Gamescom 2014 – Mittelerde: Mordors Schatten [PS4]

Verfasst von Johannes Mayrhofer am 18.08.2014 um 18:23

 

Mordor in Köln

 

Während das Silmarillion nicht so schnell verfilmt werden wird, weil die Rechte dafür nicht verkauft werden, bietet Tolkiens reiche Mythologie dennoch genügend Platz für weitere Geschichten. Eine erzählt Warner Interactive im Videospiel Mittelerde: Mordors Schatten, das wir auf der Gamescom 2014 anspielen konnten.

 

Rache ist ein Gericht, das am besten in Mordor serviert wird

 

Mittelerde: Mordors Schatten spielt zwischen den Hobbit- und den Herr der Ringe-Filmen und erzählt vom Wiedererstarken der dunklen Mächte in Mordor. In Saurons Reich war es jahrhundertelang mehr oder weniger ruhig, während Waldläufer die Grenzen bewachten. Nach den Ereignissen im kommenden Blockbuster Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere sind die finsteren Kräfte zurückgekehrt, die Waldläufer an den Grenzen wurden überrannt und sind alle tot. Auch der Waldläufer Talion gehört zu den Opfern, doch ihm ist noch keine Ruhe gegönnt.

 

 

Zwei ziemlich beste Freunde

 

Mit dem geisterhaften Celebrimbor sinnt der Waldläufer auf Rache. Celebrimbor war einst jener Elbenschmied, der mit Sauron gemeinsam die Ringe der Macht schmiedete, bevor er dessen heimtückischen Plan und Verrat erkannte. Gemeinsam ziehen Talion und Celebrimbor in einen Guerilla Krieg gegen die Orkhorden, wobei Talion von den Kräften und Mächten des Geister-Elben profitiert. In bruchstückhaften Erinnerungen erfahren die Spieler so, was sich einst zugetragen hatte und wie es zu den Ringen der Macht kam. Eine weitere wichtige Figur ist übrigens Gollum, der in Celebrimbor den Urheber seines Schatzes erkennt.

 

Nemesis

 

Um Saurons Armeen zu unterwandern, können Talion und Celebrimbor von Orks Besitz ergreifen. Das Ziel des Spiels ist es, eine Führungsschicht von Orks zu unterwandern, um Zugang zu deren Anführern zu bekommen. Erfrischend neu ist dabei das Nemesis-System. Hat Talion mit einem Ork eine Begegnung und trifft er ihn im Verlauf seines Abenteuers erneut, hat sich auch dieser Ork entwickelt, verändert, verbessert, er könnte sogar zu einem Anführer geworden sein.

 

 

Fazit: Spielt sich fein, Mordor wirkt aber etwas monoton

 

Auf der Gamescom wurden wir in einem Areal abgesetzt und konnten uns einen Ork aussuchen, den wir ‚übernehmen’ wollten. Jeder der Ork-Bosse hat dabei unterschiedliche Stärken und Schwächen, die man als Talion zum eigenen Vorteil ausnutzen sollte. Für einen Ork-Boss muss man nur Chaos in dessen Basis anrichten, um seinen Zorn auf sich zu lenken, einen anderen lockt man etwa aus der Reserve, indem man seinen besten Freund bedroht. Ja, auch Orks haben so etwas wie Freundschaften. Beim Anspielen hat vor allem die Steuerung gut und intuitiv funktioniert. Wer eines der Arkham-Spiele kennt, weiß in etwa, wie Talion kämpft. Es wird im richtigen Moment gekontert, angegriffen und spezielle Gegner erfordern besondere Strategien. Auch Celebrimbor kann hilfreich in die Kämpfe eingreifen und etwa Gegner betäuben. Geklettert wird in bester Assassin’s Creed Manier, Stürze überlebt Talion dank seiner geisterhaften Kräfte auch aus höchster Höhe. Was aber kritisch anzumerken ist, sind die etwas monotonen Landschaften. Es bleibt zu hoffen, dass Mordor im richtigen Spiel mehr Abwechslung bietet, als die ewig gleichen grauen Felsen und Wiesen, die wir beim Anspielen gesehen haben.

 

Mittelerde: Mordors Schatten wird am 7. Oktober 2014 für die PlayStation 3, die PlayStation 4, die Xbox 360, die Xbox One und den PC erscheinen.

 

Bestellen bei Amazon.de: