Jonas Ball: der Mann, der John Lennon auf dem Bildschirm ermordete

Verfasst von am 14.03.2009 um 00:00

Das Interview wurde uns freundlicherweise von Herbert M. Brindl zur Verfügung gestellt und von Marcel Zybell und Jesse Connors übersetzt.

The Objectives


Ein Interview mit Jonas Ball von Herbert M. Brindl



Letzten Monat traf ich den "größten Niemand", bis er mit einen der größten Persönlichkeiten auf der Welt getötet hat! Durch Kontakte (Danke an Tracy und Sarah) bekam ich die Chance, ein Interview mit John Lennons Mörder Mark David Chapman zu führen.

Wir trafen uns in einem kleinen Ort in LA "Die Spanische Küche". Ob Sie es glauben oder nicht, es ist möglich in LA freundliche und vor allem kompetenten Service zu finden. Wenn Sie jetzt glauben: Wie zum Teufel konnte es passieren, dass Chapman umbemerkt von der Weltpresse aus dem Gefängnis entlassen wurde, dann sind wir hier an einem Punkt angekommen.

Ich habe einen Witz gemacht; Chapman sitzt immer noch in seinem Gefängnis und ließt wahrscheinlich immer wieder "The Catcher in the Rye". Der Typ, mit dem ich mich traf, verkörperte Chapman auf dem Bildschirm, Mr. Jonas Ball, der eine perfekte Performance in "The Killing Of John Lennon" abgab. Selbst die renommierte New York Times lobte seine Leistung als Chapman und schrieb: "Jonas Ball captures the tiniest nuances of obsequiousness and clinging that such people exhibit!", Das ist schon ein Kompliment, nicht wahr?

Das Gespräch wahr sehr interssant und es zeigt auch wie viel Charisma Jonas Ball hat. Er ist sehr aufgeschlossen, aktiv und sehr höflich. Seine Träume sind nicht auf dem dunklen Weg durch das harte Geschäft beschädigt. Es war, als währe er ein alter Freund von mir, den ich seit Jahren nicht gesehen hatte. Er ist sehr konzentriert auf seine Karierre, ein Mann, der weiß was er will, ohne Bitterkeit über das Business, dass so viele alte und Junge Schauspieler in die Stadt der "Gefallenen Engel" gelockt hat. Man findet bei Herr Ball auch nicht diese "Big Shot"-Haltung. Er wählt seine Rollen und Projekte sehr sorgfältig aus. Er hat auch großen Respekt vor den Personen, die in dem Geschäft sind und mit völliger Missachtung und Gleichgültigkeit an die Sache gehen, nur damit man länge über sie redet.

Ich persönlich finde, dass es eine gute Sache ist, wenn man Respekt zeigt und immer höflich bleibt. Jonas Ball ist allerdings keiner von diesen 70er-Jahre-Filmstars, die denken, dass sie jemand sind und dann nur in einem kommerziellen Spot auf dem Bildschirm zu sehen waren ...! Wahrscheinlich sind es auch die Gründe dafür, dass Mr. Ball seine dritte Hauptrolle bekommen hat und bei einem der besten Management-Unternehmen in der Stadt angestellt ist.

Dieser durstige, etwas hart arbeitender Schauspieler ist konzentriert auf die Zukunft und steckt nicht bei alten Göttern und falsche Wahrheiten in der Vergangenheit, wie viele andere die schon so lange vom Jetset träumten und Berühmtheit, dass selbst ihre Träume an einem bestimmten Punkt nicht mehr real waren und zu alt für sie wurden.

Während des Interviews sprachen wir nicht nur über "The killing of John Lennon", sondern auch über seinen kommenden Film "The Objective", bei welchem der Blair Witch Project-Regisseur Regie führte und mit Co-Star Daniel Myrick. Uraufgeführt in Los Angeles am 13. März, ist der Star Jonas Bell als CIA Agent, der nach Afghanistan geschickt wird, um eine mysteriöse Radar Signatur zu erforschen. Mit einem spezial Einsatzteam wagt er sich in einem mittelöstlichem "Bermuda Dreieck" sozusagen und begegnet einer unmenschlichen Bedrohung. Zu guter Letzt sprachen wir über den vor kurzem erschienenen Indie Film "The Blind" bei dem Nathan Silver Regie führte und das gefilmt wurde von Cinematograph Rain Li (Paris je t'aime). Haltet die Augen offen für diesen neuen und kommenden jungen Schauspieler. Möge die Macht mit ihm sein, immer.., denn die Macht ist schon stark in ihm.

Lass mich noch abschließend sagen: "Ich habe den größten Respekt für Jonas Ball, für alles, wofür er steht. Das ist es, was ihn von allen in dieser Stadt unterscheidet!" "Und ja, Jonas, du hast recht, du bist nichts anderes als ein guter Schauspieler! (Besonders bei Soaps :) )



Herbert M. Brindl (HB): Mr. Ball, können Sie uns ein bisschen über die Hintergründe erzählen. Wo sind Sie aufgewachsen und was war der Grund als Schauspieler tätig zu werden?

Jonas Ball (JB): Ich wuchs in Sacramento, Kalifornien auf. Ich mochte es als Kind zu malen und zu zeichnen. Und das ist das, worauf ich mich auf der Highschool konzentrierte. Zum Glück führten mich meine Kunstwerke zu der UCLA, wodurch ich zum Schaupsielen kam. Ich sah alle meine Highschool-Produktionen, aber es war nicht in meiner Komfortzone, jemals etwas davon zu veröffentlichen. Ich sah diese wirklich guten Schauspieler ... und ich wollte ihm einen Schuss geben, doch ich war nicht bereit. Ich erhielt schließlich die Kugel an der UCLA. Mein Kumpel hatte mich zu dem Klub auf dem Campus ermutigt, der Shakespeare las und Leistungs-Gruppen bildete. Sie wurden zu diesem Mischmasch von Studenten mit verschiedenen akademischen Hintergründen, die Shakespeare liebten, intellektuelle ungerade Kugeln. Sie waren die Außenseiter, für mich die Anti-"Theater"-Theater-Gruppe. Der Sprung in Shakespeare war ein großer Crashkurs für mich.

(HB): Was war Ihr erster Job als Schauspieler?

JB: Mein erster bezahlter Job war kommerziell für Heineken, als diese kleinen KEG Dosen zum ersten Mal eingeführt wurden. Ich zog ein Fass einige Treppen. Ich vermute, dass das Schauspielen ist.

(HB): Ihr erster Durchbruch war mit "The Killing of John Lennon", wo sie eine tolle Leistung als Mark Chapman (der Lennon-Mörder) hinlegten. Wie sind Sie an die Rolle gekommen?

JB: Es ist eine großartige und lange Geschichte, ich werde es aber für die Leser kurz versuchen zusammenzufassen. Als ich von der UCLA graduiert wurde und in Hollywood begann, zeigte ein Low-Level-Manager Interesse. Er schickte mich zu einer dieser Verbrechen-Rekonstruktions-Shows. Diese Episode wurde dann in den 70er Jahren auf den Hillside Strangler Case gedreht. Andrew Piddington, der Autor von "THE KILLING OF JOHN LENNON", wurde extra aus England geholt, um bei dieser einen Folge Regie zu führen.

Ich war nicht der Richtige für die Rolle des Verbrechers. Trotzdem mochte Andrew mein Vorsprechen und gab mir die Rolle als Tatverdächtiger und Mann von einer Frau, die ermordet wurde. Ich war für diesen Tag in Handschellen und wurde verhört. Ich machte 500 Dollar und das war's dann. Es war einer dieser Jobs, bei dem man von der Zeit her nicht viel hat.

Vier Jahre weiter - ich bekahm einen Anruf von Rakha Singh (THE KILLING ... Produzent), der mich fragte, ob ich mich noch an Andrew Piddington erinnern kann und ob ich noch im Schauspielgewerbe tätig bin. Er teilte mir mit, dass Andrew ein sehr interessantes Drehbuch geschrieben hat und er mich für eine Rolle haben will.

Das Nächste, woran ich mich noch erinnern kann, war der Flug nach Hawaii, wo man sich nach den perfekten Locations umgesehen hat. Wir sprachen über das Drehbuch und man drehte einige Aufnahmen auf 8mm, die es dann auch in den finalen Film geschafft haben.

Es dauerte dann drei Monate, die Geldgeber davon zu überzeugen, dass ich der "Richtige" für den Job bin. Sie entschieden sich, Andrew ein bisschen von dem Geld zu geben, um einige Aufnahmen in New York mit mir zu machen. Als sie dann das Material sahen, bekam ich den Job.

(HB): Der Film wurde ja in einem Zeitraum von drei Jahren produziert. Wurde auch an den Originalschauplätzen gedreht und wie war die Arbeit mit dem Regisseur?

JB: Wir hatten einige Grenzen (Geld), die uns nicht erlaubten, seine Schritte ohne Ausnahmen zurückzuverfolgen. Aber wir drehten an vielen aktuellen Standorten. Wir haben versucht, so genau wie möglich zu sein.

Ich kann nicht genug über die Arbeit mit Andrew und den ganzen Erfahrungen sagen.

Andrew hat mich im Grunde ins Filmgeschäft eingeführt. Es war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Es war ein komplexer Charakter unter der Obhut eines erfahrenen und gewagten Regisseurs. Diese Möglichkeit hat man nicht oft. Vielleicht ein Mal im Leben ... wenn man Glück hat. Daher war ich sehr glücklich, dass sich unsere Wege kreuzten und ich einen bleibenden Eindruck bekam.

Andrew gab mir das Selbstbewusstsein, das ich für meinen Job brauchte. Ich war bereit eifrig diesen Weg zu gehen, hatte aber trotzdem Angst. Aufgrund seiner Fähigkeit als Regisseur schaffte er es, dass ich mir mehr vor der Kamera zutraute - das steht für mehr Kreativität.

Ich musste mir um Fehler keine Sorgen machen, da ich wusste, dass mich Andrew, wenn ich ins Stocken gerate, immer wieder zurückholt. Ich schätze und respektiere es sehr. Er machte aus mir einen respektierenden Schauspieler, der in der Lage war zu handeln.

Außerdem wurden Roger Eaton, unser Kameramann und ich Freunde. Er hat mich nicht nur gut aussehen lassen sondern ich hatte in ihm auch einen Verbündeten hinter der Kamera. Mein Produzent Rakha stellte immer sicher, dass man sich um mich gut gekümmert hat. All diese erfahrenen Leute haben mir den Job erleichtert. Wir waren eine tolle Mannschaft und ich bin dafür für immer dankbar.

(HB): Lennons Attentäter zu verkörpern war sicherlich ein heikles Thema - für mich eine sehr tapfere Entscheidung, da Yoko Ono Lennon und sein Sohn sich immer noch nicht einig sind und nicht zu vergessen die Millionen von Lennon-Fans auf der ganzen Welt. Hat sich Ihr Verstand dadurch nicht überschnitten, wenn Sie die menschliche Seite des "bösen Chapmans" zeigen?

JB: Ich fühlte mich unter Druck gesetzt das Richtige zu tun. Ich wollte nicht, dass es wie eine schlechte Performance der Woche wirkt.

Mein Instinkt war von Anfang an einen Menschen darzustellen. Ich war nicht daran interessiert, in das langweilige Klischee der Psychose zu fallen. Meine Absicht war es eine Person zu erschaffen, die sich real anfühlt und nicht künstlich. Chapman war sein ganzes Leben lang im normal sein sehr gut, auch wenn er innerlich zerfallen ist. Also dachte ich: Wenn ich den Job mit Ehrlichkeit mache, dann können die Leute nichts an mir bemängeln.

Ich habe nichts, respektiere aber die Erinnerung an John Lennon.

(HB): Wie haben Sie sich auf solch eine schwierige Aufgabe vorbereitet?

JB: Ich habe so viel Material wie ich finden konnte gelesen. Andrew gab mir den vollen Zugriff auf seine Recherchen, die ziemlich umfangreich waren. Natürlich habe ich auch THE CATCHER IN THE RYE mehr als ein Mal gelesen.

Es war eine ziemlich umfangreiche Geschichte über diese Person. ... Nach den Beatles war er von Todd Rundgren besessen. Wenn du einige Songs hörst, bekommt man einen guten Eindruck von Chapmans Unsicherheit. Ich ließ mich physisch darauf ein. Es war schädlich und ich war schädlich.

(HB): Haben Sie Chapman im Gefängnis besucht oder es in Erwägung gezogen?

JB: Am Anfang kreuzte der Gedanke meinen Verstand, weil ich sehr übereifrig war und alles für die Vorbereitung tun wollte. Es fiel mir auf, das es wirklich bizarr ist. Ich lernte eine Menge über den Mann in den Vorbereitungen. Er hätte nur keine Fragen beantworten können, die ich hatte. Ich bin nicht zu ihm hingegangen um ihn zu fragen, wie er sich fühlt. Es ist nicht wichtig.

(HB): Gab es ein Feedback von Yoko Ono nach dem der Film herausgekommen ist?

JB: Nicht dass ich wüsste!

(HB): Ich glaube, dass ich nicht der Einzige bin, der sich über KAPITEL 27 gewundert hat, der fast zur gleichen Zeit wie KILLING OF JOHN LENNON erschienen ist und die fast gleiche Geschichte erzählt. Wie konnte das geschehen? Ist es eine Geschichte hinter all dem?

JB: Sie müssten diese Frage Andrew stellen. Aber dies ist das beste Beispiel für Geld und Starpower. In der Tat könnte es am Ende dafür sorgen, dass sich das Publikum distanziert.

Ich bin sehr stolz auf das, was wir unter schwierigen Bedingungen geschaffen haben. Aber die Geschichte hinter dem Film spielt keine Rolle für die Zuschauer. Entweder zeichnet sie Leute oder auch nicht.

Ich habe kein Problem mit KAPITEL 27 als Gegengewicht zu unserem Film. Gut für sie!

Ich weiß, dass sie ihre "Führende Lady" bei den Dreharbeiten zu THE KILLING OF JOHN LENNON gefunden haben. Gibt es irgendwelche anderen Späße, über die Sie etwas erzählen könnten?

Ich weiß nichts über Spaß. Als wir in dem Apartment gedreht hatten, wo Chapman als Sicherheitsmann gearbeitet hat, haben wir dort auch mit einem ehemaligen Mitarbeiter von Chapman zusammengearbeitet. Ich wollte mit Respekt an die Sache gehen. Ich weiß, dass es ein empfindliches Thema ist, ganz besonders für die Leute, die ihn auch kannten oder durch Lennon berührt wurden. Doch er war nicht daran interessiert, mit mir zu sprechen.

(HB): Ihr neuster Film THE OBJECTIVE wird ja zwischen dem 13. und 20. März in die Lichtspielhäuser kommen, seine Premiere in Santa Monica im Laemmel Royal Theater feiern und auch über IFC-on-Demand zur Verfügung stehen. Sie haben wieder die Hauptrolle übernommen und arbeiten erneut mit den BLAIR WITCH PROJEKT-Regisseur Daniel Myrick zusammen. Wie sind Sie an den Part gekommen und was war das Ziel?


JB: Richtige Zeit, richtiger Platz. Als ich das Treffen mit Dan hatte, waren sie ziemlich verzweifelt, den richtigen Darsteller für die Rolle zu finden. Alles war schon an seinem richtigen Platz, damit man sofort beginnen konnte. Das Team hatte Wochen vorher schon eine Flugzeug nach Marokko gebucht. Mein Manager schickte ihnen Material von "The Killing…". Man reagierte drauf und so trafen Dan und ich uns. Dann gab man mir den Part.

Ich verkörpere einen CIA-Agenten mit dem Namen Ben Keynes, Amt 911, der nach Afghanistan geschickt wird, um eine eigenartige Hitzesignatur zu untersuchen, die auf Satellitenbildern aufgetaucht ist. Durch eine Lockvogel-Mission führe ich ein Team von Special Ops durch die afghanischen Berge, um mein Ziel zu erreichen. Und dann trifft die Scheiße auf den Ventilator!

(HB): THE OBJECTIVE wurde in 4 Wochen in Marokko abgedreht. Ich kann mir vorstellen, dass es ein verflucht heißer Abstieg war. Hattet ihr, abgesehen von den Lebensmitteln und den Einheimischen, auch die Chance euch Casablanca anzuschauen?

JB: Leider konnte ich mir Casablanca nicht anschauen. Wir landeten und fuhren danach sofort in die marokkanische Landschaft.

Wir übernachteten und filmten in Ouarzazat, ihr kleines Hollywood. Sie haben auch außerhalb einige Studios gehabt, die von einigen großen Produktionen verwendet wurden. Das Wetter war die meiste Zeit wirklich schön. Nur manchmal war es richtig heiß in der Wüste.

Wir drehten viel am Tag für die Nacht, sodass wir am Abend in den kalten afghanischen Nächten nicht mehr so viel machen mussten - beim Backen unter der Sonne. Es gab nicht viel Deckung oder ein Entkommen.

Die Leute waren großartig. Unser marokkanische Besetzung hat hart gearbeitet, damit wir unseren Film machen konnten. Ich liebe das Essen. Mehr Oliven bitte!

(HB): Wie war die Arbeit mit dem Regisseur Myrick und den CO-Stars so weit außerhalb der USA?

JB: Ich hatte eine großartige Zeit mit Dan und den anderen Schauspielern. Dan stellte manche wegen ihrer Militärerfahrung ein. Mike Williams und ich waren die Einzigen ohne eine militärische Vergangenheit. Ich ging an dies Projekt, beendete es und war dankbar für einen weiteren Film.

Es war ein schneller und intensiver Drehplan und ich denke, dass einige Szenen zu schnell abgedreht wurden und man einige Details übersehen hat. Zu viel Zeit kann einen träge machen, mit zu wenig Zeit kann man seine Kreativität nicht richtig entfalten.

(HB): Ein anderer Film ist Independent Feature's "The Blind" vom Autor / Regisseur Nathan Silver. Können Sie uns vielleicht schon einige Infos dazu verraten und über ihren Charakter Marcus?

Der letzte Schliff erfolgt in dieser Woche. Wir drehten im September in Rhode Island und Massachusetts. Nathan Silver und Ben Bostick schrieben das Drehbuch. Wir hatten das Glück den Kameramann Rain Li zu bekommen.

Wenn Sie zum ersten Mal das Drehbuch lesen, wirkt alles ereignislos, aber Sie möchten immer wieder zurück. Der Film ist eine Subversion der Wirklichkeit. Ich weiß, dass es dank Nathan etwas Einzigartiges. Er hat für jemanden seines Alters echte Visionen. Es schaut wegen dem Regen einfach wunderschön aus.

Marcus ist ein antisozialer, emotionaler Stummer, der in dem Gefängnis zwischen Mutter und Männlichkeit gefangen ist. Es gibt definitiv ein Muster in einigen der Charaktere, die ich angeboten bekommen habe. Es wird nur ein bisschen dauern, bevor ich wieder in einer Komödie mitspielen kann. Obwohl ... THE BLIND könnte eine sehr, sehr dunkle Komödie sein.

(HB): Apropos Independent-Filme. Was ist für Sie eine unabhängige Produktion?

Für mich ist ein wirklich "unabhängiger" Film einer ohne große Studio-Unterstützung, berühmte Schauspieler oder ein bankfähiger Regisseur. Eine wirklich unabhängige Eigenschaft ist eine Eigenschaft, die von allem unabhängig ist.

D: Könnten Sie sich Jonas Ball in einer "Seifenoper" vorstellen?

Das wird nicht geschehen.

(HB): Warum nicht?

Ich bin für einen Schauspieler nicht gut genug. Ich wünsche ich währe es! Vielleicht könnte ich dann endlich meine Rechnungen bezahlen.

(HB): Was gefällt ihnen am Business und was nicht?

JB: Alles, was ich dazu sagen kann, ist dass ich meine Arbeit, wenn ich die Gelegenheit dazu habe liebe. Ich nehme sie ernst und glaube das ich was zu bieten habe. Ich bin bis jetzt stolz auf meinen Lebenslauf und möchte ihn weiterhin ausbauen.

Das Geschäft ist, was es ist. Es ist alles, was man liebt und hasst und vieles mehr. Man muss das Gute mit dem Schlechten nehmen.

(HB): Haben Sie vielleicht einige Ratschläge für Neulinge?

JB: Ich bin ein Neuling! Ich benötige noch Rat!

(HB): Was kommt als Nächstes?

Ich schrieb ein sehr unverfälschtes Theaterstück, das ich mit Freunden umsetzen will. ... Ich möchte zurzeit kreativ bleiben. Das ist alles, was ich zurzeit tun kann. Wenn ich mir Sorgen machen würde, wann die nächste Rolle kommt, dann werde ich verrückt.

(HB): Wählen Sie bitte 5 Leute aus dem Filmgeschäft aus (tot oder lebendig), die Sie gerne an Ihrem Abendtische hätten.

JB: Von der Oberseite meines Kopfes her würde ich sagen Brando, Penn und Nicholson ... dann möglicherweise noch John Cassavetes. Und ich würde sehr gerne einen Drink mit Howard Stern irgendwann nehmen.

(HB): Vielen Dank für das Interview Herr Ball und alles Beste für das Jahr 2009!

JB: Danke für Ihr Interesse.

Weitere Links:

www.thekillingofjohnlennon.com
www.objectivemovie.com
www.theblindfilm.com



Quelle: Herbert M. Brindl