Olaf Ittenbach zu BEYOND THE LIMITS und GARDEN OF LOVE

Verfasst von am 21.06.2003 um 00:00 Das folgende Interview wurde im Rahmen der Österreich Premiere der beiden Filme BEYOND THE LIMITS und GARDEN OF LOVE am 21.06.2003 im Stadtkino Grein (OÖ) geführt. Ich traf auf einen erholten und gut gelaunten Olaf Ittenbach, der’s mir ziemlich schwer machte, irgendwann die Stop Taste meines Aufnahmegeräts zu drücken und das interessante und gemütliche Gespräch zu beenden...




Alex Bielesch: Du hast BEYOND THE LIMITS und GARDEN OF LOVE relativ dicht hintereinander gedreht. Wie hast du das zeitlich unter den Hut gekriegt?

Olaf Ittenbach: Zwei Filme in einem Jahr zu drehen ist schon halber Selbstmord. Aber mir war einfach nach BEYOND THE LIMITS so… Nachdem ich den Schnitt im Sommer fertig hatte und noch nicht alles so klar war, auch von finanzieller Seite, wie die Post Production verlaufen wird für den Film, hat’s mir einfach gekribbelt unter den Füssen…. dass ich einfach sofort weitermachen will. Das Geld war relativ schnell aufgetrieben. Das funktioniert jetzt immer, bis zu einem gewissen Budgetrahmen, relativ sicher. Dann kam ich mit meinen Kollegen Thomas Reitmair zusammen, mit dem ich alle meine Bücher schreibe und der auch Regieassistent bei mir ist. Ich sagte ihm, ich will einfach einen kleinen Film drehen. Ich hab da einige Ideen... Lass uns was schreiben.


AB: War das wie nach LEGION, nach dem du ja auch einen kleineren Film wie RIVERPLAY gemacht hast?

OI: Im Prinzip schon. Aber RIVERPLAY haben wir in vier Tagen geschrieben und in neun Tagen abgedreht, also ganz schnell. Damals habe ich Lust darauf gehabt dieses Experiment zu machen. Ich bin aber nicht so wirklich überzeugt davon und würde es auch nicht mehr so machen. GARDEN OF LOVE hingegen ist wiederum erheblich aufwendiger geworden als RIVERPLAY. Wie auch BEYOND THE LIMITS wurde auf Super-16 gedreht.


AB: BEYOND THE LIMITS war anfangs nicht so konzipiert, das Projekt ist gewachsen. Kannst du darauf etwas eingehen?

OI: Das ist bei mir fast immer so. BEYOND THE LIMITS sollte anfangs ein Video Projekt werden. Es haben mich ständig Leute angesprochen, ob ich nicht eine Fortsetzung zu BURNING MOON machen kann. Ich sagte dann ja, ok, ich hab momentan ohnehin nichts zu tun (lacht), mache ich. Es hat sich dann aber größer und viel immenser entwickelt und BURNING MOON ist ja ein Trash Film (lacht), deshalb wollte ich nicht unbedingt eine Fortsetzung dazu machen. Ursprünglich hieß das Projekt BURNING MOON 2 und als Untertitel BEYOND THE LIMITS, dann hab ich aber BEYOND THE LIMITS als Haupttitel genommen.


AB: Du legst ja Wert darauf dich von Film zu Film zu steigern. Worauf bist du besonders stolz bei deinen beiden neuen Filmen, wo glaubst du hast du dich bei BEYOND THE LIMITS und GARDEN OF LOVE am meisten steigern können?

OI: Die Geschichte von BEYOND THE LIMITS erfordert es mit Massenszenen zu arbeiten. Was ich wahnsinnig toll und schön finde und auch immer wieder gerne machen werde sind Geschichten mit mittelalterlichen Kostümen. Da hab ich irrsinnigen Wert darauf gelegt, dass alles sehr authentisch aussieht. Ich bin zu Rüstungsbauern gegangen, war in sämtlichen Museen und hab mich aus Geschichtsbüchern informiert welche Rüstungen genau zu dieser Zeit in England getragen wurden und welche Klamotten sie darunter an hatten. Nachdem ich die Rüstungen auf Basis dessen entworfen habe, habe ich sie komplett von Rüstungsbauern für den Film bauen lassen. Wenn dann so um die 150 Pferde über’n Berg heizen, dazu die Rüstungen... Da war dann plötzlich dieses „pompöse“ da.


AB: Das erfordert dann auch mehr Koordination…

OI: Ja, sicher. Das ist dann schon der lallende Wahn. (lacht) In Amerika hätten sie da gleich 50 Angestellte und Assistenten, die jeden Einzelnen sagen wie er sich bewegen soll. Ich bin mit dem Megaphon herumgelaufen, gemeinsam mit meinen Regieassistenten, und habe über den Berg hinweg gebrüllt. Das war schon etwas Guerilla mäßig. Im Film sieht’s wahnsinnig neblig, düster und trist aus, aber am Drehtag scheinte die Sonne. Man kann sich’s nicht vorstellen, es war wie im Sommer. Die ganze Wiese war etwa einen halben Kilometer lang und überall nur noch Rauchbomben... Wir haben Rauchpulverschalen gesetzt und das ganze Feld mit riesigen Nebelmaschinen eingenebelt. Das war schon irrsinnig aufwendig und genau das hat mich auch daran gereizt. Bei GARDEN OF LOVE wusste ich, dass es eine sehr kleine Geschichte werden wird, wo man nicht mit Unmengen von Statisten, oder tausend Explosionen arbeitet. Was erst mal am Wichtigsten ist, ist dass man gute Schauspieler hat die auch wirklich was können. Dann kam der Hauptschwerpunkt, dass wir die Geschichte ausarbeiten. Ich finde es ist eine wunderschöne Geschichte geworden, wo auch jeder Abschnitt Sinn macht. Der Film hat sein Thema mehr auf Schock gesetzt, wo man zum gegebenen Zeitpunkt so richtig erschrecken soll.(lacht)


AB: Bei GARDEN OF LOVE hast du dich, bei all dem Blut in deinen Filmen, jetzt auch mal entschlossen einen Arzt dabeizuhaben. Wie war’s mit Bela? Wie ist das entstanden?

OI: Das war eine sehr nette Geschichte. Bela hat über einen Bekannten anfragen lassen, ob er einmal in ’nem Film von mir mitspielen kann. Na klar, gerne! Ich weiß ja, dass er auch sehr viel macht in dem Genre und gut unterwegs ist. Ich hab ihn dann einfach angerufen. Er war sehr nett, es hat alles gepasst und er wollte wie gesagt mitspielen. Somit kam das ganz schnell zustande. Es gab ein paar Gespräche und wir haben uns absolut genial verstanden. Bela wird auch in meinen nächsten Film wieder dabei sein.


AB: Ihr kanntet euch vorher nicht?

OI: Nein, wir kannten uns vorher überhaupt nicht. Es war aber eine sehr schöne Zusammenarbeit mit ihm, er arbeitet richtig professionell und hat einen Wahnsinns-Drive drauf.


AB: Du hast ja bereits verschiedene Formate ausprobiert. Du hast auf 16 gedreht, du hast auf Video gedreht… Mit welchen fühlst du dich am wohlsten?

OI: Ich fühle mich absolut am wohlsten mit Film. Super 16 oder 35 ist kaum ein Unterschied, außer dass ich den Film dann noch mal auf 35mm ziehen müsste, wofür wir bei dem Film leider das Geld nicht hatten. Auf jeden Fall ist mir lieber auf Film zu drehen. Ich möchte keine Videoproduktion mehr machen.


AB: Momentan drehen ja auch andere Regisseure auf Video, Danny Boyle zum Beispiel. Er hat 28 DAYS LATER auf Digital Video gedreht. Er sagte, dass er damit die Visuals so hinkriegt wie er sie haben will. Wie siehst du diese Möglichkeiten?

OI: Möglichkeit hin oder her, es hat natürlich einen sehr eigenen Look. Ich würde aber nicht auf die Idee kommen das nachahmen zu wollen und auch auf Video zu drehen um so einen Look hinzukriegen. Mich interessiert das einfach nicht. Für mich ist Video eben Video und der Look ist wirklich immens gut. Aber letztendlich mag ich den Film-Look einfach mehr. Bei Video ist die Post Production ein Wahnsinnsgezeter und du musst auch beim Drehen erheblich aufwendiger leuchten damit du so was Ähnliches hinkriegst. Es ist nicht einfacher deswegen. Ich dreh auf Video heißt nicht ich stell ’ne Videokamera hin und jetzt drehe ich Filme damit. Das sieht dann eben so aus, wie wenn ein 80jähriger Opa seinen Geburtstag filmt. Gerade da musst du noch extremer arbeiten, allein schon wegen den Schwarz und Weiß Werten. Weiß überbrennt, überstrahlt wahnsinnig schnell bei Video. Da hast du dann eine glühende Fläche, die alle Kanten ausbricht. Und Schwarz schmiert leicht in einen Grauschleier ab. Bei Film sieht das wesentlich schöner aus, es lebt und hat auch eine andere Tiefenschärfe. Mit der Videokamera stell ich mich am Tag irgendwo hin, und wenn ich damit filme ist’s wahrscheinlich von Linz bis München scharf… Film ist einfach schöner, ich mag das.


AB: Du hast vorhin die Zusammenarbeit mit Thomas Reitmair angesprochen. Du hast mittlerweile drei Filme mit ihm geschrieben. Früher hast du deine Drehbücher hauptsächlich selbst verfasst, jetzt hast du diese Zusammenarbeit angestrebt. Wo liegt dabei der Reiz für dich? Wo ergänzt ihr euch gut?

OI: Thomas und ich ergänzen uns zu hundert Prozent. Er ist das „Superbrain“, das wandelnde Lexikon und er hat einen Faden für’s Logische, für Kombinationen, für’s Psychologische usw. Er wäre eher der Typ, der ruhigere Geschichten machen würde wo nicht unbedingt Blut spritzen muss. Ich bremse ihn darin ein Bisschen ein und er bremst mich immer ein, wenn ich zu sehr auf die Pauke hauen will. Er sagt dann: „Vergiss es, es langweilt irgendwann.“ Womit er durchaus Recht hat. Wir sind Storyfanatiker, man sitzt dann einfach beieinander, macht Brainstorming, dann fügt sich eins ins andere und das ist wunderschön. Dabei kriegt man dann schnell was Schönes gebacken. Es ist auch, vor allen Dingen, eine sehr gute Freundschaft die uns verbindet.

Dasselbe bei den Special Effects. Ich habe bei BEYOND THE LIMITS zum ersten Mal die Effekte zusammen mit dem Kollegen Thommy Opatz gemacht, der wahnsinnig fit ist in seinem Bereich. Das macht einfach irre Spaß. Er hat mich am Set vor Drehbeginn angerufen. „Ich hab gehört, du drehst einen Film. Kann ich die Special Effects machen, ich hab das gelernt.“ Ich sagte ihm: „Es tut mir leid, ich mach die eigentlich immer selber und bin auch schon dabei sie zu machen.“ Er hat dann noch ein paar Mal angerufen, ob wir uns wenigstens treffen können. Wir haben uns dann getroffen und uns so gut verstanden, wir waren einfach auf der gleichen Wellenlänge. Seitdem arbeiten wir generell zusammen, das ergänzt sich. Man lernt ein Bisschen voneinander und das ist gut.


AB: Weil du gerade von Effekten sprichst… Du hast ja auch schon CGI’s verwendet, in LEGION zum Beispiel. Wie stehst du zu dieser Art von Effekten, speziell im Horrorgenre?

OI: Ich mag solche Effekte durchaus ganz gerne, wenn sie mir nützlich sind und mir das Bild vermitteln können, das ich anderweitig nur schwerlich oder gar nicht erreichen könnte. Es ist aber immer eine Frage von Maß, inwieweit ich das einsetze. Wenn ich, à la MATRIX RELOADED, nur mehr CGI’s einsetze finde ich’s irgendwann albern. Da frage ich mich dann, ob ich mir ein Computerspiel anschaue oder einen Film. Es soll unterstützend sein, aber nicht so dominant. Wie bei allen Sachen… wenn’s zuviel ist, ist’s zuviel. Wenn ich einen die Innereien rausreiße und drei Minuten mit der Kamera auf die Gedärme draufhalte, dann langweilt es. In der Kürze liegt die Würze und alles muss seinen Sinn machen.



AB: Du hast auch in Amerika gedreht, was waren deine Erfahrungen verglichen mit den Drehs in Europa? Was waren die Schwierigkeiten für dich, bzw. die großen Unterschiede?

OI: Ich hab zwei Mal dort gedreht. Die Leute sind zum Teil unglaublich schlecht, so wie sie arbeiten. Es gibt da entweder die 1A Liga, oder die volle Trash Liga. Das ist ganz, ganz seltsam. Auch das Equipment das sie dir verleihen… da ist Deutschland – in Österreich ist es sicher genauso – ein Elektroparadies dagegen. Alles ist irgendwie verbeult und durch die 110 Volt hast du solche Beleuchtungskabel (zeigt etwa den Durchmesser eines Bungeeseils). Die ganzen Kabelstränge sind dann mit Klettverschluss zusammengewickelt, das kann kein Schwein mehr heben...

Die Dollies sind ausgewackelt und ausgeschlagen, die Maskenbildnerin braucht zum Teil drei Stunden um ein normales Beauty Make Up aufzutragen. Die war am nächsten Tag gekündigt … Das ist unglaublich!


AB: Hat das deine Dreharbeiten in die Länge gezogen?

OI: Nein, überhaupt nicht. Ich habe ja auch meine Erfahrungen wie ich arbeite. Ansonsten ist es nicht großartig schwieriger, oder leichter als bei uns auch. Man braucht für jede

Kleinigkeit eine Genehmigung und eine Absperrung, obwohl es damit dann wirklich ein Bisschen schwierig wird, weil es einfach so viele Zuständigkeitsbereiche und Auflagen gibt. Bei den Schauspielern ist es aber wieder ganz anders. Die haben eine derartige Ausbildung, das ist wunderschön. Wir haben bei LEGION damals inseriert und hatten 500 Bewerbungen! Wir konnten uns überhaupt nur hundert davon anschauen. Ich hab ein Casting Büro in Los Angeles beauftragt, sie auszusortieren bzw. vorzusortieren.


AB: Es finden sich viele Bekannte Gesichter aus LEGION in BEYOND THE LIMITS wieder. Magst du es mit vertrauten Leuten zu arbeiten?

OI: Ich liebe es einfach mit vertrauten Leuten zusammen zu arbeiten. Ich hab meine Crew, ich hab meine Leute… Natürlich weiß ich, ich kann nicht immer mit denselben drehen. Es kommen immer wieder neue dazu, aber es sind auch mal welche nicht dabei, sondern erst wieder beim nächsten Film. Sie haben auch viel für mich getan. Sie haben zum Teil für sehr wenig Gage gearbeitet und freuen sich natürlich auch, wenn sie wieder eine schöne Rolle spielen können.


AB: Stimmt es, dass du mit dem Endschnitt von LEGION nicht 100%ig zufrieden bist?

OI: Über LEGION will ich eigentlich überhaupt nicht mehr reden. Es ist bekannt, dass es nicht meine Fassung ist, sondern von den Produzenten gemacht wurde. Ich habe auch keinen Kontakt mehr und der Film ist so wie er ist. Er ist einfach nur spaßig, denke ich. Passt doch… (lacht)


AB: Im Gegensatz zu den 80ern gibt’s momentan, gerade in Europa, relativ wenige Regisseure die Filme in diesem Genre machen, also speziell härtere Splatter- oder Goremovies. Fühlst du dich allein auf weiter Flur?

OI: Ja und nein, und zwar aus einem ganz einfachen Grund... die Frage finde ich übrigens saugeil. Das hängt mit der ganzen Filmindustrie zusammen. Nimm mal den Vergleich zwischen einem Tante Emma Laden und ’nem Supermarkt. Die Tante Emma Läden sterben aus und es kommen nur noch diese riesigen Supermarktketten. Die Supermarktketten im Film sind eben diese fetten A-Produktionen der großen Studios, à la Herr der Ringe, Matrix, Terminator usw. Die kleineren Filme… also wenn die heute noch in der Videothek landen…. Ein Beispiel: Christopher Lambert, ich gehe diesbezüglich jetzt auch auf Schauspieler ein. Wenn du so jemanden gehabt hast, hast du früher den Film ganz anders verkaufen können, auch wenn es nur eine Videopremiere war. In den 80er Jahren wurde wirklich alles eingekauft, was irgendwie nach Film gerochen hat. Das ist heute nicht mehr so und es wird immer weniger Geld dafür ausgegeben. Ist ganz klar, die Leute saugen sich’s aus dem Netz und das schädigt ungemein, Dvd’s kosten nichts mehr… Früher hat eine Videokassette der Videothek im Einkauf 250-300 Mark gekostet und heute kaufen sie die Dvd nagelneu um 20 Euro ein. Das Land wird aber nicht größer, die Videotheken nicht mehr und die Leute leihen auch nicht mehr aus. Sprich – die Preise fallen. Es gibt nur mehr die fetten A-Produktionen, die wirklich in Millionengrößen eingekauft werden und dann gibt’s die ganz, ganz kleinen Filme die noch unter einer Million stattfinden. Die B-Pictures, also was in Amerika früher mal unter 15 Millionen Dollar war, solche Produkte werden so gut wie nicht mehr hergestellt. Also entweder Dicke, oder ganz Dünne…

Wer würde sich heute noch einen Karate Tiger, Teil Irgendwas, ausleihen? Kein Mensch mehr, dieses Videofutter interessiert nicht mehr. Die Zeiten sind vorbei, das hat sich eingependelt. Wie gesagt, mit kleinen Projekten die wenig Geld kosten hat man eine Chance dass man es wieder rein bekommt, oder nur mit den Riesenprojekten mit A-Namen. Du ziehst heute keinen toten Hund mehr hinter’m Ofen hervor mit Sylvester Stallone, zum Beispiel. Der geht nur mehr auf Video. Christopher Lambert, Dennis Hopper… ich hab die alle angerufen, mit ihnen gesprochen und sie hätten mitgespielt. Von Fred Ward hab ich ein Schreiben bekommen… Bin dabei, so ungefähr. Er kostet eben noch seine Gage, die er haben will. Daher haben wir ablehnen müssen. Es bringt uns nichts wenn wir in der Woche $10.000, oder $30.000 hinlegen. Das Ganze kostet dann $100.000 dass ich Christopher Lambert habe, aber es bringt mir nichts im Verkauf. Null! Andere Leute sind froh, die den Namen zwar nicht haben, aber zum Teil sogar besser spielen.


AB: Du setzt das Geld für den Film dann anders ein…

OI: Ich muss es ja anders einsetzen, denn wenn du wirklich auf niedrigstem Budget arbeiten musst, dann musst du einfach Gelder verteilen. Da muss man ein Auge dafür haben wer wirklich gut spielt, auf das kommt es an und nicht auf einen Namen der niemanden mehr interessiert.


AB: Was wird dein nächstes Projekt?

OI: Ich habe gerade ein Treatment geschrieben, für eine Produktion einer Tochterfirma von Bernd Eichinger. Es ist ein Zombiefilm, INTERIOR DEATH ist der Arbeitstitel. Das wird mit Sicherheit das Aufwendigste Zombiespektakel, das man je gesehen hat. Ich bin gerade dabei alles zu koordinieren und zu überlegen wie ich das machen kann, täglich mit Hunderten Statisten zu arbeiten. Ich werde sicher mit zwanzig Maskenbildnern arbeiten müssen, die reihenweise schminken und auch mit Sprengmeistern und Pyrotechnikern, denn was da alles in die Luft fliegt ist Wahnsinn. (lacht) Ich schau jetzt, dass ich das hinkriege damit wir nächstes Jahr drehen können.


AB: Danke für das Interview!


Interview zusammengestellt und durchgeführt von AleX Bielesch („eXistenZ“), in Zusammenarbeit mit DVD-Forum.at und Grein-Film-Fest.org Herzlichen Dank an Olaf Ittenbach, Alexander Pretz (Fotos) und Harald Schmalz (Organisation).