"The Walking Dead" - Season 1, Episode 2 "Gefangene der Toten"

Verfasst von Johannes Mayrhofer am 21.07.2014 um 17:29

 

Was bisher in der Guten alten Zeit geschah

 

In der ersten Episode Gute alte Zeit erwachte der ehemalige Sheriff Rick Grimes (Andrew Lincoln) aus dem Koma und fand sich in einem Albtraum wieder. Die Welt hatte sich verändert, seine Frau und sein Sohn waren verschollen und die Berge von Leichen waren verglichen zu den wandelnden Toten das geringere Übel. Er traf einen Vater und einen Sohn, die ihn über die neue Weltordnung aufklärten. Auf der Suche nach seiner Familie begab er sich nach Atlanta, wo er den Zombie-Horden nur durch die Flucht in einen Panzer entkommen konnte. Wir erfuhren, dass sowohl seine Frau Lori (Sarah Wayne Callies), sein Sohn Carl (Chandler Riggs) und auch sein ehemaliger bester Freund und Polizei-Kollege Shane Walsh (Jon Bernthal) überlebt haben und bei einer Gruppe Überlebenden verweilen. Shane und Lori scheinen außerdem zueinander gefunden zu haben. Am Ende der Folge empfing Rick, gefangen im Panzer und umgeben von Untoten, einen Funkspruch...

 

Gefangene der Toten

 

Die zweite Folge Gefangene der Toten setzt bei der Gruppe der Überlebenden ein, denen sich Carl, Shane und Lori angeschlossen haben. Ihr Alltag wird gezeigt, sie campen irgendwo am Land. Wachposten suchen den Horizont ab, es wird Wäsche gewaschen. Lori ist im Wald Pilze sammeln. Unheilvoll knackt es im Gebüsch, es ist aber nur Shane, der sie verführt. Sie legt ihre Halskette ab, an der sie wie ein gewisser Hobbit ihren Ehering trägt. Offenbar schämt sie sich für das Folgende. Am Waldboden beginnen sich Shane und Lori zu lieben, das Walking Dead Intro setzt ein.

 

 

Von einem Käfig in den nächsten...

 

Nach dem Intro sehen wir Rick im Panzer. Er hat Funkkontakt zu einem anderen Überlebenden aufgenommen, der ihm den Weg leitet. Rick schnappt sich die Pistole und stürmt los. Am Weg erschießt er einige Zombies, was sich als Fehler herausstellen wird, denn später erfahren wir, dass die lebenden Toten unter anderem von Geräuschen und menschlichem Geruch angelockt werden. Durch Ricks Geballer ist das Hochhaus, in das er per Funk geleitet wurde, bald umzingelt von Zombies. In der Gruppe kommt es zu einem Streit zwischen dem Redneck Merle Dixon (Michael Rooker) und dem Schwarzen T-Bone (IronE Singleton). Merle schlägt T-Bone zusammen und spielt sich als Gruppenleiter auf, bis ihn Rick überwältigen kann und ihn mit seinen Handschellen an ein Rohr fesselt. In der Zombie-Apokalypse gilt nicht das Recht des Stärkeren, es muss zusammen gearbeitet werden!

 

The Slow and the Furious!

 

Vom Dach aus erspähen sie einen Lieferwagen, den sie zur Flucht nutzen wollen. Das einzige Hindernis stellt die Zombie-Horde dar, die durch Ricks Schüsse angelockt wurden. Ein erster Ausbruchsversuch durch die Kanalisation von Glenn (Steven Yeun) und einem weiteren Gruppenmitglied scheitert, also wird ein riskanter Plan geschmiedet. Ein Toter wird zerhackt, Glenn und Rick schmieren sich mit dem Blut des Toten ein und hängen sich Gedärme um, damit die Zombies sie nicht riechen können. Der Plan geht auf, Rick und Glenn wandeln unter den Toten. Die Szene ist durchaus amüsant, da die beiden versuchen die Zombies zu imitieren. Als es zu regnen anfängt, wird die Zombie-Verkleidung allerdings abgewaschen und sie müssen die letzten Meter doch noch kämpfen. Vom Dach aus beobachten T-Bone und die anderen sie. Ihnen ist es außerdem gelungen, kurz Funkkontakt zur Gruppe von Lori, Carl und Shane aufzunehmen. Offenbar gehören die Gruppen zusammen. 

 

 

The Fast and the Furious

 

Um die Zombies vom Hochhaus wegzulocken, steigt Glenn in einen Dodge Challenger. Mit dem Heulen dessen Alarmanlage gelingt es ihm, die Untoten abzulenken, die Gruppe kann mit dem Lieferwagen entkommen. Es liegt an T-Bone, zu entscheiden, ob Merle mitgenommen wird. T-Bone will Merle befreien, verliert allerdings in der Hektik den Schlüssel der Handschellen. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als den verzweifelt schreienden Merle gefesselt am Dach des Wolkenkratzers zurückzulassen. Als er das Flachdach verlässt, versperrt er noch die Tür mit einer Kette. Es stellt sich die Frage wieso? Will er verhindern, dass Zombies zu Merle kommen oder will er verhindern, dass Merle das Dach verlassen kann? Grund genug hätte er nach dessen rassistischen Übergriffen schon, zumal ein aggressiver und jähzorniger Dummkopf auch eine Gefahr für die gesamte Gruppe darstellt. Nach diesem Erlebnis ist Merle auf Rick sicherlich auch nicht gut zu sprechen, womit Merle auch für Rick eine Gefahr bedeuten würde.
Spannend für die Zuschauerinnen und Zuschauer bleibt die Frage, ob Merle von diesem Dach je wieder herunter kommt oder ob wir ihn das letzte Mal gesehen haben.

 

Fazit: Gedärme!

 

Gefangene der Toten heißt die zweite Folge, was verglichen zum englischen Titel Guts höchst euphemistisch ist. In der Episode lernen wir nicht nur viele neue Charaktere und deren Gruppendynamik kennen, sondern in vielen kleinen Details auch viel Neues über die Welt von The Walking Dead. Etwas widersprüchlich scheinen die Intelligenz und die motorischen Fähigkeiten der Zombies zu sein: Als Glenn und Rick vor den Zombies über eine Leiter fliehen, kommen die dummen Geschöpfe nicht nach, als sie über einen knapp 2 Meter hohen Zaun klettern, klettern ihnen die Zombies allerdings problemlos nach. Eine gewisse Intelligenz beweisen die lebenden Toten etwa auch, wenn sie Ziegelsteine nutzen, um Scheiben einzuschlagen. Als spannendstes neues Element muss wohl der rassistische Merle genannt werden – zweifellos unsympathisch und gefährlich, für die Dramaturgie zukünftiger Ereignisse, so er denn überlebt, aber sicherlich höchst interessant. Es bleibt spannend!

 

 

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