Die Top 10 Kinofilme im 1. Quartal 2015

Verfasst von Daniel Fabian am 30.03.2015 um 13:41

 

Der März neigt sich dem Ende zu und mit ihm das 1. Quartal 2015. Es ist somit die Zeit gekommen, erstmals Bilanz zu ziehen. Während wir schon gespannt auf das nächste Quartal und Highlights wie Fast & Furious 7, Avengers: Age of Ultron oder Jurassic World warten, nutzen wir die Gelegenheit, einen Blick zurück zu werfen - auf die besten Filme der letzten drei Monate!

 

Auf dem 10. Platz unserer Rangliste findet sich Baymax - Riesiges Robowabohu (Originaltitel: Big Hero 6) ein. Die erste Kooperation zwischen Marvel und Walt Disney für einen Animationsfilm, der Herz, Witz und jede Menge Action mitbringt. Er verdrängt Filme wie Neill Blomkamps Chappie sowie die österreichische Krebs-Dramödie Gruber geht knapp aus unserer Liste. Dass heimisches Publikum aber dennoch mit der Traumfabrik Hollywood mithalten kann, zeigen die weiteren Plätze...

 

Denn neben Matthew Vaughns ebenso stilsicheren wie frechen Comic-Adaption / Agenten-Hommage Kingsman: The Secret Service findet sich das jüngste Brenner-Abenteuer ein. Ja, Wolfgang Murnbergers Das ewige Leben zählt ohne jeden Zweifel zu den heimischen Film-Höhepunkten des Jahres, der nicht zuletzt von einem überzeugenden Cast (Josef Hader, Tobias Moretti, Roland Düringer) lebt. Mit John Wick meldet sich hingegen ein vermeintlich verschollener Actionstar zurück. Denn auf Speed und Matrix folgte Keanu Reeves' Abstieg, auch in den letzten Jahren wollte es dank Blockbuster-Budgets nicht klappen. Mit einem kompromisslosen, geradlinigen Old School-Actioner und unzähligen Kopfschüssen meldet sich 50-Jährige eindrucksvoll zurück!

 

 

Auf Platz 6 finden sie eine der größten Überraschungen des bisherigen Kinojahres, denn Ich seh, ich seh von Severin Fiala und Veronika Franz hat nicht nur uns, sondern auch das restliche Publikum der diesjährigen Diagonale aus den Socken gehauen. Fans von gnadenlosen, unfassbar intensiven, gemeinen und nicht zuletzt intelligenten Psycho-Thrillern sollten sich diese Genreperle keinesfalls entgehen lassen. Denn wenn ein österreichischer Film selbst in Übersee hohe Wellen schlägt, hat das durchaus seinen Grund.

 

Jahresbeginn ist gleichzusetzen mit der Oscar-Saison, weswegen es keine Überraschung ist, dass unsere Top 5 allesamt ins Rennen um die begehrte Trophäe gingen. Die wohl beste weibliche Performance seit Natalie Portmans Black Swan gibt es in Still Alice mit der herausragenden Julianne Moore zu sehen. Etwas kurioser geht es hingegen in Paul Thomas Andersons Roman-Verfilmung Inherent Vice - Natürliche Mängel zur Sache. Stichwort: Herausragende Schauspieler. Diese gibt es sowohl in Whiplash und The Imitation Game als auch in Alejandro Gonzalez Inarritus Birdman oder (die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit). Und dennoch sind es viele weitere Gründe, warum gerade Letzterer unsere Nr. 1 ist. Birdman ist eine bissige Satire, die kein Blatt vor den Mund nimmt und die moderne Filmindustrie äußerst kritisch abhandelt. Innovativ gefilmt, unendlich gut geschrieben und vom besten Schauspieler-Ensemble seit Jahren herausragend gespielt ist Birdman eine wahre Offenbarung für jeden Cineasten.

 

 

10. Platz: Baymax - Riesiges Robowabohu

 

Hiro Hamada liebt Roboter über alles. Der technikbegeisterte Junge ist so verrückt nach ihnen, dass er als Experte in diesem Bereich in ganz San Fransokyo bekannt ist. Auch sein bester Freund ist ein Roboter – und wer glaubt, die hätten kein Herz, der kennt Baymax noch nicht! Der sieht nicht nur aus wie ein Marshmallow, sondern ist auch mindestens genauso süß. Und auch wenn er zugegebenermaßen ziemlich tollpatschig sein kann, steht er Hiro immer mit Rat und Tat zur Seite – ob der will oder nicht.

 

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9. Platz: Kingsman: The Secret Service

 

Basierend auf der beliebten Comicreihe erzählt Regisseur Matthew Vaughn (Kick Ass, X-Men First Class) in KINGSMAN: THE SECRET SERVICE die Geschichte einer supergeheimen Spionageorganisation, die noch unbedarfte aber vielversprechende Teenager von der Straße für ihr hochqualifiziertes Trainingsprogramm rekrutiert – zur selben Zeit als die Welt von einem verrückten High-Tech-Genie bedroht wird.

 

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8. Platz: Das ewige Leben

 

Brenner (Josef Hader) kehrt nach Graz zurück, in die Stadt seiner Jugend. In der Konfrontation mit sei-nen Jugendfreunden, seiner Jugendliebe und seiner großen Jugendsünde kommt es zu Morden und einem verhängnisvollen Kopfschuss. Als Brenner aus dem Koma erwacht, macht er sich auf die Suche nach seinem Mörder – obwohl alle behaupten, er sei es selbst gewesen. Am Anfang war Brenner am Ende, aber am Ende könnte er vor einem neuen Anfang stehen.

 

 

 

7. Platz: John Wick

 

John Wick (Keanu Reeves), berühmt-berüchtigt als bester Hitman der Branche, ist nach seinem letzten Auftrag endgültig aus dem Geschäft ausgestiegen. Doch die Ruhe währt nicht lange. Nach einem Überfall auf sein Haus sieht er sich seinem ehemaligen Boss gegenüber: Viggo Tarasof (Michael Nyqvist), Anführer des gefährlichsten Gangstersyndikats von New York. Um seine Vergangenheit für immer loszuwerden, rüstet er sich für den ultimativen Rache-Feldzug. Doch längst hat Viggo die besten Killer der Stadt auf John angesetzt. Darunter auch Johns alten Freund Marcus (Willem Dafoe)…


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6. Platz: Ich seh, Ich seh

 

In der Hitze des Sommers. Ein einsames Haus am Land zwischen Wäldern und Kukuruzfeldern. Zehnjährige Zwillingsbuben warten auf ihre Mutter. Als diese nach einer Schönheitsoperation einbandagiert nach Hause kommt, ist nichts mehr wie vorher. Die Kinder beginnen zu bezweifeln, dass diese Frau tatsächlich ihre Mutter ist und versuchen die Wahrheit herauszufinden. Um jeden Preis. Ein existentieller Kampf um Identität und Urvertrauen entspinnt sich.

Ein Horrorfilm? Ein Autorenfilm? Unser Film „Ich seh Ich seh“ soll beides sein. Wir lieben körperliches Kino. Kino, das physisch überwältigt. Gleichzeitig wollen wir mit unserer Geschichte auch Fragen stellen, die wir als existenziell empfinden. Fragen, die an Lebensrealitäten geknüpft sind, Fragen nach Erziehung, Machtverhältnissen in der Familie, Identität und vor allem dem Monströsen im Menschen. Wir wollten einen Film machen, der etwas über unser Leben zu erzählen hat und dabei nervenzerfetzend ist.



5. Platz: Still Alice - Mein Leben ohne Gestern

 

Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland (Julianne Moore) plötzlich ein Wort nicht ein. Wenig später dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Die 50-jährige, die an der Columbia University Linguistik lehrt, ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Aber die Diagnose ist trotzdem ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer.

Ihre jüngste Tochter Lydia (Kristen Stewart), die sich in Los Angeles als Schauspielerin versucht, ist die erste, die bemerkt, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Beim Familienbesuch an Thanksgiving scheint zwar alles wie immer, nur dass sich Alice der Freundin von Sohn Tom (Hunter Parrish) gleich zweimal vorstellt. Doch auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann John (Alec Baldwin) es nicht länger vermeiden, den drei älteren Kindern die Wahrheit zu sagen. Denn weil diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten sie auch ganz direkt betroffen sein.

Anders als ihre schwangere ältere Schwester Anna (Kate Bosworth) lässt Lydia sich selbst nicht testen. Statt sich um die eigene Zukunft zu sorgen, will sie lieber für ihre Mutter da sein, selbst wenn ihr Verhältnis nicht immer das einfachste war. Ein gemeinsamer Sommer im Strandhaus der Familie schweißt sie enger zusammen denn je. Und als Alices Zustand sich zusehends verschlechtert, ist es ausgerechnet ihre Jüngste, die für sie die größten Opfer bringt.

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4. Platz: Inherent Vice - Natürliche Mängel

 

Unerwartet taucht die Ex von Schnüffler Doc Sportello auf und faselt was von einer irren Story: Sie hat sich in einen milliardenschweren Immobilienmakler verliebt, und daraufhin will nun dessen Ehefrau mit ihrem Freund den Milliardär kidnappen und in die Klapsmühle stecken … na, sie kann ja viel erzählen.

 Ende der psychedelischen 1960er-Jahre herrscht Paranoia: Doc weiß natürlich, dass „Liebe“ derzeit total angesagt ist – genauso wie die Modewörter „Trip“ und „groovy“. Aber ernst nehmen sollte man diesen überstrapazierten Begriff nicht – zumal die Liebe unweigerlich Probleme mit sich bringt.

 Mit dabei sind Surfer, Abzocker, Kiffer und Rocker, ein mordlustiger Kredithai, Detectives vom Los Angeles Police Department, ein verdeckt ermittelnder Saxofonspieler und eine geheimnisvolle Organisation namens Goldener Fangzahn, die vielleicht auch nur ein paar Zahnärzten zur Steuerhinterziehung dient … teils Surf noir, teils psychedelische Farce – aber ganz Thomas Pynchon.


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3. Platz: Whiplash

 

Der 19-jährige Jazz-Schlagzeuger Andrew Neiman (Miles Teller) träumt von einer großen Karriere. Nach dem Scheitern der Schriftsteller-Laufbahn seines Vaters ist er fest entschlossen, sich durchzukämpfen und es auf dem renommiertesten Musikkonservatorium des Landes ganz nach oben zu schaffen. Eines Nachts entdeckt der für seine Qualitäten als Lehrer ebenso wie für seine rabiaten Unterrichtsmethoden bekannte Band-Leiter Terence Fletcher (J.K. Simmons) den jungen Drummer beim Üben. Wenngleich Fletcher in diesem Moment nur wenige Worte verliert, entfacht er in Andrew eine glühende Entschlossenheit. Zu dessen Überraschung veranlasst der Lehrer am nächsten Tag, dass der begabte junge Mann ab sofort in seiner Gruppe spielt – ein Schritt, welcher Andrews Leben für immer verändern wird.


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2. Platz: The Imitation Game

 

England, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs: Der geniale Mathematiker Alan Turing wird vom britischen Geheimdienst engagiert, um - gemeinsam mit einer Gruppe von Code-Spezialisten - den als unentschlüsselbar geltenden Enigma-Code der deutschen Wehrmacht zu knacken. Mit unkonventionellen Methoden und seiner arrogant wirkenden Art macht sich Turing jedoch keine Freunde unter seinen Kollegen und bringt zusätzlich seine Vorgesetzten schnell gegen sich auf: Sie stellen ihm ein Ultimatum. Nur die junge Mathematikerin Joan Clarke hält zu ihm - sie sieht in ihm eine verwandte Seele, einen Außenseiter, der sich gegen alle Widerstände durchsetzen muss. Während Turing fieberhaft an einer elektrischen Rechenmaschine arbeitet, die Enigma entschlüsseln soll, kommen sich die beiden näher. Doch das Genie Turing hat ein wohl gehütetes Geheimnis. Sollte es an die Öffentlichkeit kommen, wäre sowohl das Enigma-Projekt, als auch Turing persönlich in großer Gefahr...

 

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1. Platz: Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)

 

Riggan Thomson erhofft sich durch seine Inszenierung eines ambitionierten neuen Theaterstücks am Broadway, neben anderen Dingen, vor allem eine Wiederbelebung seiner dahin siechenden Karriere. Zwar handelt es sich um ein ausgesprochen tollkühnes Unterfangen – doch der frühere Kino-Superheld hegt größte Hoffnungen, dass dieses kreative Wagnis ihn als Künstler legitimiert und jedermann, auch ihm selbst, beweist, dass er kein abgehalfterter Hollywood-Star ist.Doch während die Premiere des Stücks unaufhaltsam näher rückt, wird Riggans Hauptdarsteller durch einen verrückten Unfall bei den Proben verletzt und muss schnell ersetzt werden. Auf den Vorschlag von Hauptdarstellerin Lesley und auf das Drängen seines besten Freundes und Produzenten Jake hin engagiert Riggan widerwillig Mike Shiner – ein unberechenbarer Typ, aber eine Garantie für viele Ticketverkäufe und begeisterte Kritiken.  Bei der Vorbereitung auf sein Bühnendebüt muss er sich nicht nur mit seiner Freundin, Co-Star Laura, und seiner frisch aus der Entzugsklinik kommenden Tochter und Assistentin Sam auseinandersetzen, sondern auch mit seiner Ex-Gattin Sylvia, die gelegentlich vorbeischaut, um die Dinge in ihrem Sinn zu richten.

 

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