Oscar 2014 - Interessante Fakten

Verfasst von Daniel Fabian am 28.02.2014 um 18:32

2. März ist es endlich wieder so weit, die Academy Awards stehen vor der Tür! Bereits zum 86. Mal wird der Oscar verliehen und wir von DVD-Forum.at begleiten euch in der Woche davor, um euch dafür vorzubereiten. Nach dem Start unseres großen Tippspiels, einem Blick auf die großen Verlierer der Oscar-Geschichte, der Frage, was bei den Oscars wirklich zählt und einer Reise in die Vergangenheit der Filmmusik Hollywoods widmen wir uns heute einigen wissenswerten Fakten, die ihr vielleicht noch nicht kennt…

Der Name. Oscar ist eigentlich nur ein Spitzname für die Trophäe, die ursprünglich Academy Award of Merit hieß. Woher der heute so bekannte Spitzname kommt, ist allerdings unklar.

Die Statue. Die Oscar-Trophäe ist 34,29cm groß und wiegt 3,85kg. Seit seinem ersten Auftritt 1929 wurde der Oscar nur 1945 geändert – der Sockel wurde ein wenig angehoben. Dieser soll übrigens eine Filmrolle darstellen, deren fünf Speichen für die ursprünglichen Kategorien standen: Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Techniker und Autoren. Der reine Materialwert beläuft sich übrigens auf ca. 300 US-Dollar.

Die Veranstaltungsorte. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Verleihung mittlerweile des Öfteren verlegt. Die ersten Oscars wurden im Hollywood Roosevelt Hotel vergeben, seit 2002 im Dolby Theatre bzw. ehemals Kodak Theatre. In den Jahren von 1953-1957 wurde die begehrte Trophäe übrigens nicht nur in Los Angeles, sondern auch New York vergeben.

Premiere. Kathryn Bigelow war erst vor wenigen Jahren die erste Frau, die den Oscar für die beste Regie gewinnen konnte, für den Film Tödliches Kommando – The Hurt Locker. Der Pate 2 war das erste Sequel, das mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet wurde. Sidney Poitier war der erste afro-amerikanische Hauptdarsteller, der im Jahr 1963 ausgezeichnet wurde – und der einzige, bis Denzel Washington 2001 den Oscar für Training Day erhielt. Außerdem sorgte Michel Hazanavicius mit The Artist für den ersten Academy Award für den besten Film, der nicht aus einem englischsprachigen Land kommt.

Oscar-Verweigerung. Nach wie vor gilt der Academy Award als die prestigeträchtigste Auszeichnung der Filmwelt. Es sollte also eine Ehre sein, diese in Empfang nehmen zu dürfen. Dennoch gab es in der Geschichte bereits mehrere Gewinner, die den Oscar verweigerten. Dudley Nichols 1936, weil er im Streit mit der Academy lag, George C. Scott 1971, weil er gegen die wachsende Fleischbeschau in der Filmindustrie demonstrierte und Marlon Brando 1973, der aus Solidarität mit der US-amerikanischen Indianerbewegung an seiner Stelle die Indianerin Sacheen Littlefeather vorschickte.

Kontrovers. Filmemacher Michael Moore gewann 2003 den Oscar für seine Dokumentation Bowling for Columbine und nutzte seine Dankesrede, um US-Präsidenten George W. Bush anzugreifen. "Shame on you, Mr. Bush!"

Oscar-Diebstahl. 1938 wurde Schauspielerin Alice Brady mit dem Oscar ausgezeichnet, die aufgrund eines gebrochenen Fußes nicht an der Verleihung teilnehmen konnte. Die Auszeichnung wurde stattdessen von einem Betrüger entgegen genommen, der sich mit der Trophäe aus dem Staub machte und bis heute unbekannt bleibt.

Rekorde. Katharine Hepburn ist die einzige Person vor der Kamera, die ganze vier Oscars gewinnen konnte. Meryl Streep steht momentan bei drei und bei sagenhaften 18 Nominierungen. Je drei Awards gewannen bisher übrigens auch Jack Nicholson (hält mit 12 Nominierungen auch diesen Rekord bei den Männern), Daniel Day-Lewis und Walter Brennan. Die am häufigsten ausgezeichnete Person ist Walt Disney, der neben seinen 26 Gewinnen auch noch 37 weitere Nominierungen verzeichnet – er gewann 1954 übrigens gleich vier Oscars, die meisten, die eine Person bis dato in einem Jahr gewinnen konnte. Kostümbildnerin Edith Head ist die am häufigsten ausgezeichnete Frau – sie konnte acht Oscars gewinnen und wurde weitere 27 Mal nominiert. Greer Garson und Bette Davis sind außerdem die einzigen, die in fünf aufeinanderfolgenden Jahren für einen Oscar nominiert wurden. Und wer schon immer mal wissen wollte, welche Zeichentrickfiguren die meisten Auszeichnungen bekamen: Tom und Jerry gingen bei 13 Nominierungen ganze sieben Mal als Sieger hervor.