Final Fantasy XV

Verfasst von Christian Suessmeier am 24.08.2016 um 13:42

 

Eine unendliche Wartezeit endet

 

Leider begann die gamescom-Woche ja mit der Verschiebung von "Final Fantasy XV" um gute zwei Monate und enttäuschte damit einige Fans, die schon seit Ankündigung von "FFXIII Versus" auf den Titel warten. Trotzdem ließ es sich Square Enix natürlich nicht nehmen, das Rollenspiel auf der diesjährigen Messe in Köln zu präsentieren und einem breiten Publikum zugängig zu machen. Wir waren sowohl bei einem Pressetermin beim japanischen Entwickler anwesend, durften aber anschließend auch 45 Minuten Hand ans Spiel legen. In der Theorie standen die ersten drei Kapitel des Games zur Verfügung, jedoch war schon die Spielzeit des ersten Chapters sehr lang und mit genügend Möglichkeiten des Zeitvertreibs gefüllt.

 

Bringt den Prinz zur Prinzessin

 

Die Story dürfte mittlerweile jedem Fan bekannt sein. Im Endeffekt macht sich Prinz Noctis auf die Reise nach Tenebrae, um dort Prinzessin Lunafreya zu heiraten und so den Frieden zwischen beiden Königreichen zu sichern. Noctis und seine drei Begleiter haben jedoch eine Autopanne auf dem Weg dorthin und sind auch knapp bei Kasse. Um sich die Reparatur leisten zu können, nehmt ihr also einige Aufträge an, die euch die nötigen Gil in den Geldbeutel spülen. Dies könnt ihr nicht nur durch Hauptmissionen, sondern auch durch Nebenaufträge wie der Jagd von speziellen Tieren oder dem Verkauf von gefunden Items, die ihr nicht braucht. Das Kampfsystem ist ja bereits aus den beiden Demos bekannt und macht zunächst besonders in der Defensive einen etwas chaotischen Eindruck. Mit steigender Kampfzahl wurde das aber besser und so setzte man nach und nach einen guten Mix aus offensivem und abwehrenden Stilen ein.

Im Grunde ähnelte das erste Kapitel auch der "Duscae"-Demo, man hatte aber wesentlich mehr Handlungsfreiheiten.  Gelevelt wird in "Final Fantasy XV" auch, aber nur, wenn eure Gruppe in der Nacht rastet. Dort könnt ihr euch dann vom Koch der Gruppe, Ignis, ein Abendessen bereiten lassen, dass eure Werte ebenso verbessern kann. Hierfür sind jedoch Zutaten nötig, die ihr während eurer Reise findet oder im Shop einkauft.

 

 

Macht die Verschiebung doch Sinn?

 

Das Gameplay konnte also schon mal überzeugen. Das konnte man von der Technik nicht immer behaupten. Denn eigentlich ist "Final Fantasy XV" ein schönes Spiel geworden, wirkt aber im Detail bei weitem nicht current gen-gerecht. So waren einige Texturen doch immer noch sehr grob und die Weitsicht extrem unscharf. Dafür überzeugte aber die Lichtgestaltung und die Szenerie des Spiels. Besonders negativ fielen aber die langen Ladezeiten auf. In der offenen Spielwelt gab es natürlich keine, aber vom Hauptmenü bis zum Start des ersten Kapitels verging mindestens eine Minute. Auch zwischen den Menüs dauerte das Umschalten auffällig lang. Aber immerhin hat Square Enix jetzt noch zwei Monate Zeit, um die nötigen Verbesserungen vorzunehmen.

FAZIT: Meckern auf hohem Niveau - "Final Fantasy XV" wird wohl der erhoffte Kracher

 

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