Gamescom 2014 – The Evil Within [PS4]

Verfasst von Johannes Mayrhofer am 14.08.2014 um 00:55

 

Wo sind nur die alten Resident Evils hin?

 

Das Horror-Genre hat sich in den letzten Jahren in eine Richtung entwickelt, die nicht allen Fans gefallen hat. So auch nicht dem Resident Evil Schöpfer Shinji Mikami, der mit The Evil Within ausrückt, um die Angst zurück in die Wohnzimmer zu holen. Am Bethesda-Stand der Gamescom 2014 gab es die Möglichkeit in den Gruselschocker hineinzuspielen, was wir uns natürlich nicht nehmen lassen haben. Die kurze Anspiel-Session hat immerhin einen guten Eindruck der Spielmechanik gegeben.

 

Lauf, Sebastian, lauf!

 

Hauptcharakter Sebastian Castellanos findet sich vor einem alten Herrensitz. Als Spieler dürfen wir die alten Tore aufstoßen und die Eingangshalle des Anwesens betreten. Vor unseren Augen wird eine Gestalt von einer anderen durch Flügeltüren gezerrt, die zufallen und uns aussperren. Ziel dürfte es wohl sein, diese Türen ins weitere Innere aufzubekommen, doch soweit ist es in der kurzen Demonstration leider nicht gekommen. Wir rütteln an Türen, die versperrt sind und finden uns schließlich in einer stattlichen Bibliothek. Das Licht flackert, zwei Geister kommen in den Raum. Schnell die Waffe im Menü gewählt und gezückt, wobei das Spiel nicht pausiert sondern lediglich verlangsamt und dem Wesen in den Kopf geschossen. Dieses ist allerdings unbeeindruckt und setzt seine Jagd fort. Nicht alle Gegner reagieren auf unser Blei – bei manchen ist Rückzug die beste Verteidigung.

 

 

 Trial and Error

 

Umdrehen und weggelaufen, die beiden Biester hinterher. Ein langer Gang, es macht laut Krach, wir sind mit voller Geschwindigkeit in eine Sprengfalle gelaufen. Aber wir leben noch, auch wenn das vielleicht der richtige Zeitpunkt für heilendes grünes Gel wäre. Der neue Plan ist, um die Ecke zu laufen und sich vor den Monstern zu verstecken. Doch so soll es nicht passieren, denn im nächsten Gang krachen hinter uns zwei Türen auf und offenbaren einen mächtigen Fleischwolf, der uns ansaugt. Kurz darauf lernen wir den Todesbildschirm kennen. Auch schön. Neuladen, wir beginnen wieder in der Eingangshalle. Aus Fehlern lernt man und so werden diesmal die Geister umschlichen, die Sprengfalle deaktiviert und als wir auf den Fleischwolf zurutschen, zerschießen wir den Motor. Das wäre überlebt.

 

Allerlei Verstörendes

 

Des Weiteren finden wir in der Demo Zahnräder, die Möglicherweise die Hallentüre öffnen könnten, ein geöffneten menschlichen Schädel in dessen Gehirn wir herumstochern können und Gegner, die wir tatsächlich mit Pistole und Schrotflinte blutig in ihre Einzelteile zerlegen. Eine Parallelwelt hinter einem Spiegel gibt in der Demo wie auch Sebastians Visionen Rätsel auf. Dann ist die Anspielzeit am Bethesda-Stand leider auch schon vorbei und wir müssen den Platz für die nächsten Gruselfans räumen.

 

 

Fazit: Old School und gut!

 

Viel von den Hintergründen oder dem Umfang des Spiels haben wir natürlich nicht gesehen, einen ersten Eindruck der Spielmechanik konnten wir aber definitiv gewinnen. The Evil Within erinnert in seinem Spielfluss  an Survival-Klassiker, ist aber durch die Möglichkeiten der neuen Technik in eine schöne Grafik eingebettet. Veraltert wirken vor allem auch die Ladezeiten, die in dieser Version doch noch ziemlich lange waren. Ebenfalls von den Vätern des Genres scheint übernommen, dass man nicht wirklich weiß, wo es lang geht und so etwas verloren durch die Gänge irrt, was in The Evil Within aber wohl beabsichtigt ist und die Hilflosigkeit in dieser grausamen Welt schön vermittelt. Stimmungstechnisch ist das Spiel auf jeden Fall eine Wucht, allerdings müssen wir uns noch bis 17. Oktober gedulden, denn dann wird der Titel für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und PC erscheinen.

 

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