Elite Controller Wireless [Xbox One]

Verfasst von Playzocker am 03.02.2016 um 18:40

 

Willst du zur Elite gehören?

 

Wenn ja, dann musst du erst mal ordentlich ablegen! Satte 150 Euro Einschreibgebühr verlangt Microsoft für den Club der coolen Gamer. Dafür bekommt man mit dem Elite Controller allerdings auch ein luxuriöses und trotz des hohen Preises derzeit sehr begehrtes Stück Hardware. Aber braucht man diesen wirklich? Welche Vorteile bringt der neue Controller? Bietet die neue Hardware von Microsoft womöglich sogar mehr als die Konkurrenz-Controller Scuf oder Burn? Wir haben uns das gute Stück näher angesehen und liefern euch alle wichtigen Informationen rund um den Xbox One Elite Controller im folgenden Testbericht.

 

Ist der aus Gold?

 

Ohne Frage, 150 Euro sind eine Menge Holz – aber bereits bei dem ersten Blick auf den neuen Controller merkt man, dass man etwas Besonderes vor sich liegen hat. Nimmt man den Controller aus der Schachtel hat man diesen nämlich nicht sofort in der Hand sondern bekommt zuerst ein per Zippverschluss verschlossenes Etui zu Gesicht, in dem sowohl der Controller als auch jegliches Zubehör untergebracht sind. Das ist praktisch, wenn man den Controller zu Freunden oder Turnieren mitnehmen möchte. Nimmt man den Xbox One Elite Controller zum ersten Mal in die Hand merkt man, dass dieser deutlich schwerer ist als sein Kollege aus Plastik. Knapp 350 Gramm wiegt der neue Controller, dieses Gewicht wirkt sich allerdings nicht negativ auf die Spielerfahrung aus – ganz im Gegenteil. Der Controller liegt hervorragend in der Hand und hält dank der rutschfesten Oberfläche auch hitzigen Mehrspielerschlachten stand. Mitverantwortlich für das Gewicht des Controllers ist die Tatsache, dass viele Bauteile nicht mehr aus Plastik sondern aus Stahl gefertigt wurden. Dies trägt nicht nur zur hochwertigeren Optik bei sondern sorgt auch für eine längere Lebensdauer. Besonders offensichtlich ist dies bei den Analogsticks, die durch den Stahl nicht nur keinen Abrieb mehr haben sondern zudem auch ein weicheres Bediengefühl geben. Die Trigger sind zwar nach wie vor aus Plastik, wirken optisch durch die neue Farbgebung aber dennoch deutlich aufgewertet.

 

 

Der König der Vielseitigkeit

 

Es gibt wohl kaum Profispieler, die den Original-Controller der Xbox nützen. Besonders beliebt ist die Alternative von Scuf, die wir uns im Vergleich zum neuen Xbox One Elite Controller ebenfalls angesehen haben. Scuf bietet viele Individualisierungsmöglichkeiten für den Controller. Allerdings ist jedes bestellte Teil fest verbaut und somit nicht austauschbar. Das gibt auch für die Tastenbelegung. Will man diese nachträglich verändern können, muss man das Electromagnetic Remapping noch extra dazu kaufen. Ein Scuf Controller mit ähnlicher Grundausstattung wie der neue Xbox One Elite Controller würde zudem knapp 220 Euro kosten. Das schafft es Microsoft mit der neuen Hardware tatsächlich, wesentlich mehr für weniger Geld zu bieten. Der Xbox One Elite Controller wird nämlich mit einigen austauschbaren Teilen – Analogsticks, dem Steuerkreuz sowie den vier neuen Paddeln – ausgeliefert. Die Analogsticks bieten unterschiedliche Höhen und Oberflächen und werden vielen ein deutlich angenehmeres Spielgefühl geben. Das Steuerkreuz des Controllers lässt sich durch eine Disc ersetzen, die präzisere Bewegungen ermöglicht und damit vor allem bei Beat’em’ups gute Dienste erweisen könnte. Die Paddel hinten stellen die womöglich größte Veränderung des neuen Controllers dar.

 

 

Ohne Trouble dank vier Paddel

 

Diese lassen sich nämlich einfach mit bestimmten Tastenbefehlen verknüpfen. Über die kostenlose Xbox Accessories App könnt ihr generell die Tastenbelegung eures Elite Controllers individualisieren und an eure Bedürfnisse anpassen. So ist es beispielsweise möglich, die Sprungtaste auf einen der Paddel zu verlegen, sodass es in Zukunft möglich wäre gleichzeitig zu springen, zu zielen und zu schießen. Natürlich wird es etwas dauern, bis ihr euch an dieses neue Spielgefühl gewöhnt habt, durch gut durchdachte Controller-Einstellungen könnt ihr euch insbesondere im Online Multiplayer einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Der Vollständigkeit halber sei allerdings erwähnt, dass ihr zwar die Tasten des Controllers frei belegen könnt, dafür aber jeweils nur die Funktion einer anderen Taste verwenden dürft – sprich: es ist nicht möglich, eine vollständige Kombo auf eine einzige Taste zu legen. Das wäre immerhin ziemlich unfair. Befestigt werden alle neuen Teile mit praktischen Magneten, die einerseits dafür sorgen, dass die Tasten schnell und unkompliziert an die richtige Position finden und sich andererseits auch während hektischer Spielsituationen in unserem Praxistest kein einziges Mal von ihren Einsatzorten verabschiedet haben.

 

 

Mehr … aber doch nicht alles

 

Nicht nur die reine Tastenbelegung lässt euch der Controller individualisieren. Ihr könnt auch die Stärke der Vibration ein- (bzw. diese komplett ab-)stellen oder für die Analogsticks eine spezielle Funktion aktivieren, sodass diese zu Beginn einer Bewegung nur langsam reagieren und später umso intensiver. Dies würde bei einem Shooter sowohl präzises Zielen mit einem Sniper-Gewehr als auch rasante 180°-Drehungen unterstützen. Wie viel ihr letztendlich aus den Funktionen des Controllers herausholen könnt, liegt einzig und allein an euren Einstellungen und Tastenbelegungen. Glücklicherweise bekommt ihr Layouts zu gängigen Spielen wie „Halo 5 – Guardians“ bereits mitgeliefert. Ihr könnt aber eurer Kreativität freien Lauf lassen und weitere Profile erstellen. Zwei davon lassen sich direkt auf den Controller legen und dort mittels eines praktischen Schiebers binnen einer Sekunde wechseln. Wenn ihr den Controller zu einem Freund mitnehmt und an einer anderen Konsole anmeldet könnt ihr sofort mit euren selbst erstellten Controller-Layouts weiter spielen.

 

Damit habt ihr nicht gerechnet!

 

Im Gegensatz zum Standard-Controller bietet der Xbox One Elite Controller einen Stereo Headset Port, an dem ihr mittels Klinkenstecker ein Stereo-Headset ohne Adapter anstecken könnt. Das einzige, das uns bei der umfangreichen Ausstattung des Controllers gefehlt hat, ist ein Charge & Play Kit. Dieses lässt sich zwar wie gewohnt auch mit dem Elite Controller verwenden – Kits der Standard-Controller sind zudem kompatibel – bei dem hohen Anschaffungspreis hätte man sich ein solches als Teil der Ausstattung allerdings durchaus erwarten können. In den letzten Wochen und Monaten hat Microsoft intensiv an der Verknüpfung von Xbox One und Windows PC gearbeitet. Passend dazu ist natürlich auch der neue Xbox One Elite Controller mit einem PC kompatibel. Allerdings kann der Controller derzeit nur per Kabel verbunden werden. Der Adapter für eine kabellose Verbindung soll erst zum Weihnachtsgeschäft 2016 erscheinen.

 

 

Fazit: Gut durchdachte Controller-Weiterentwicklung für Profis

 

Mit dem Xbox One Elite Controllers spricht Microsoft gezielt Profispieler an – jene, die beim Anblick des Preises nicht sofort die Stirb runzeln sondern sich zuerst die Möglichkeiten der Hardware ansehen. Ja, der Controller kostet so viel wie drei Standard-Controller – kann dafür auch wesentlich mehr. Dank seiner unzähligen Individualisierungsmöglichkeiten und der problemlos austauschbaren Teile kann er sogar wesentlich mehr als der derzeit beliebte Scuf Controller. Der Xbox One Elite Controller ist eine sinnvolle Anschaffung für sämtliche Action-Gamer, die aus ihren Ergebnissen das Maximum herausholen wollen – sei es bei Rennspielen, Shootern oder Beat’em’Ups, mit den richtigen Einstellungen und der richtigen Tastenbelegung kann man locker die wichtigen (Milli-)Sekunden gut machen, die über Sieg und Niederlage entscheiden können. Vor allem im Online Multiplayer. Vergleichbare gering sind die Vorteile für Gamer, die den Großteil ihrer Zeit mit Single Player Kampagnen oder gar ruhigeren Spielen verbringen. Auch diese könnten sich allerdings von der hochwertigeren Haptik des Controllers angesprochen fühlen.

 

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