P.T. - Silent Hills [PS4]

Verfasst von Johannes Mayrhofer am 27.08.2014 um 17:03

 

7780s Studios präsentieren:

 

Nicht sonderlich aussagekräftig war der ominöse Teaser zu einem Horrorspiel namens P.T., der nebenbei bei der Sony Pressekonferenz auf der Gamescom 2014 gezeigt wurde. Die Form, in der P.T. präsentiert wurde, war ein ziemliches Understatement, stecken doch Regisseur Guillermo Del Toro (Blade 2, Pacific Rim) und der Metal Gear-Erfinder Hideo Kojima dahinter, der bei der Konferenz sogar anwesend war, P.T. aber nicht präsentierte. P.T. ist auch nicht der richtige Titel des Spiels, dessen Hauptrolle der Walking Dead-Schauspieler Norman Reedus übernehmen wird. P.T. steht wortwörtlich für Playable Teaser. Schon der Anfang des Spiels gibt einen Hinweis, worum es eigentlich geht. Es wird das Logo der 7780s Studios eingeblendet. 7780 ist die Postleitzahl des japanischen Ortes Shizuoka, was man mit „ruhiger Hügel“ übersetzen kann. Hängt man das „S“ hinter der Postleitzahl an den ruhigen Hügel, wird aus Silent Hill plötzlich Silent Hills.

 

Spannung pur

 

Zu Beginn des spielbaren Teasers wachen wir in einem leeren, kargen, unfreundlichen Raum auf. Aus der Ego-Perspektive beobachten wir eine Kakerlake, die knapp vor uns vorbeistreunt. Nachdem der Protagonist und damit wir aufgestanden ist, überlässt uns P.T. die Steuerung. Wir werden quasi ins kalte Wasser geschmissen, denn mit solchen dekadenten Extras wie einer Erklärung, was denn eigentlich zu tun ist, hält sich der spielbare Teaser nicht auf. Wir verlassen den Raum. Vor uns ist ein Gang. Leer, aber verwahrlost und von einigen Lampen an der Wand erhellt. Wir gehen weiter. In einer Nische steht ein Wecker. Es ist 23.59 Uhr. Wir trauen uns kaum weiterzugehen. Wir wissen ja nicht, was uns hinter der nächsten Ecke erwartet. Ein Jump Scare? Es könnte buchstäblich alles sein!

 

 

Horror-Looper

 

Ziemlich angespannt schleichen wir zur Ecke des Ganges. Eine weitere verschmutzte Nische mit einem Telefonhörer und verschiedenen Bildern. Um die Ecke geht der Gang weiter. Es gibt drei Türen. Eine führt ein paar Treppenstufen hinab. Eine scheint aus dem Haus zu führen, hinter den Fenstern herrscht stockfinstere Nacht. Eine Tür führt zu einem versperrten Raum. Im Bereich vor der Haustüre ist eine weitere und letzte Nische mit einem Radio und dem Bild eines Ehepaars. Aus dem Radio hören wir von einem Mordfall. Ein Vater hat seine Familie grausam umgebracht. Wir gehen die wenigen Treppenstufen zur nächsten Tür. Als wir durchtreten finden wir uns... wieder am Anfang des Ganges. Wir sind scheinbar in einer Endlosschleife gefangen! Wir werden diesen Kreislauf noch viele Male durchleben, bis wir schließlich die Rätsel des Ganges gelöst haben. Manchmal ändern sich kleine Details, etwa findet sich irgendwo eine neue Schmiererei an der Wand oder eine Tür ist plötzlich unversperrt und manchmal wandelt sich die komplette Wahrnehmung.

 

Schnipsel-Suche

 

In dem Gang gilt es den mysteriösen Ereignissen um den Mord auf die Spur zu kommen. Was alles in dem Gang und dem Badezimmer passiert, sei an dieser Stelle nicht verraten. In den meisten Fällen ist es weniger, als wir uns ausmalen, wodurch wir auf einem konstant hohen Suspense-Level gehalten werden. Wenn dann doch etwas passiert, trifft es uns trotz der Anspannung mit voller Wucht. In dem Level sind sechs Schnipsel eines Bildes verteilt. Diese sind in der detaillierten Umgebung enorm schwer zu finden und nicht hervorgehoben. Ihr müsst genau an der richtigen Stelle das Bild fokussieren. Was übrigens das einzige ist, was ihr tun könnt. Wer glaubt, er könnte gegen die Geister kämpfen, hat sich geschnitten. Abseits der Papier-Schnipsel müssen einige andere Ereignisse beobachtet oder gelöst werden, damit sich schließlich die Haustür öffnet und den mittlerweile bekannten Trailer zu Silent Hills freigibt.

 

 

Fazit: Wer braucht schon schlaf?

 

Silent Hill hat mich damals mit seinen Rätseln in den Wahnsinn getrieben. Daran ändert auch P.T. nichts, bei dem man auf so kleine Details achten muss, während die Spannung einfach nicht nachlässt, schließlich könnte jeden Moment irgendein Geist in die Kamera springen. Die Ego-Perspektive tut dem spielbaren Teaser auf jeden Fall gut, die Spannung steigt damit ins Unermessliche. Wie viel der Teaser letztendlich mit dem eigentlichen Spiel zu tun haben wird, ob auch dieses komplett in der Ego-Perspektive gespielt werden wird und ob die Spekulationen stimmen, dass es exklusiv für Sonys Project Morpheus erscheinen wird, wird sich zeigen. Sollte das Spiel eigentlich für eine Virtual Reality Brille vorgesehen sein und den Stil des beibehalten – Herzinfarkte wären garantiert!

 

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