John Patrick Moran über seinen neusten Streifen Beg und seiner großen Leidenschaft

Verfasst von am 19.06.2009 um 00:00
Ein Interview mit John Patrick Moran von Jesse Connors

 

John Patrick Moran


„Meine Mutter fügte sich. Ich dachte ich wäre glücklich, bis ich 14 Jahre alt war. Unglücklicherweise musste ich warten, bis ich 16 war, um in der Lage zu sein selbst zu den Castings zu fahren“



John Patrick Moran, der Schauspieler und Produzent ist, gab sein erstes richtiges Debüt im Jahr 2001 vor der Kamera in der Komödie „The Princess Diaries“. 2008 folgte der Kurzfilm „The Day the World forgot“, bei dem er diesmal das Sagen hatte und als Produzent agierte. Doch diese beiden Auftritte in Hollywood sollten nicht seine einzigen bleiben. Denn der aus Kalifornien stammende Schauspieler, der schon im zarten Alter von 4 Jahren in einem Werbespot seinen ersten Auftritt absolvierte, ist demnächst in dem Horrorstreifen „Beg“ zu sehen, wo er einen Detektivpartner verkörpert.

Jesse Connors (J.C.): Zu aller erst möchte ich dir danken, dass du bereit bist, ein paar Fragen zu beantworten.

John Patrick Moran (J.P.M): Es ist mir ein Vergnügen, danke.

J.C.: Könntest du dich für unsere Leser vorstellen?

J.P.M: Mein Name ist John Patrick Moran. Ich bin das jüngste von sechs Kindern. Ich komme aus einer Schauspielfamilie. Ich lebe seit 16 wunderbaren Jahren mit meiner Frau in Süd Kalifornien. Ich liebe Tiere und wir haben zwei großartige Hunde. Meine Leidenschaft ist Schauspielern.

J.C.: Denkst du, deine Auftritte in einem Werbespot im Alter von 4 Jahren und dein Gastauftritt bei „Happy Days“ im Alter von 9 Jahren haben dich irgendwie beeinflusst Schauspieler zu werden?

J.P.M: Ich würde sagen ja, aber ich hatte zu dieser Zeit keine Ahnung. In diesem Alter kümmerte ich mich mehr darum mit meinen Freunden zu spielen oder zur Schule zu gehen als zu schauspielern. Also nach meinem Gastauftritt bei „Happy Days“ bat ich meine Mutter mich wieder zurück an meine alte Schule und meine Freunde zu lassen und mich nicht mehr zu Castings zu bringen. Meine Mutter fügte sich. Ich dachte ich wäre glücklich, bis ich 14 Jahre alt war. Unglücklicherweise musste ich warten, bis ich 16 war, um in der Lage zu sein selbst zu den Castings zu fahren. Ich ging zu ein paar Castings bis meine Agentin mich in ihr Büro bat und mir sagte, dass ich Schauspielunterricht brauche. Die Casting Direktoren hatten sich bei ihr zu dieser Zeit über meine Castings beschwert. An diesem Punkt entschied ich mich, dass ich richtig gut und ein großartiger Schauspieler werden möchte. Ich wollte auch nicht, dass sich jemals wieder ein Casting-Direktor über meine schauspielerischen Fähigkeiten beschwert. Ich nahm Unterricht bei einem Schauspiellehre und der brachte mir bei, wie man sich in vielen Momenten natürlich gibt. Ich lernte mit diesem Schauspiellehre für mehrere Jahre, bis ich gut genug war, mich mit top Schauspielern zu messen.

J.C.: 2001 hattest du dein Filmdebüt in dem Walt Disney Film „The Princess Diaries“ als Fotograf/Reporter. Wie waren die Dreharbeiten?

J.P.M: Die Dreharbeiten waren sehr professionell. Die Besetzung und die Mitarbeiter waren sehr nett und es machte Spaß mit ihnen zu arbeiten. Wir drehten am Strand von Malibu Kalifornien. Ann Hathaway, die Hauptrolle in dem Film, war sehr lieb. Es war großartig mit Garry Marshall, dem Regisseur, zu arbeiten und er ließ mich schließlich noch einen weitern Tag kommen, um einige zusätzliche Szenen mit Mandy Moore zu machen - aber diese Szenen kamen nie in den Film rein.

J.C.: Könntest du dir vorstellen, wirklich mal als Fotograf/Reporter zu arbeiten?

J.P.M: Ich könnte mir vorstellen als Fotograf/Reporter zu arbeiten aber ich weiß auch, dass ich nie weit kommen würde. Meine Fähigkeiten zu fotografieren oder zu schreiben sind nicht so gut. Meine Fähigkeiten und Leidenschaften liegen in der Schauspielerei. Das habe ich in all den Jahren gelernt, in denen ich andere Karrieren versuchte.

J. C.: Filme wie „Red“, „White and you“ und „Open House” folgten. Welcher dieser drei Filme ist dein liebster?

J.P.M: Ich würde „Red, White and You“ wählen. Die Geschichte ist perfekt und entspricht dem wirklichen Leben. Die Rolle zu spielen hat Spaß gemacht und sie ist total anders als ich. Es war spitzenmäßig mit dem Regisseur/Autor Chris Engle zu arbeiten. Viele Marines sagten mir, dass ich total wie ihr Marine-Rekrutierer war. Ich war nie beim Militär, also ist das ein riesiges Kompliment so etwas von sogar hochrangigen Marines gesagt zu bekommen.

J.C.: Mit „The Day The World Forgot“ hattest du dein Debüt als Produzent. Was brachte dich dazu, die Seiten zu wechseln und nun hinter der Kamera zu agieren?

J.P.M: Ich tat es eigentlich nur, um dem Regisseur Chris Engle, der auch Regisseur bei „Red, White and You“ war, zu helfen. Es war ein großartiger Film und ich wollte helfen ihn herauszubringen, damit die Leute ihn sehen können.

J.C.: Was gefällt dir besser. Die Arbeit vor oder hinter der Kamera und welches davon ist die größere Herausforderung?

J.P.M: Oh ich bevorzuge die Arbeit vor der Kamera bei weitem. Ich bin als allererstes Schauspieler. Meine ganze Leidenschaft und Begierde steckt in der Schauspielerei. Die größte Herausforderung hinter der Kamera ist es, den Film fertig zu bekommen. Die größte Herausforderung vor der Kamera ist für mich die Rolle zu werden.

J.C.: Dein neuster Film heißt „Beg“. Kannst Du uns schon etwas über die Story erzählen?

J.P.M: Von dem bisschen das ich weiß, wird es wirklich gruselig mit großartigen Wendungen. Die Szenen, die ich zu drehen hatte, waren sehr erschreckend. Ich fühlte mich eigentlich sehr unwohl am Set, weil es so gruselig und beängstigend war. Ich weiß, dass da ein maskierter Killer herumläuft. Die Polizeiabteilung und die führenden Detektive haben es schwer den Killer zu finden.

J.C.: Wie war die Arbeit mit dem Regisseur Kevin MacDonald und den beiden Co-Darstellern Michael Berryman (The Hills Have Eyes, The Devil’s Rejects, Cut & Run) und Tony Todd (Candyman, Final Destination)?

J.P.M: Es war großartig mir Kevin McDonald zu arbeiten. Er kennt wirklich seinen Horror und weiß, wie man eine gruselige Geschichte schreibt. Er war ein wirklicher Profi und wusste, was er wollte und wie er es bekommt. Er ist die Art von Regisseur, wo du darum bittest mit ihm zu arbeiten. Ich hoffe ich werde wieder und wieder mit ihm arbeiten.
Mit Michael Berryman zu arbeiten war wie mit deinem besten Freund zu arbeiten. Man konnte mit ihm großartig über alle Aspekte sprechen. Er war sehr nett und es war ein vergnügen mit ihm zu arbeiten. Er ist ein großartiger Schauspieler und es war für mich erschreckend ihn in seiner Rolle zu sehen.
Leider habe ich nicht viele Szenen mit Tony Todd und bekam keine Chance ihm zu begegnen. Man sagte mir es machte Spaß mit ihm zu arbeiten und er war sehr professionell.

J.C.: Hast du irgendwelche Idole (tot oder lebendig) und wenn ja welche?

J.P.M: Ich würde sagen Carry Grant der Schauspieler. Ich genoss seine Schauspielerei sehr. Ich habe alle Filme gesehen, die er je gemacht hat. Ich liebte den Filmstil und die Schauspielerei der 40er.

J.C.: Gibt es irgendwelche Personen, mit denen du gerne zusammenarbeiten würdest, egal ob als Schauspieler oder Produzent?

J.P.M: Ich würde liebend gerne mit all den guten Schauspielern da draußen arbeiten. Aber wenn ich jetzt einen wählen müsste, würde ich gerne mit Robert Downy Jr. arbeiten. Ich denke er ist ein großartiger Schauspieler und es scheint Spaß zu machen, mit ihm zu arbeiten.

J.C.: Du lebtest eine Weile in der Schweiz. Wie hat es dir dort gefallen und was gefiel dir dort am besten?

J.P.M: Ich liebte die Schweiz. Meine Frau kommt daher. Die Schweiz ist mein zweites Zuhause. Die Menschen dort sind wunderbar. Ich liebte das Essen und die Landschaft. Es mag lustig klingen aber ich mag es, dass du deinen Hund überall mit hinnehmen kannst - sogar in die meisten Restaurants.

J.C.: Wenn ein Anfänger, der vielleicht gerade ins Business als Schauspieler eingestiegen ist, zu dir kommen würde und dich um ein paar Tipps bittet, welchen Rat würdest du ihm geben?

J.P.M: Wenn du es liebst zu schauspielern und darauf begierig bist, höre niemals auf oder las dich auch nicht von jemandem entmutigen. Treibe dich weiter voran. Lerne und übe zu jeder Zeit. Gib niemals auf, egal was!

J.C.: Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus? Werden wir dich auch mal auf dem Regiestuhl bewundern können?

J.P.M: Meine Pläne für die Zukunft sind in so vielen Filmen wie möglich zu sein. Vielleicht falle ich eines Tages in einen Regiestuhl.

J.C.: Noch mal vielen Dank für deine Zeit und deine Antworten.

J.P.M: Gerne geschehen. Danke, dass du mit mir das Interview durchgeführt hast. Ich habe es sehr genossen.


Links zu/über John Patrick Moran und einigen seiner Arbeiten:

IMDb Profil
„Beg“ in der IMDb
Die offizielle „Beg“-Homepage mit Teaser-Trailer
„Beg“ auf MySpace

Das Interview wurde von Jesse Connors geführt.



Quelle: Jesse Connors