Tammy

Verfasst von Daniel Fabian am 05.12.2014 um 18:50

 

Melissa McCarthy ist längst nicht mehr die liebenswerte Hotelköchen Sookie, die man aus der Serie Gilmore Girlskannte. Denn zum einen ist sie seit Jahren in einer anderen Serie in der Hauptrolle zu sehen (Mike & Molly), zum anderen hat die 44-Jährige aber auch einen drastischen Imagewechsel vollzogen. Die Sympathien ihrer Zuseher gewinnt sie seit Filmen wie Taffe Mädels oder Hangover 3 nicht mehr mit Charme, sondern rülpsend, mit frechem Humor und derben Sprüchen. Demnach scheint sie ihre Paraderolle auch in Tammy gefunden zu haben...

Warner Home Video veröffentlicht Ben Falcones Komödie mit einem wesentlichen Unterschied auf DVD und Blu-ray, denn während erstere lediglich die Kinofassung des Films enthält, liegt Tammy auf Blu-ray außerdem auch im fünf Minuten längeren Extended Cut vor – wenn auch nur im englischen Originalton. Als Bonus oben drauf gibt es eine Handvoll Featurettes.

 

Details der Extras:

  • Tammys Tour-Checkliste
  • Spaßige Specials
  • Verpatzte Szenen und nicht verwendete Szenen

 

Digital Copy: Ja

 

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Inhalt:

Tammy hat eine Pechsträhne: Sie fährt nicht nur ihre Schrottkarre endgültig zu Bruch, sondern verliert auch noch ihren miesen Job im schmierigen Burger-Restaurant nur um dann ihren Mann zu Hause mit der Nachbarin zu erwischen. Was bleibt frau anderes übrig als den Ghettoblaster aufzudrehen und das Weite zu suchen?

 

 

Fazit der Blu-ray:

Man liebt sie oder man hasst sie – eine andere Wahl lässt uns derzeit weder Melissa McCarthy, noch ihre jüngste Rolle. Ja, die beiden polarisieren zweifelsohne und lösen bei den einen ein Gefühl des Fremdschämens aus, während sich die anderen vor Lachen gar nicht mehr einkriegen – ab sofort auch im Heimkino!

Der Extended Cut findet auch den Weg in den deutschen Handel, einmal mehr aber nur im englischen Originalton. Wer also eine deutsche Tonspur als unverzichtbar erachtet, muss sich mit der Kinofassung des Films zufrieden geben. Beide Versionen unterscheiden sich qualitativ allerdings nicht voneinander und leben von einem nüchternen Look, der hier und da aber dennoch mit starken Kontrasten versetzt wurde. Während Filmkorn dem Film Natürlichkeit verleiht, sind Kompressionsspuren und Schlierenziehen in dunkleren Szenen nicht von der Hand zu weisen. Alles in allem gehen Bild- und Tonqualität in Ordnung, sorgen aber – wie auch das Bonusmaterial (u.a. verpatzte und nicht verwendete Szenen) – nicht für Begeisterungsstürme. 

Wer es gerne etwas derber hat, wird mit Tammy seine Freude haben. Alle anderen sollten sich auf einen teils respektlosen Film einstellen oder Tammy gleich von vorneherein fernbleiben.