Sterling Knight über den Film Starstruck und seinen Werdegang als Schauspieler

Verfasst von Playzocker am 04.05.2010 um 00:00

Sterling Sandmann Knight wurde am 5. März 1989 in Amerika geboren und hat bereits in jungen Jahren am Theater gespielt. 2005 war er in seinem ersten Film zu sehen, seitdem hat er auch an mehreren TV-Serien wie "The Closer", "MacKenze Falls" oder Sonny with a Chance" mitgewirkt. Im Kino war er unter anderem mit dem Film "17 Again" vertreten.
In Kürze wird der Disney Channel Film Starstruck in Deutschland auf DVD veröffentlicht – zu diesem Anlass haben wir per Telefon ein Interview mit Sterling Knight führen können.



Stell dich bitte unseren Lesern kurz vor.

Hey, ich bin Sterling Knight... (lacht)

Könntest du uns etwas mehr darüber erzählen, wie du auf die Schauspielerei gekommen bist? Hast du eine Schauspielschule besucht?

Ich war schon ein Theatertyp, als ich aufgewachsen bin. Es war einfach etwas, das ich aus Spaß gemacht habe. Dann war das für mich eine natürliche Entwicklung das Hobby zum Beruf zu machen. Es gibt einen Unterschied zwischen Theater- und Filmschauspiel und ich wollte mehr über das Filmschauspiel erfahren. Also hab ich eine Menge gelernt, bin nach Los Angeles gezogen und habe angefangen, mich bei Castings zu bewerben. Dreienhalb bis vier Jahre später habe ich dann endlich einen Job bekommen.

Du hast also auch am Theater gespielt. Gibt es für dich einen großen Unterschied zwischen dem Schauspiel am Theater und für einen Film?

Definitiv! Im Theater gibt’s keine Nahaufnahmen. Du musst sicherstellen, dass auch die Leute in der hinteren Reihe dich fühlen können und deine Emotionen mitbekommen. Bei Filmen kann man vieles einfacher zusammenpacken und mit wesentlich subtileren Gesten arbeiten. Wenn du in einer Nahaufnahme bist und den Gesicht auf der Leinwand auf 10-12 Fuß aufgeblasen wird kann allein die Art, in der du deine Augenbraue bewegst einen großen Unterschied machen. Alles wird wesentlich subtiler.

Außerdem hast du im Theater vor jeder einzelnen Szene wenig Vorbereitungszeit und musst deine Rolle von Anfang bis Ende durchziehen. Wie sehr hilft es, dass bei Filmen geschnitten wird?

Vom Standpunkt des Merkens aus hilft dies enorm. Im Theater muss man das gesamte Skript auswendig können und musst sicherstellen, dass du deinen Text kannst aber auch mit dem Text der anderen vertraut sein um, sollte jemand eine Textzeile verpatzen oder vergessen, einspringen zu können und es so wirken zu lassen, dass alles nach Plan verläuft.

Wer oder war war deine große Inspiration, die dich zu der Entscheidung gebracht hat, Schauspieler zu werden?

Für mich gab es eigentlich keine Inspiration. Es war etwas, das ich immer gemacht habe. Ich habe zwar auch Sport und anderes gemacht aber ich hatte auch immer ein Stück, war immer am Schauspielen. Ich habe es geliebt – und sein Geld mit etwas zu verdienen, das man gerne macht fühlt sich so an, als müsse man gar nicht arbeiten. Und wer möchte nicht durch sein Leben gehen, ohne jemals gearbeitet haben zu müssen. (lacht)

Du hast an TV-Serien, TV-Filmen und Kinofilmen mitgewirkt. Wo liegen die Unterschiede bzw. Vor- und Nachteile der jeweiligen Formate und wo fühlst du dich am meisten wohl?

Ich liebe den Prozess des Filmemachens. Im Prinzip ist dieser Prozess für das Kino und das Fernsehen gleich. Der einzige große Unterschied ist das Geld, das für das Projekt zur Verfügung steht. Als Schauspieler kriegt man das Budget nicht wirklich mit. Einige Filme haben einen deutlich langsameren Drehplan, wesentlich mehr Freizeit und mehr Zeit um alles vorzubereiten. Bei einer TV-Serie ist das Tempo wesentlich höher, eine Episode wird oft in zwei Tagen abgedreht.

Was magst du persönlich am meisten daran, ein Schauspieler zu sein?

Für mich ist es die Tatsache, so tun zu können, als ob man jemand anders wäre. Diese extrem übertriebene Art, etwas „vorzutäuschen“. Auf eine gewisse Art ist das etwas kindisch. Ich habe mich immer schon über etwas anderes, durch ein Medium, wesentlich deutlicher ausdrücken können. Die Schauspielerei ist mein Medium.

Die Disney Channel Komödie Starstruck wird in Kürze auf DVD veröffentlicht. Warum glaubst du, dass Leute den Film mögen werden und warum sollen Leute sich den Film ansehen?

Es ist eine unterhaltsame Mischung aus Musik, Abenteuer, Romantik und Komödie. Eine Art Film, die Disney noch nicht allzu oft gemacht hat. Es ist ein optimistischer, lustiger Film von dem ich glaube, dass er von vielen Leuten gemocht und auch für seine Einfachheit geschätzt wird. Es gibt keine Schießereien, keine Explosionen, alles bleibt nahe am Leben und damit ist der Film etwas Neues für Disney. Dieser Sinn für Realismus ist auch, warum ich mich so zu dem Film hingezogen fühle.

Die DVD wird eine „Extended Edition“ des Films enthalten. Weißt du, welches Material auf der DVD neu sein wird und um wie viel die Fassung länger ist als die Originalversion?

Ich weiß nicht genau, um wie viel die Fassung länger sein wird aber ich weiß, dass wir ein paar erweiterte Musiksequenzen haben. Außerdem gibt es einen Song, den man auf dem Soundtrack hören konnte aber nicht im Film. Wir haben eine große Musiksequenz für diesen Song gedreht, die eine Menge Spaß gemacht hat zu drehen und ich finde, dass es ein sehr witziger, einprägsamer Song ist. Ich glaube, dass auch die Singalong-Songs ein witziges Feature der DVD sind. Da bekommst du den Text mit auf den Bildschirm und kannst selbst mitsingen, was viel Spaß macht.

Wird die „Extended Edition“ von Starstruck auch etwas mehr Charakterzeichnung bieten oder werden nur die Musikpassagen erweitert werden?

Ich weiß nicht, ob wir erweiterte Dialoge haben. Das Skript an sich war recht dicht, was es nicht notwendig gemacht hat, eine Menge zusätzliches Material zu drehen. Das war toll. Es kann sein, dass nur die Musikszenen erweitert wurden, aber die sind wirklich schön gefilmt worden.

Während der Produktion von Starstruck, was hast du am meisten genossen und was war die größte Herausforderung für dich?

Eigentlich ist das das Selbe. Mir hat das Singen am besten gefallen, einfach weil es eine Herausforderung war. Das war auch das Schwierigste an der Produktion. Ich war sehr nervös und sehr ängstlich, denn der Charakter, den ich spiele, macht dies schon sein ganzes Leben und ich musste glaubwürdig rüberkommen und es so aussehen lassen als würde ich wirklich wissen, was ich tue.

Bist du mit dem Ergebnis zufrieden?

Ja, ich finde, dass alles wirklich gut gelungen ist. Besonders, wenn man die näheren Umstände bedenkt und wie wenig Vorbereitungszeit ich hatte. Ich habe das Skript eine Woche vor Drehbeginn gelesen, also bin ich wie ein Verrückter herumgelaufen um alle aufzuholen. Aber ich finde, dass alles gut gelungen ist und ich bin stolz auf das Ergebnis.

Nachdem wir gerade über die „Extended Edition“ des Films gesprochen haben – was denkst du über das Erweitern von Filmen für die Heimkinoversionen generell?

Ich mag es! Ich finde, dass Filme oft nicht lang genug sind. Es werden viele Sachen ausgelassen, die ich gerne gesehen hätte. Ich mag es also, wenn sie die Filme erweitern und neues Material einfügen, eine neue Szene zum Beispiel oder in einer anderen Szene den Dialog erweitern. Wenn jemand einen Director’s Cut oder etwas ähnliches bringt gefällt mir das meistens sehr gut.

Was sind deine Pläne für die Zukunft? Was werden wir in der nächsten Zeit von dir sehen können?

Hoffentlich werdet ihr alles sehen. Ich strenge mich immer an, einen neuen Job wie eine Filmrolle zu bekommen also ... hoffentlich bekomme ich bald wieder einen Job.

Also hast du keine Pläne a la ‚Wir drehen Film XY in einenhalb Wochen’?

Nein, so etwas in der Art habe ich momentan nicht. Ich bemühe mich einfach, einen neuen Job zu bekommen.

Was ist dein Lieblings-Genre beziehungsweise was würdest du wirklich gerne tun?

Ich würde gerne einen Action-Film machen. Ein Film mit Explosionen, Autorennen, Schießereien und viel Chaos. Ich würde gerne ein Teil dieses Prozesses sein und sehen, wie das alles funktioniert.

Vielen Dank für das Interview