Gamescom 2014 – Assassin's Creed Rogue [PS3]

Verfasst von Johannes Mayrhofer am 22.08.2014 um 09:12

 

Logbuch: Mai 1755

 

Es ist kalt. Wir schreiben den Mai des Jahres 1755, als wir mit unserem Schiff, der stolzen und bis an die Zähne bewaffneten The Morrigan im Nordatlantik auf Konfrontationskurs gehen. Zwischen all dem Weiß des Eismeeres und den treibenden Eisschollen verstecken sich dunkle Punkte. Feindliche Schiffe, die nur allzu bereit für die Schlacht sind, wie der berstende Eisberg vor uns beweist, der soeben eine volle Breitseite abgekriegt hat.

 

Ölteppich im Eismeer

 

Ehe wir genau wissen, was eigentlich los ist, tobt um uns eine tödliche Seeschlacht. Nur gut, dass wir nach zahlreichen Stunden Assassin’s Creed 3 und Black Flag zu waschechten Seebären herangereift sind und uns sofort zurechtfinden. Das simple Ziel unseres Templers Shay: Vernichte die französische Flotte! Das Segeln funktioniert dabei genauso gut wie in Black Flag, allerdings hat die Morrigan noch zusätzliche Überraschungen für feindliche Schiffe parat. Über das Achterdeck lässt sich nämlich Öl ins Meer gießen. Brennendes Öl, um genau zu sein, das verfolgenden Schiffen einen warmen Empfang bereitet und sich als durchaus praktisch herausgestellt hat.

 

 

Eine tödliche Begegnung

 

Als die kleine Flotte nicht mehr auf den Wellen sondern am Grunde des Nordatlantik weilt, gibt uns die Karte ein neues Ziel in der Ferne. Gewendet und mit voller Kraft in eine Meerenge gesegelt, die vom Eis fast komplett zugefroren ist. Glücklicherweise verfügt die Morrigan über einen stattlichen Rammbock, mit dem es sich elegant durch das Eis pflügen lässt. Kurz nach der Meerenge werden wir von einem größeren Kriegschiff überrascht, das mit seinem Eisbrecher unser Schiff empfindlich erwischt. Es kommt zum Entern, ein wilder Kampf entbrennt an Deck. In typischer Assassin’s Creed Manier wird geblockt, gekontert, getötet, bis uns plötzlich ein Assassine gegenüber steht. Zumindest trägt er die typische Kapuze und blockt auch sehr erfolgreich all unsere Versuche, ihm das Leben zu nehmen. Es ist peinlich, aber der Assassine gewinnt schließlich. 

 

Weiß, groß, hungrig, sucht unachtsame Templer

 

Neugeladen, wir finden uns vor der Meerenge wieder. Durchgepflügt, diesmal erwarten wir das Kriegsschiff, schlagen hart ein und entkommen dem ‚Überraschungsangriff’ um Haaresbreite. Demoralisiert von der Niederlage gegen den Assassinen soll der große Kahn diesmal aus der Distanz auseinander genommen werden. Der Plan geht auf, besonders das brennende Öl zeigt seine Wirkung. Kurz darauf sind auch die Begleit-Schiffe versenkt und die Reise kann ungestört weitergehen. Bevor wir das Ziel erreichen, wartet noch ein kleiner Fußmarsch auf uns. Zwischen verschneiten und eisigen Klippen sind Schiffswracks, auf denen wir turnenderweise unseren Weg finden müssen. Einen Sturz ins Wasser überlebt Shay, es zieht ihm allerdings konstant Gesundheit ab. Am Weg zum Zielpunkt begegnet uns auch ein Eisbär, der per Quicktime-Event bezwungen werden will. Kurz nach dem unverhofften Treffen mit dem Eisbär endet leider auch schon unsere Anspielzeit von Assassin’s Creed Rogue auf der Gamescom 2014.

 

 

Fazit: Seitenwechsel und doch alles gleich?

 

Nach Black Flag auf der PS4 und der Xbox One ist zunächst die Erschütterung groß, wie hässlich Rogue aussieht. Natürlich sieht es nicht schlecht, sondern eigentlich sogar ganz gut aus und doch ist es schockierend, wie sehr wir uns bereits an die Optik der neuen Generation gewohnt haben. Spielerisch hat sich kaum etwas geändert. Shay ist ein Ex-Assassine, der jetzt für die Templer kämpft, sich aber genau wie seine ehemaligen Brüder spielt. Wenn Story und Umfang passen, wird auch mit diesem Old-Gen-Ableger ein spannendes Abenteuer auf uns zukommen.

 

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