Gamescom 2014 – Lara Croft and the Temple of Osiris [PS4]

Verfasst von Johannes Mayrhofer am 20.08.2014 um 15:19

 

Mit Lara Croft and the Guardian of Light ging Square Enix bewusst neue Wege. Drei Jahre bevor die ikonische Archäologin Lara Croft im simpel Tomb Raider benannten Reboot in völlig neue und von den Fans hochgeschätzte Abenteuern auszog, gab es einen kleinen Perspektiven-Wechsel. Aus der Vogelperspektive wurden Rätsel gelöst und Kämpfe bestritten. Auch kooperativ mit einem anderen Spieler. Das simple, aber erfrischende Konzept ging auf und so stürzt sich Lara erneut in ein Vogelperspektiven-Abenteuer. 

 

Ein Rätsel in vier Varianten

 

Um den Vorgängern nochmal zu toppen, dürft ihr in Lara Croft and the Temple of Osiris auch zu viert in die Aventüre stürzen. Der Clou dabei ist, andere Spielerinnen und Spieler können jederzeit ein- und aussteigen und die Rätsel verändern sich je nach Zahl der teilnehmenden Spieler. Laut den Entwicklern könnte man Lara Croft and the Temple of Osiris vier Mal mit immer einem Spieler mehr durchspielen und hätte vier Mal ein neues Spiel vor sich.

 

 

Croft, Carter, Horus und Isis

 

Auf Wunsch der Fans geht es, wie der Name schon vermuten lässt, wieder nach Ägypten. Osiris, der von seinem blutrünstigen Götter-Bruder Set zerstückelt wurde, will gerettet werden. Dazu muss die amazonenhafte Archäologin und Grabräuberin Lara Croft alle Teile einer Osiris-Statue finden und zusammensetzen. Hilfe bekommt sie von höchst prominenter Seite. Neben Archäologen-Kollege Carter kämpfen die beiden Götter Horus und Isis an Laras Seite, wobei natürlich auch im Coop ein Wettstreit um die Punkte entsteht. Mit diesen kann der eigene Charakter aufgerüstet werden.

 

"Wir springen auf drei!"

 

Spielt man alleine, erlernt Lara alle Fähigkeiten, die zum Lösen der Rätsel benötigt werden. Auf der Gamescom 2014 durften wir zu viert antreten, wodurch die Fähigkeiten auf die Figuren aufgeteilt werden. Zusammenarbeiten wird dadurch Pflicht. Lara etwa kann mit ihrem Greifhaken Mitspieler Wände hochziehen oder Abgründe überbrücken, die Ägypter wiederum können Energieschilde erzeugen oder magische Schalter betätigen. Die Rätsel reichen von ‚Jeder Spieler muss auf einen anderen Schalter’ bis ‚ein Spieler betätigt einen Schalter, der zwar einen neuen Weg freigibt, aber auch Stacheln ausfährt, die alle anderen Spieler aufspießen, außer diese hüpfen abgesprochen im richtigen Moment auf die nächste Plattform’. Damit das Spielgeschehen nicht zu eintönig wird, gibt es auch stressige Passagen, in denen man in einstürzenden Ruinen wegläuft. Stirbt einer der Vier, kann er bei seinen Kollegen respawnen.

 

 

Fazit: Empfehlung für Mehrspieler

 

Natürlich muss man sich mit dem Top-Down-Spielprinzip dieses Tomb Raider Spin-Offs anfreunden können, da das Spiel dadurch auf den ersten Blick simpler wirkt, als es eigentlich ist. Besonders als Mehrspieler-Titel fährt Lara Croft and the Temple of Osiris aber zur Höchstform auf, denn gemeinsam gegen das alte Ägypten und dennoch im Wettstreit um den Highscore macht Laras Abenteuer auch aus der Vogelperspektive Spaß. Lustig dürfte Lara Croft and the Temple of Osiris auch alleine sein, Kernstück und Highlight ist aber sicherlich der Vier-Spieler-Modus.