Gamescom 2014 – Evolve [PC]

Verfasst von Johannes Mayrhofer am 14.08.2014 um 19:55

 

Be the boss!

 

Am 2K Stand in der Business-Area der diesjährigen Gamescom hatten wir die Chance, den ungewöhnlichen Multiplayer-Shooter Evolve anzuspielen. Hinter dem Titel stecken die Turtle Rock Studios, die sich in Mehrspieler-Kreisen mit dem Zombie-Survival-Titel Left 4 Dead einen Namen machen konnten. Mit Evolve verlassen sie unsere Sphären und wenden sich fremdartigen Planeten und Monstern zu. Ein Team von vier Jägern macht auf einem Planeten Jagd auf ein gigantisches Monster. Der Clou dabei: Sowohl Monster als auch Jäger werden von Menschen gespielt, es handelt sich also um 4 versus 1 Kämpfe.

 

Klassenkampf

 

Das Jäger-Team setzt sich aus unterschiedlichen einzigartigen Charakteren zusammen, die jeweils eigene Waffen und Fähigkeiten haben und in Klassen unterteilt sind. Medics heilen das Team, Trapper stellen dem Biest Fallen, Soldaten sind mittlere Allrounder, während der Support mit großem Geschütz auffährt. Auf Monsterseite konnte man auf der Gamescom entweder den Kraken oder den Goliath spielen. Hat man sich für einen Jäger oder ein Monster entschieden, kann man sich noch mit Perks spezialisieren. So heilen sich die Jäger langsam selbst, Teilen mehr Schaden aus oder können besser einstecken, während man auf Monster-Seite aus einer Vielzahl an Angriffen drei auswählt.

 

Auf den PCs waren die Klassen bereits vorgegeben. Gespielt haben wir vier Partien, wobei nach jeder Runde ein Sitzplatz rübergerutscht wurde, damit wir Einblick in verschiedenen Klassen bekamen. Ich hatte auch die Möglichkeit ein Monster zu spielen und entschied mich für Goliath, zunächst aber meine Erfahrungen als Jäger.

 

 

Jäger...

 

Als Jäger startet man die Runde im freien Fall. Der Sturz wird dank Jetpack ohne Schaden überlebt. Der praktische Rucksack ermöglicht auch Double Jumps und Dashes, was allerdings Energie verbraucht, die sich nur langsam regeneriert. Nach der Landung gilt es zuerst das Monster ausfindig zu machen. Das geht beispielsweise, indem man Spuren wie aufgescheuchte Vögel verfolgt. Schlüpft ein Jäger in die Rolle der taffen Maggie, profitiert das gesamte Team von deren Sidekick Daisy. Daisy ist ein gezähmtes Monsterhündchen, das einerseits verwundete Jäger heilen kann, andererseits die Fährte vom Ungeheuer aufnimmt. Sollte man das Ungetüm also nicht finden, muss man eigentlich nur Daisy nachlaufen. Die Klassen spielen sich merkbar unterschiedlich und für den Erfolg sollten sie unbedingt gut kombiniert werden und zusammenspielen. Fallenstellerin Maggie etwa kann das Biest zwar für 45 Sekunden in einem begrenzten Areal einsperren. Das bringt aber nichts, wenn nicht Support und Soldier mit großen Waffen unterstützend aus allen Rohren ballern.

 

oder Gejagter!

 

Auf Monsterseite spielt man nicht aus der Ego-Perspektive, sondern in der Third-Person. Während die Jäger landen, muss man als Monster erst Nahrung zu sich nehmen, um stärker zu werden. Dazu kämpft man mit kleinen Tieren und frisst sie anschließend. Als Monster kann man drei Stufen aufsteigen, wodurch man mächtiger wird. In der Runde, in der ich als Goliath spielte, hatte ich Schwierigkeiten das richtige Timing für Essen, Flucht und Kampf zu finden, was aber wohl mit ein wenig Erfahrung zu meistern ist. Oft ist es als Monster nämlich deutlich klüger, das Weite zu suchen und sich zu regenerieren, als sich verbittert und verbissen in einen gefährlichen Kampf zu begeben, der dann tödlich endet.

 

 

Fazit: Teamplay Pflicht!

 

Wirklich gelungen ist, wie unterschiedlich sich die einzelnen Charaktere, aber auch Jäger und Monster spielen. Da die Waffen nicht einfach nur in ihrer Stärke variieren, sondern auch ganz unterschiedlich gespielt und eingesetzt werden müssen, sind die Jäger zum Teamplay gezwungen. Ein gut eingespieltes Team, das sich abspricht, kann dem Monster aber ordentlich zusetzen und es koordiniert durch die Landschaft jagen – selbst wenn die Jäger das Gelände noch nicht gut kennen. Gelingt es dem Monster jedoch bis zu Level 3 aufzusteigen, weil die Jäger zu unorganisiert sind und den Koloss nicht finden, entsteht ein wahrer Bosskampf, bei dem die Jäger ihre Schwierigkeiten haben. Unsere Stunde Spielzeit hat uns zwar noch nicht alle Charaktere, Monster oder Perks gezeigt, aber einen guten Eindruck vond er Dynamik des Gameplays hinterlassen. Und dieses macht definitiv Lust auf mehr!

 

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