Stefan Ruzowitzky u Karl Markovics zu DIE FÄLSCHER

Verfasst von am 19.03.2007 um 00:00 Anlässlich des Filmstarts zu DIE FÄLSCHER präsentiert DVD-Forum.at die beiden Interviews die mit Regisseur Stefan Ruzowitzky und Hauptdarsteller Karl Markovics geführt wurden.

Ein Filmreview findet ihr hier:
http://www.dvd-forum.at/14629/film_review_detail.htm


STEFAN RUZOWITZKY ÜBER FLOPS, FEUERWEHRFESTE UND GEWALT IM FILM



F: Erste Frage: Wie wurde überhaupt der Stoff an dich herangetragen?
S: Das war irgendwie eine schicksalshafte Fügung. Mir hat hier eine Produktionsfirma von einem Stoff erzählt, der mit dieser Fälscherwerkstatt zu tun hat und zwei Wochen später hat mir eine deutsche Produktion das angeboten und ich habe mir gedacht, das muss eine schicksalshafte Bedeutung haben, wenn zwei an mich herankommen, weil ich bin ja auch nicht der ausgewiesene Spezialist für diese Art von Filmen.

F: Wie konnte dich der Stoff an sich faszinieren?
S: Was mich gleich interessiert hat, war diese – sagen wir Figur – eines Fälschers, Betrügers, Ganoven, der sich sein ganzes Leben lang durchgeschwindelt hat. Was macht der in so einer Situation? Ich hatte das Gefühl, das ist eine Geschichte, die ich so noch nie gehört habe und die mich interessieren würde, weil einfach die ganzen Autobiografien zu diesem Thema sind alle so gut bürgerlich intellektuell und so und es ist natürlich ein Unterschied ob du Soziologiestudent oder Arzt bist oder halt ein Knastbruder, also einer der weiß, wie man sich behauptet in so einem Umfeld.

F: Es gab auch Kontakt zu Burger, wie hat sich dieser gestaltet?
S: Burger ist jemand, der sein Leben der Mission geweiht hat, davon zu berichten und seine Geschichte zu erzählen. Für ihn ist es jetzt die Erfüllung seines Lebens, dass der Film gemacht wurde und er hat es auch für mich angenehm gehandhabt, weil er wusste, damit seine Geschichte gehört wird, muss man sie auch gut erzählen – man muss Wege finden, diese spannend zu erzählen damit die Leute zu hören wollen. Dasselbe macht er auch bei seinen Vorträgen in Schulen:
Er erzählt seine Geschichte gut und spannend und wusste, dass dies auch für den Film notwendig ist. Bei gewissen Sachen hat er auch gesagt: „Nein, das ist falsch, das kann man nicht machen.“, und ich war sehr froh, gerade bei so einem Thema eine Instanz zu haben.

F: Also hatte er auch Einfluss auf das Drehbuch?
S: Ja. Wenn er sagt: „Das stimmt im Prinzip“ ist es so eine Art von Absegnung. Es ist etwas anderes, wenn das ein historischer Berater sagt im Gegensatz zu einem, der wirklich dabei war.

F: Wie haben sich die Dreharbeiten an sich gestaltet? Es wurde ja im Studio in Babelsberg gedreht und die Drehzeit belief sich auf 30 Tage, das ist ja relativ kurz…
S: Ja, sehr wenig. Die Idee war, es tendentiell so wie eine Dokumentation, wie eine Reportage zu machen. Wir haben eigentlich auch nur Handkamera und ein grobkörniges 16mm Format verwendet. Um so eine Ästhetik zu erzielen, darf man nicht zu viel Zeit haben, denn wenn man zu viel Zeit hat, dann fängt man einfach an, mehr aufzulösen und zu sagen: Machen wir es noch einmal von da und noch einmal von dort. Oder der Kameramann sagt: Gebt mir noch eine Stunde und dann ist das Licht auch wirklich schön. Und du kommst in eine gewisse Glätte, die ich bei diesem Konzept definitiv nicht haben wollte.

F: Der letzte Film, den Sie zusammen mit Karl Markovics gedreht haben, war vor ca. sechs Jahren und hieß „Männer der Majestät“. Das war doch eher ein Flop…
S: Nein, das war ein voller Flop (lacht)

F: Okay, ein voller Flop . Gab es irgendwelche Bedenken?
S: Ich weiß jetzt nicht, ob von ihm aus – also ich habe ihn super gefunden. Das mit den Flops ist halt so eine Sache am Ende des Tages, wo es eine Grundkonzeption ist, die funktioniert oder nicht funktioniert. Ich kann zu jedem meiner Filme sagen, dass es handwerkliche Dinge gibt, die missglückt sind und andere wiederum, die gelungen sind. Und bei einem Film wie „All the Queen’s men“ sehen Kritik und Publikum halt nur die Fehler und nicht die schönen Sachen und bei „Anatomie“ oder „Siebtelbauern“ ist es genau anders herum. Und du hast halt einfach eine Grundkonzeption und merkst, das geht sich nicht aus. Aber ich glaube, es hat relativ wenig mit einer schauspielerischen Leistung auf der einen Seite und mit meinem Regiehandwerk auf der anderen Seite zu tun. Das ganze Ding ist irgendwie „krank“ und „daneben“ oder so.

F: Dein letzter Film war „Anatomie 2“ – das war 2003 und es sind doch ein paar Jahre vergangen. Was hast du in dieser Zeit gemacht?
S: Ich habe Haus gebaut und Werbung gemacht und viel geschrieben. Dazwischen gab es auch ein Jahr, wo ich mir gedacht habe: „Oje, im Herbst habe ich zwei Spielfilme zu drehen“ und die habe ich dann beide irgendwohin verschoben. Dass man ganz kontinuierlich arbeitet, geht sich allein wegen der Auftragslage nicht so aus. Jetzt bin ich aber wieder im „Gedränge“…

F: Der Film hat ja auch sehr gute Resonanz bekommen…
S: Sicherlich, das hängt damit zusammen. Gerade international hat er sich wie Hölle verkauft – das heißt, dass einige Leute viel Geld mit meiner Arbeit verdienen werden und so steigt der eigene Wert wieder ein bisschen.

F: Blöde Frage: Was ist das Geheimnis des Films oder das Geheimnis des Erfolgs des Films?
S: Abgesehen davon, dass viele Sachen schön, andere weniger schön gelungen sind … ich lese das immer oft in Kritiken, gerade von Erstlingsregisseuren, dass du einen Film machst, der, obwohl du wenig Geld hast, genau so gut ist, wie ein Hollywood Film, oder ist so gefühlvoll gemacht… das interessiert ein Publikum nicht. Wenn ich mir als Publikum 8 Euro in die Hand nehme und einen Babysitter besorge und in die Stadt fahre und ins Parkhaus… dann will ich dafür echt was haben. In dem Fall habe ich eine interessante Geschichte, die natürlich gut verpackt werden muss. Ich will so eine „Where is the beef“, also du musst was liefern. Und ich hab das gelesen und meine das jetzt nicht böse gegen den Film, aber im „Standard“ war eine gute Kritik von „Sehnsucht“ (Anm. Valeska Griesebach) und da war dann ein Poster im Internet der gemeint hat, wenn ich so was haben will, dann gehe ich bei uns daheim aufs Feuerwehrsfest. Und das ist jetzt fürchterlich gemein und respektlos gegenüber der Arbeit, aber letztendlich denkt das Publikum so. Und bei den „Fälschern“ hast du eine Geschichte, die du nicht daheim am Feuerwehrfest hast. Das ist etwas, das du an die Medien verkaufen kannst. Das ist eine „Geschichte“. Und ich glaube jetzt ganz unbescheiden, ich habe mir einfach über die Jahre eine gewisse handwerkliche Professionalität angeeignet und bringe das dann schon so halbwegs über die Runden. Und nur schön und sensibel sein ist manchmal…

F: langweilig?
S: … nein, genug. Natürlich ist die andere Möglichkeit, du zeigst die Liebe am Feuerwehrfest mit Brad Pitt und Angelina Jolie – dann funktioniert es auch. Aber wenn du gar nichts hast…

F: „Die Fälscher“ beinhaltet auch einige Gewaltszenen und du hast auch mit den beiden Anatomie Filmen „Horrorfilme gedreht. Jetzt ist gerade in Deutschland wieder die Diskussion um Gewalt im Film aktuell. Wie stehst du dazu? Wann ist für dich Gewalt im Film gerechtfertigt?
S: Prinzipiell gehört Gewalt zu unserem Leben und wenn ich Kunst mache, muss ich auch Realität im Leben, muss ich auch Gewalt darstellen. Ich glaube an die Kraft an Geschichten und für mich ist der springende Punkt, in welchem Kontext ist Gewalt darstelle. Ich glaube, das Problem gerade bei vielen amerikanischen Gewaltdarstellungen ist es, dass es als Lösung gezeigt wird. Das finde ich problematisch und würde es nicht machen, weil ich daran nicht glaube. Es ist so ein amerikanischer Mythos, zum Beispiel diese ganzen Rachegeschichten. Das ist in der amerikanischen Pop-Kultur ein ganz wichtiger Topos: Polizei und Gerichtsbarkeit werden der Situation nicht Herr und ich nehme selbst die Knarre in die Hand und niete die um – so etwas finde ich gefährlich. Und habe es auch in meinen Filmen nie gemacht. Ich habe es auch bei „Anatomie“ nicht gemacht, am Schluss habe ich es halt irgendwie anziehen müssen, weil wir in Testaufführungen drauf gekommen sind, dass man es so gewaltlos doch nicht machen kann. Ursprünglich hat der Film aufgehört, dass der Schurke ins Starkstromkabel hackt und sich so selbst „umbringt“, weil er versucht, Gewalt anzuwenden. Aber die Helden in all meinen Filmen verwenden Gewalt nur in Notwehr und es führt nie zu einer Lösung. Das ist für mich der springende Punkt.

F: Helden im Film… Wer ist der Held in die Fälscher?
S: Naaa, das ist… nein, ja, die Frage gilt schon… August Diehl hat gesagt, dass ihn von Anfang an am Drehbuch gereizt hat, dass seine Figur zwar der Held, aber eine Nebenfigur ist und eine klassische Nebenfigur die Hauptrolle spielt. Bei der ganzen Entstehung des Films war es irgendwie so, dass ich versucht habe, das irgendwie gut auszubalancieren, also, dass alle mit ihrer Position Recht haben. Es hat mich überrascht, wie sehr das Publikum fast geschlossen zu Markovics überläuft und etwas ganz witziges entsteht, dass einem der prinzipientreue, idealistische, edelmütig denkende Held eigentlich am Hammer geht und du sagst: „Komm mir nicht wieder mit der Moral – ich will, dass der jetzt sein Leben retten kann – Hey, Held, halt die Gosche“ – also so eher. Ich dachte eigentlich, das Publikum wäre viel mehr auf August Diehls Seite, ist es aber nicht, weil man sich offensichtlich sehr mit diesem Sorowitsch identifizieren kann, wo du versuchst, dich irgendwie „durchzuwursteln“ und dabei halbwegs anständig. Aber den großen radikalen idealistischen Entwürfen kann keiner folgen.

F: Ich bedanke mich sehr für das Interview, es hat mich gefreut!


Bereits zuvor durfte ich gemeinsam mit Frau Dr. Renate Wagner vom Österreichischen Volksblatt Karl Markovics interviewen. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die Zusammenarbeit! Die Fragen sind nun gemischt und ein paar Dinge (bezüglich der Theaterengagements) habe ich herausgenommen:



KARL MARKOVICS ÜBER "DIE FÄLSCHER"

F: Sie spielen in "Die Fälscher" einen Charakter, den man zwar aufgrund seiner Handlungsweisen verstehen kann, aber ihn nicht wirklich mag. Ging Ihnen das genau so?
A: Ja. Deswegen hat mich auch die Rolle so fasziniert. Das sind genau die Rollen, die mich interessieren. Ein "Held" dem von Anfang bis zum Schluss und darüber hinaus die Herzen zufliegen ist zwar schön und gut - ich weiß es nicht - aber hat mich nie besonders interessiert, weil diese Helden dann auch nie die Sachen machen dürfen, die ein normaler Mensch schon macht, nämlich wirkliche Fehler. Auch August Diehl (Anm. Burger) hat gemeint, dass er es selten erlebt hat, dass so ein Mensch dann gewissermaßen der Held ist.

F: Es ist zumindest wesentlich interessanter als die Figur des Burger, der immer brav den Idealisten mimt und dafür auch Menschenleben aufs Spiel setzt...
A: Man tut im Endeffekt der Sache nichts Gutes. Wenn in einem Film beispielsweise ein Blinder vorkommt, dann können Sie sich denken, dass der über unglaubliche sensorische Fähigkeiten verfügt und das andere Extrem war, dass früher die Hässlichen automatisch die Bösen waren. Bei 99% der Menschen kommt das eine mit dem anderen aber selten unvermischt vor und man sieht das auch nicht so.

F: Als Jude hätte er gewissermaßen ein "Guter" sein sollen
A: Genau.

F: Ihr letzter Film war auch mit Ruzowitzky als Regisseur...
A: Nein, nein

F: Ja, dazwischen war sehr viel Fernsehen, aber haben Sie Spielfilme gedreht?
A: Sie meinen Kinofilme?

F: Ja
A: Nein, Kinofilm war keiner und ich hoffe das wird sich ändern. Ich habe weder in Deutschland noch in Österreich in dieser Zeit Kinofilme gemacht. Es ist zur Zeit einfach eine junge Generation dran, die, so habe ich ein bisschen das Gefühl und das mag vielleicht auch meine falsche Meinung sein, eine ehemalige Fernsehberühmtheit scheut wie der Teufel das Weihwasser. Dass man als junger, unabhängiger Arthausfilmer nur ja nicht in den Geruch mit Quote kommt oder mit Publicity liebäugelt, ist vielleicht ein Teil dessen.

F: Aber der Stockinger hängt Ihnen doch nicht nach, oder?
A: Nach nicht, aber ich glaube... Zumindestens was Kino betrifft, habe ich schon das Gefühl, dass das für einige Leute ausschlaggebend ist zu sagen "das mache ich nicht" - noch bevor sie überlegen, ob der das überhaupt spielen könnte, noch bevor sie sich damit auseinandersetzen was der im Theater oder im Fernsehen gemacht. Man will gar nicht zu sehr in den Verdacht kommen, dass es dann heißt, den habe ich mir nur geholt um... ich weiß nicht... einen guten Vertrag zu bekommen oder was weiß ich.

F: "All the Queens Men" liegt sechs Jahre zurück - eine lange Pause. Ruzowitzky ist also der Mann, der Sie wieder vor die Kamera geholt hat, weil er wusste, das funktioniert?
A: Ja

F: Wie ist er in seiner Arbeitsweise, dass Sie sagen, das ist gut für mich?
A: Er gibt mir das Gefühl, dass er weiß, ich bin der Richtige dafür, redet mir relativ wenig drein und ist deswegen ein guter Regisseur für mich, weil ich mir mittlerweile meiner Sache sicher bin oder auch in diesem Fall sicher war. Ich weiß nicht, wie das wäre, wenn ich mir meiner Sache nicht so sicher wäre.

F: Das heißt, Sie wissen, wie Sie die Rolle angehen?
A: Das heißt, er weiß offensichtlich für sich, wie er sie besetzt. Er ist mit Sicherheit kein Regisseur, der große Lust hat, während des Drehs mit dem Schauspieler einen Charakter zu erarbeiten. Das wäre auch bei der wenigen Drehzeit und bei den wenigen Möglichkeiten die wir im deutschsprachigen Kino haben, auch nur schwer möglich. Er ist von daher auf eine ganz genaue Vorbereitung angewiesen und weiß auch, wenn ein Schauspieler an einem Tag nicht so gut drauf ist, dass er ihm zumindest das was er am "unteren Grad" braucht, entringen kann. Wir hatten 30 Drehtage und einen Monat, in dem wir proben konnten, was ja ein Luxus war.

F: Wie ist es vor einigen Jahren überhaupt zum Kontakt mit Stefan Ruzowitzky gekommen?
A: Ich weiß nicht, woher er mich kannte und frag komischerweise auch nie danach. Ich halte ihn nicht unbedingt für einen großen Theatergeher, also nehme ich an, er hat mich im Fernsehen gesehen und mich dann besetzt. Und da er mich dann aus der Arbeit kannte und meine Ernsthaftigkeit und Genauigkeit in der Vorbereitung und meine Unabhängigkeit im Entwickeln, was ihm ja sehr entgegenkommt, hat er mich vermutlich auch für diese Rolle gleich gesehen.

F: Euer erster Film war ja nicht so erfolgreich...
A: Nein, absolut nicht.

F: Warum nicht?
A: Ich denke, die Geschichte hat insgesamt nicht funktioniert und es war auch der einzige Film, den er gemacht hat, wo er nicht das Buch geschrieben hat - er war also selbst nicht besonders glücklich damit. Es war auch ein großer produktionstechnischer Aufwand auf der einen Seite und viel zu wenig Zeit auf der anderen. Die Bereitschaft aus dieser Geschichte dann trotzdem so etwas wie eine existentielle Ernsthaftigkeit zu vermitteln, die auch der Komödie geholfen hätte, ist nie gelungen. "Charlies Tante" Komödien gibts genug aus einer Zeit, in der das auch noch leichter mögich war. Die Geschichte war einfach nicht stark genug.

F: Aber es ist euch nicht "nachgehängt"...
A: Nein, also mir sowieso nicht, weil ich konnte zu dem stehen, was ich da gemacht habe und er auch. Für mich war es zumindest von den Szenen, die mich betroffen haben, nicht so, dass ich mir gesagt habe, mit dem Regisseur will ich nie wieder was zu tun haben.

F: Neben vielen TV-Auftritten haben Sie auch sehr viel Theater gespielt. Was reizt Sie mehr? Sind Sie lieber am Theater oder in Kinofilmen?
A: Nein, also ich könnte nicht sagen, dass ich irgendwo lieber wäre, ich kann jetzt nur die Plattitüde von mir geben, das was ich gerade tue, ist mir das Liebste im Moment. Ob das jetzt Kino, Fernsehen oder Theater ist, spielt von der persönlichen Neigung her eine eher nebensächliche Rolle. Der Zugang ist natürlich ein komplett anderer. Die Arbeit ist eine komplett andere und lässt sich so überhaupt nicht miteinander vergleichen und vermutlich mag ich sie daher auch so besonders. Das ist etwas, das ich schon der Art als ich als Kind Theater gespielt habe, sehr entgegen kam: Aus dem Moment heraus mit irgendeinem Requisit, wenn ein paar andere dabei waren, eine Geschichte zu erfinden und sie mit hineinzunehmen. Ich habe gemerkt, dass sowohl das Drehen für das Theaterspielen als auch das Theaterspielen fürs Drehen gleichzeitig sehr viel bringt. So breit wie möglich zu sein in seinem Beruf, ist für mich das Um und Auf.

F: Um daran gleich anzuknüpfen: Sie haben 2005 das erste Mal auch im Theater inszeniert. Wäre das etwas, das Sie auch im filmischen Bereich reizen würde?
A: Ja, durchaus, es ist nicht so, dass ich mir das nicht vorstellen könnte. Das ist so etwas, das im Koffer liegt.

F: Man spricht ja auch immer über das "Frei-Sein" eines Schauspielers, Sie müssen sich da scheinbar keine Sorgen machen, denn es kommt immer etwas auf Sie zu.
A: Ja, das ist richtig und ist auch eine meiner Triebfedern nicht irgendwo hängen zu bleiben.

F: Hängen zu bleiben heißt für Sie beispielsweise zu sagen ich gehe ins Engagement oder so?
A: Ja, zum Beispiel, oder ich mache jetzt 10 Staffeln einer Fernsehserie.

F: Heißt das nie wieder Fernsehserie?
A: Weiß ich nicht, also eine Serie, die ich gerne machen würde, die müsste erst erfunden werden und dann weiß ich auch nicht, wie lange ich sie machen werde, also sicher nicht über viele Jahre hinaus.


(Bilder mit freundlicher Genehmigung von Filmladen)



Quelle: DVD-Forum.at