öffnet sich eine der lebendigsten, dynamischsten und vor allem auch umfangreichsten Spielwelten, die es bis dato gegeben hat. Und damit nicht genug, die Special Edition von „The Elder Scrolls V – Skyrim“ für die PlayStation 4 hat auch die drei DLC Packs Dawnguard, Hearthfire und Dragonborn mit an Bord.

 

 

Darf’s noch etwas mehr sein?

 

In Dawnguard bekommt ihr die Möglichkeit, euch einer gleichnamigen Gruppe von Vampirjägern anzuschließen, die euch auf der Suche nach den Fangzahnträgern in eine Höhle schickt und neben reichlich Horror-Atmosphäre auch eine der schwierigsten Entscheidungen des Spiels bereithält. Immerhin habt ihr die Möglichkeit, die Jagd auf die Vampire aufzugeben und euch selbst zu einem Blutsauger machen zu lassen. Eine Entscheidung mit schwerwiegenden Auswirkungen auf den Spielverlauf, die entsprechend gut überlegt werden wird. Hearthfire hingegen schlägt in eine völlig andere Richtung und bietet kein neues Story-Element. Dafür könnt ihr euch mit einem komplett neuen Gameplay-Element Land kaufen, ein Haus bauen, Kinder adoptieren, etc. Zu guter Letzt wartet in Dragonborn wieder ein großes, neues Gebiet, das eine Menge zur Gesamt-Story von „The Elder Scrolls V – Skyrim“ beiträgt und für viele Skyrim-Fans das beste der drei Add Ons darstellt. Erfreulich ist auf jeden Fall, dass Bethesda an die drei DLCs gedacht hat und mit der Special Edition damit wirklich das ultimative Paket von „The Elder Scrolls V – Skyrim“ auf der PlayStation 4 anbietet.

 

Fazit: Eines der besten Rollenspiele aller Zeiten wurde noch ein Stück besser

 

Nach knapp vier Jahren ist eines klar: „The Elder Scrolls V – Skyrim“ ist eines der besten Rollenspiele, die jemals geschaffen haben. Nicht nur auf dem PC, wo das Spiel vor allem von der aktiven Mod-Community immer wieder in neuem Glanz erstrahlen kann, sondern auch auf den Konsolen konnte Bethesdas monumentales Meisterwerk überzeugen – und das, obwohl Skyrim definitiv auch Ecken und Kanten zeigt. Die Main Quest ist weit weniger spannend inszeniert als beispielsweise in „The Witcher III – Wild Hunt“ oder „Dragon Age Inquisition“ und das Spiel zeigt zahlreiche Bugs und Glitches vor allem im Bereich der Grafik, dennoch sind die grandiose Spielwelt und der beeindruckende Umfang schlichtweg bemerkenswert. Dass „The Elder Scrolls V – Skyrim“ auch vier Jahre nach seinem ursprünglichen Release noch Spaß macht zeigt die Special Edition auf der PlayStation 4. Diese hält für das Spiel umfangreiche Grafik-Updates bereit, sodass Himmelsrand auf der aktuellen Konsolengeneration einen wesentlich schöneren Eindruck macht. Am Spiel selbst wurden allerdings leider keine Veränderungen vorgenommen, sodass einige Mankos der Original-Version wie das Fehlen einer Zielerfassung bei Kämpfen, Bugs und die umständliche Menüführung auch in der überarbeiteten Version anzutreffen sind.