Gamescom 2014 – Bayonetta 2 [Wii U]

Verfasst von Johannes Mayrhofer am 18.08.2014 um 17:32

 

Gamescom 2014: Hands on Bayonetta!

 

Nintendo hat ein großartiges Angebot an putzig wie absurden, aber immer unterhaltsam und qualitativ hochwertigen Spielen, die meist zu kooperativen Runden einladen und die Wii U dadurch oft, vor allem von Core-Gamern, als kinderfreundliche Familienkonsole betrachtet wird. Dass es auch anders geht, hat Nintendo unter anderem mit der Ankündigung, dass Bayonetta 2 Wii U exklusiv erscheinen wird, bewiesen. Eine Ankündigung, die für viele Fans des ersten Teils ein ernsthafter Grund sein dürfte, sich eine Wii U zuzulegen, falls sie nicht bereits eine besitzen. Übrigens für jene, die den wahnsinnig absurden aber spielenswerten ersten Teil nie gespielt haben, hat Nintendo den Vorgänger in aufgehübschter Version als Bonus dazu gepackt.

 

Eine Hexe gegen den Rest der Welt

 

In Bayonetta geht es um die gleichnamige und äußerst stilsichere Hexe, die sich mit den Mächten des Himmels anlegt. Einer der Höhepunkte des Spiels ist das außergewöhnliche Design der himmlischen Heerscharen, die wie groteske, lebendig gewordene Stein-Statuen aus Barockkirchen mit ihren vergoldeten Waffen auf die wehrhafte Hexe losgingen, wobei die Endgegner in Form von Erzengeln nicht nur fordernd sondern auch inszenatorisch besonders großartig waren und wie lebendig-gewordene Manga-Figuren wirkten. Kurz zusammengefasst: Bayonetta ist ein absurdes und bis ins kleinste Detail durchkonstruiertes schrilles Hack and Slay im Stil der Devil May Cry Serie, was kein Zufall ist, steckt doch Hideki Kamiya, der Schöpfer von Devil May Cry, auch hinter Bayonetta.

 

 

Sie ist tatsächlich zurück!

 

Auf der Gamescom 2014 ließ uns Nintendo die sehnsüchtig erwartete Fortsetzung anspielen. Auf den ersten Blick fällt natürlich auf, dass sich die modische Hexe vor allem optisch sehr verändert hat. Sie trägt zwar noch immer ihr enge schwarze Gewandung, doch hat sie sich die Haare geschnitten. Damit hören die Veränderungen auf den ersten Blick aber auf. Sie trägt noch immer zwei magische Pistolen an ihren Absätzen und zwei in den Händen, mit denen sie einen wahren Feuertanz aus Nah- und Fernkampf-Angriffen auf ihre übernatürlichen Gegner loslässt. Hat man den himmlischen Kontrahenten genügend Heiligenscheine vom Haupt geprügelt,  bekommt man auch im zweiten Teil die Möglichkeit einen brutalen Folterangriff zu starten.

 

Von 'Nackabatzis' und langen Haaren

 

Alternativ kann man mit Kombos auch ihre Haare in verschiedenen mächtigen dämonischen Formen beschwören, um Angriffe auf ihre Gegner regnen zu lassen. Das besonders skurrile an der Sache ist: Ihre Gewandung setzt sich aus ihrem magischen Haar zusammen. Verwendet sie ihre mächtige Haarpracht nun zum Kämpfen, kann sie damit ihren Körper nicht mehr gut verhüllen, was wie im ersten Teil bedeutet: Je höher die Combo, desto weniger verhüllt das Haar den Körper.

 

 

Fazit: Neue Plattform, alte Hexe

 

Gekämpft wurde in der Intro-Sequenz auf einem fliegend Kampfjet, was wohl die einzig vernünftige Konsequenz nach dem bombastischen Intro des ersten Teils ist. Währenddessen wurde in kurzen Sequenzen die Spielmechanik erläutert, bevor der Jet abstürzte. Bayonetta hüpfte im letzten Moment auf einen Zug, der von einem mächtigen Engel verfolgt wurde und es kam bereits zum ersten Endboss-Kampf. Danach endete leider unsere Zeit mit Bayonetta 2. Die kurze Intro-Sequenz ist sicherlich nicht ausreichend, um größere Spekulationen über das Spiel anzustellen. Es lässt sich aber schon sagen, Bayonetta ist zurück und sie fühlt sich auch auf der Wii U an, wie sie sich anfühlen soll. Etwas Ernüchterung stellte sich lediglich ein, weil das Spiel mittlerweile einfach nicht mehr den Bonus des neuen und wahnwitzigen Szenarios hat, den der erste Teil zweifelsohne genoss.

 

Bayonetta 2 wird im Oktober 2014 exklusiv auf der Wii U erscheinen.

 

Bestellen bei Amazon: