Denis Dercourt, anlässlich von Das Mädchen, das die Seiten umblättert

Verfasst von am 01.04.2007 um 00:00

Das Wetter ist kalt vor dem Institut Francaise de Vienne, also doch lieber im üppigen Palais Clam-Gallas eine Ausstellung ansehen, bis Denis Dercourt, der Regisseur von "Das Mädchen, das die Seiten umblättert" ankommt. Dann, ab in den ersten Stock, wo bei Cafe und fast unverschämt süßen Schokoküchchen (mann muss ja die Verniedlichungsform anwenden) eine halbe Stunde geplauscht wurde. Über Lampenfieber und französisches Kino, über Hitchcock und über "Titanic". Und natürlich über "La toruneuse de pages".

Ein Filmreview gibt es bereits von MEMENTO nachzulesen, mein eigenes kommt in den nächsten Tagen (und ist wesentlich positiver ausgefallen):
Filmreview:

Und hier nun den Inhalt des Gesprächs mit Denis Dercourt - ein äußerst sympathischer, relativ junger Regisseur:

F: Ich werde mit einer ganz simplen Frage beginnen: Wie gefällt es dir hier in Wien? Ist es das erste Mal, dass du hier bist?
D: Nein, nein, mit meinem Orchester war ich schon vor ein paar Jahren hier, und als Kind hatte ich Brieffreunde hier. Aber als Musiker gibt es eigentlich keinen Tag, an dem ich nicht einen österreichischen Komponisten spiele.

F: Welche gefallen dir?
D: Unter den Österreichern?

F: Naja, vielleicht nicht nur…
D: Also für mich ist Schönberg sehr wichtig und vor allem die Harmonielehre, die Theorie Schönbergs. Seit ein paar Jahren bin ich aber auch ein sehr großer Bruckner-Fan.

F: Wir könnten jetzt mit Schönberg und seiner Art zu Konstruieren und zu Komponieren sehr schön zu deinem neuen Film überleiten, der ja auch „konstruiert“ ist…
D: Als Musiker ist man sehr um Struktur bemüht. Und ich denke, es ist sehr theoretisch, was ich jetzt sagen werde, aber der Prozess des Drehbuchschreibens hat mehr zu tun mit dem des Komponierens als mit dem des Schreibens eines Theaterstücks. Wir sind „besessen“ davon, seit die Amerikaner uns Aristoteles auch auf den Film gemünzt beigebracht haben, also dass es Einleitung, Hauptteil und Schluss gibt – das kommt ja eigentlich aus dem Theater. Aber ich bin sicher, es wäre nützlicher von einem Drehbuch mehr im Sinne von einer Kadenz zu sprechen. Das bedeutet: Akkorde lösen sich in andere auf, eine Spannung folgt einer anderen – und das ist es doch, worüber es in der Harmonielehre geht. Wenn ich ein Drehbuch schreibe, behalte ich dies immer im Auge: Spannung und Auflösung der Spannung – nicht ganz, es löst sich nie ganz auf. Also auch wieder wie bei Schönberg: Beispielsweise, die Fis-Dominante geht in die erste, aber es klingt noch eine Sept dazu – auch hier keine vollständige Auflösung.

F: Wie ist dann der Weg vom Musiker zum Drehbuchschreiber und Regisseur verlaufen?
D: Meine Familie ist seit den 30ern im Filmbusiness. Bereits mein Großvater war bereits Techniker und später Produzent und Regisseur. Und so ging es in der Familientradition weiter – mein Vater, mein Bruder – jeder war dabei – und ich bin noch dazu der älteste Sohn, also „musste“ ich gewissermaßen dieser Tradition folgen.

F: Das Hauptthema des Films ist Rache. Aber du lässt dieses Thema sehr im Dunkeln, es ist nie genau sicher, wie die Rache aussehen würde. Wie siehst du das?
D: Das hat natürlich mit dem Genre zu tun. „Das Mädchen, das die Seiten umblättert“ ist zwar kein reinrassiger Genrefilm, aber er besitzt natürlich Elemente des Thrillers. Man weiß natürlich, dass es am Schluss eine Rache geben wird, die Frage ist aber, wie es zu dieser Rache kommt. Es ist wie bei „Titanic“ – du weißt, am Schluss würde sie an den Eisberg krachen und untergehen, wichtig ist, was davor abläuft.

F: Die Rache ist auch sehr „still“, obwohl du mit manchen deiner gewählten Bilder genau das Gegenteil andeutest. Zu Beginn sieht man auf der einen Seite das Mädchen, das am Klavier übt und auf der anderen Seite jemanden, der mit einem Beil Fleisch zerhackt. Du deutest somit auch gewissermaßen eine Horrorgeschichte an.
D: Ich muss sagen, dass ich nicht in dieses Genre wollte sondern viel mehr auf die psychologische Ebene abzielte. Aber wenn wir das Remake in den USA drehen, was ja jetzt im Gespräch ist, wird der Drehbuchautor wohl mehr auf eine „physische“ und offensichtlichere Lösung abzielen und ich bin sehr offen dafür. Ich würde gerne mit der Metzgerthematik spielen.

F: Also das heißt, es wird bereits jetzt ein Remake geben?
D: Ja, es ist jetzt im Gespräch und ist sehr gut möglich und es ist ebenfalls möglich, dass ich wieder Regie führen werde. Ich habe den Verantwortlichen gesagt, ich wäre daran interessiert, aber ich würde nicht mehr das Drehbuch schreiben, nur noch Regie führen.

F: Ein paar Szenen – beispielsweise wenn Mélanie durch die kahlen Räume geht und man ihr fahles Gesicht sieht, haben schon irgendwas von diesen 80er Jahre- Slasher Filmen – was für ein Charakter ist sie überhaupt? Wir erfahren nicht so viel über sie…
D: Ich wollte einen Twist zwischen Mélanie und Ariane haben: Am Anfang identifiziert man sich mit dem kleinen Mädchen aber schon bald sieht man, dass sie ein wenig verrückt ist und mit ihr etwas nicht stimmt. Man identifiziert sich zwar, hält aber Distanz und das berührt die Teilnahme des Publikums am Film.

F: Aber was denkst du: Lebte Mélanie nur für diese Rache während all dieser Zeit in der wir sie nicht sehen, oder ist es doch ein Zufall?
D: Ich möchte darauf nicht antworten, denn ich habe meine eigene Antwort auf diese Frage. Ich habe schließlich geschrieben, was in dieser Zeit passiert, aber ich habe es wieder herausgenommen. Als wir den Film zeigten und das Publikum befragten, konnte man folgende Tendenz sehen: ¾ des Publikums glauben, sie habe alles vorbereitet und ¼ denkt, es ist mehr ein Zufall, dass sie sich wieder sehen.

F: Ich denke ebenfalls mehr, es ist ein Zufall – aber es somit eine Frage, die die Zuschauer selbst beantworten müssen.
D: Als Regisseur kannst du gewissermaßen alles machen, wenn du dem Publikum solche „Rätsel“ aufgibst.

F: Um noch ein bisschen bei Mélanie zu bleiben: Es gibt eine ganz interessante Szene, die mir aufgefallen ist, in der sie sagt, sie würde fast nie Make-Up tragen. Wenn man hier ansetzt erkennt man aber, dass sie eigentlich den ganzen Film über eine „Maske“ trägt.
D: (lächelt) Aaaah! Ja, das ist mir noch gar nicht aufgefallen.

F: Und das „Seitenumblättern“ – ist das auch im Sinne von einem Wendepunkt im Leben eines Menschen gemeint?
D: Ja, es gibt in Frankreich diese Zweideutigkeit. In Englisch ist das schon schwieriger.

F: Ich frage das, weil es in unserem Forum eine kleine Diskussion bezüglich des Titels gab und es keiner richtig verstand, denn der deutsche Titel hat diese Zweideutigkeit nicht impliziert.
D: Ich habe mit dem deutschen Verleih, Alamode, gesprochen, die etwas besorgt waren wegen dem Titel, und ich denke, Filmladen (Anm. österr. Verleih) hat diesen Titel übernommen. Der deutsche Titel ist nicht besonders schön und sie wollten scheinbar auch diesen Anstrich von Schubert – „Der Tod und das Mädchen“ oder „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ – diese Scarlett Johannson Geschichte. Wenn man einen sehr „romantischen“ Titel hat, verliert man auf der anderen Seite die Doppeldeutigkeit.

F: Aber es ist eigentlich schon in diesem „französischen“ Sinne gemeint, also versteht auch das französische Publikum sofort, dass es eben nicht nur um ein Mädchen geht, das Seiten umblättert.
D: Absolut. Als der Film in Frankreich herauskam gab es in „L’Equipe“ (Anm. französische Sport-Tageszeitung) eine Schlagzeile über die französische Nationalmannschaft nach der WM in dem es gewissermaßen hieß „Now they turn the pages“ (lacht) und in einem Forum wurde Zidane auch als „Page Turner“ bezeichnet.

F: Als Musiker kennst du natürlich die Ängste, denen Ariane ausgesetzt ist und die zu Beginn auch Mélanie plagen. Wie viel von deiner eigenen Biografie ist in dem Film?
D: Das Thema Lampenfieber ist ein bisschen seltsam bei mir, denn ich kann mich nie daran erinnern. Es ist so, als wollte ich meine eigene Angst nicht sehen – obwohl ich natürlich auch jedes Mal, wenn ich ein Konzert gebe, Lampenfieber habe, aber wie gesagt, ich kann mich später nicht mehr an das Gefühl selbst erinnern. Freunde, die selbst Musiker sind, haben mir aber erzählt, dass ich mit meiner Darstellung scheinbar ihren Nerv getroffen habe und es genau so ist, wie ich es in meinem Film beschreibe. Meine Erfahrungen beziehen sich eher auf das Vorspielen vor einer Kommission, auch auf dem Klavier.

F: Eine sehr starke Szene, die auch emotionell sehr kalt war und man …
D: Ja, die Wirklichkeit, die Realität dieser Geschichte fühlen konnte und dass es so ist. In Hanekes Pianist ist diese Prüfungssituation ebenfalls sehr gut dargestellt.

F: Darauf wollte ich hinaus: Im Presseheft steht, dass der Film gerne mit Chabrol verglichen wird, weil er den schleichenden Verfall der Gesellschaft schildert, mit Hitchcock, Haneke und Pasolini – bis zu welchem Grad denkst du, stimmen diese Vergleiche?
D: Ich weiß es nicht, denn wenn man einen Film macht, macht man „sein“ Baby ohne direkten Bezug auf irgendjemanden zu nehmen. Was den Vergleich mit Chabrol betrifft, würde ich sagen, dass die Verbindung in diesem Film nicht so stark ist. Ich mag Chabrol sehr, besonders seine frühen Filme, aber es ist in „Das Mädchen, das die Seiten umblättert“ meiner Meinung nach nicht so stark. Natürlich, der Film spielt in dem Bourgeoise, und daher sieht das französische Publikum das so. Vor ein paar Jahren habe ich Hanekes „Die Klavierspielerin“ gesehen und ich liebe auch seine Filme, aber ich denke, er will nicht, dass wir sie lieben. Aber ich bewundere seine Arbeit. Was „echte“ Bezüge angeht, so ist Hitchcock vermutlich der einzige, denn er ist der einzig wahre Meister. So oft es geht, lese ich etwas von ihm oder sehe mir etwas an, denn es erinnert einen immer an die Wichtigkeit von Suspense und in einem Thriller muss einfach alles zu einem bestimmten Zweck gemacht werden. Und in Hitchcocks Filmen ist es offensichtlich: Jede Einstellung, jede Wahl der Linse, einfach alles ist deswegen so wie es ist, um eine Reaktion beim Publikum zu erzeugen. Er macht es nie für sein Ego, sondern immer nur für die Story.

F: Wenn wir schon gerade bei anderen Regisseuren sind, kannst du uns vielleicht noch ein paar andere Einflüsse nennen?
D: Weißt du, das ist immer schwierig, denn wenn ich jetzt ein paar der großen Meister benenne, würde jeder sagen: „Wer ist er, dass er sich mit solchen Genies vergleicht?“ Auf der anderen Seite könnte ich auch ein paar ganz unbekannte Filme nennen, was auch keinem nützen würde. Jeder hat seinen Hintergrund, schon allein wenn er ins Kino geht. Meine Einflüsse gehen eher von anderen Dingen aus: Japanische Kunst – nicht nur Kino sondern auch Musik und vor allem moderne Malerei – sehr minimalistisch, also eine Kunst in der es nur sehr wenige Elemente gibt, doch jede ist ungeheuer wichtig.

F: Wie war eigentlich die „Chemie“ zwischen Catherine Frot und Déborah Francois am Set?
D: Wenn du ein solches Duo castest, dann machst du es gerade wegen der Chemie zwischen den beiden. Du weißt bereits vor dem Dreh, wie es zum Schluss aussehen würde. Und schon in den ersten Proben – wir machten nicht viele, da ich das nicht besonders mag – fiel mir auf, dass sie sich in gewissen Dingen ähnlich sehen. Déborah hätte ihre Nichte sein können, es sind so viele Gemeinsamkeiten, die die beiden haben. Beim Dreh selbst könnte ich nicht sagen, dass sie immer und absolut perfekt harmonierten, das wäre einfach nicht wahr, aber die beiden haben ausgezeichnete Arbeit geleistet.

F: Woran liegt es deiner Meinung nach, dass die beiden so besonders harmonieren?
D: Ich weiß es nicht genau, aber ich denke es ist die Beschaffenheit der Haut der beiden. Ich habe auch sehr intensiv an der Abstimmung der Haarfarbe der beiden gearbeitet – sie sollte sich natürlich unterscheiden, aber nicht zu stark. Bei den Schauspielern verlange ich, dass sie ihre Gefühle im Inneren behalten und sich zurücknehmen, das ist dann wie beim Fahrradfahren: Wenn du langsam fährst ist es besonders leicht, zu stürzen.

F: Wie streng bist du als Regisseur? Haben die Darsteller auch die Möglichkeit, sich selbst einzubringen?
D: Ich bin zwar streng, aber wenn sie etwas Passendes vorschlagen, dann habe ich meistens nichts dagegen. Wenn während einer Aufnahme etwas passiert, dann nehme ich das so hin, denn schließlich sind es lebendige Charaktere.

F: Kannst du uns auch etwas über die Rolle, die die Musik in dem Film spielt, erzählen?
D: Die Musik hat die Funktion, die Gefühle zu beschreiben. Der Original Soundtrack von Jérôme Lemmonier ist eine unglaubliche Leistung, die das Publikum beeinflusst, ohne dass es das merkt. Natürlich mag ich ganz besonders den Bernhard Herrmann- Stil, also gänzlich unmelodiöse Musik etc. – da ist also etwas sehr physisches dahinter. Musik ist nicht nur im Kino ungeheuer wichtig sondern auch generell eine universale Kunstform und alles hat den Zweck, eine Beziehung zwischen Publikum und Film herzustellen.

F: Die Musik korrespondiert auch sehr schön zur originalen Musik von Bach und Schostakowitsch.
D: Das ist richtig und ebenfalls wieder der großartigen Arbeit von Jérôme zu verdanken. Ich habe zunächst das Schostakowitsch Trio ausgesucht und dann das Schubert Trio, da sie sehr einfach zu imitieren sind. Catherine macht ja alles selbst, auch wenn die Musik natürlich später darüber gelegt wird, aber es muss richtig aussehen und verlangte somit eine sehr gute Vorbereitung ihrerseits. Und so hat Jérôme einfach dann ein paar Noten geschrieben die zu Schostakowitsch – sehr „chabrolesk“ wiederum – passten.

F: Pascal Greggory ist auch bei uns nicht gänzlich unbekannt. Wie war die Arbeit mit ihm?
D: Sehr schön, ja. Ich mag ihn sehr, da er einfacher Typ ist und einfach einen Körper hat, der wie geschaffen für das Kino ist. Es gab eine Szene im Swimming Pool, in dem er schwimmt, die dann aber herausgeschnitten wurde, was ich auf der anderen Seite schade fand, da er einen so fantastischen Körper hat, der auf der Leinwand so viel hermacht.

F: Aber seine Rolle an sich ist relativ klein angelegt und doch zentral.
D: Genau das. Er ist zwar nicht physisch anwesend, aber seine Präsenz muss doch den ganzen Film über spürbar sein.

F: Wie lange habt ihr eigentlich gedreht?
D: Acht Wochen, also ganz normal mit 3 Millionen Euro Budget.

F: Ich möchte noch ein bisschen über französisches Kino im Allgemeinen sprechen. In Österreich kam letzte Woche der Vorschlag, nach französischem Vorbild eine Extrasteuer auf Kinotickets für alle nicht-europäischen Filme einzuführen, um so den heimischen Markt etwas zu stärken. Denkst du, dass solche Maßnahmen gut sind?
D: Weißt du… ja. Spanien hat dieses System ja auch imitiert, das bei uns in den 50ern eingeführt wurde. Es ist aber nicht nur eine Steuer auf Hollywoodfilme, sondern auf alle Tickets, die verkauft werden. Die Steuer kommt dem französischen Kino zu Gute, nicht nur der Produktion, das gilt auch für Verleiher und Kinobesitzer. Das „Titanic“-Jahr ist ein besonders gutes Jahr auch für das französische Kino (lacht). Aber heuer hatten wir zum Beispiel ein sehr gutes Jahr mit unseren eigenen Produktionen und kaum fremden Blockbustern, was aber wiederum nicht gut ist für uns, da die Steuer ja von unseren eigenen Filmen kommt. Die Frage ist, was man mit dem Geld macht. Wir haben bis zu 240 Filme/Jahr, aber nur die wenigstens kommen über die Grenze und ich bezweifle, dass einer von ihnen die „Offenbarung“ für das französische Kino sein wird. Die Gefahr ist dabei nicht, zu sehr in den Mainstream abzudriften, sondern nur noch politisch korrekte Filme zu produzieren.

F: Da das Interview ja für eine DVD Seite ist, kannst du uns vielleicht auch schon ein bisschen über die DVD erzählen.
D: Ich weiß gar nicht, wie es hier aussieht, aber in Frankreich gibt es eine sehr gute DVD und sogar eine CD. Es wird so ziemlich überall in Europa DVDS zum Film geben. Es ist das erste Mal, dass ich ein Making Of auf der DVD hatte, und ich denke es ist sehr gut gemacht von diesem Mädchen, das am Set war. Ich finde Making Ofs generell fantastisch, ebenso Audiokommentare, denn wenn man sich das anhört, lernt man so viel und sieht so viel. Wenn man einen Audiokommentar über die gesamte Filmlänge hat, gibt es keine „Zensur“, da man alles verstehen kann, was am Set passiert ist. Ich spreche in meinem Kommentar nicht über den Film selbst, sondern über Hintergründe.

F: Also gefallen dir die Möglichkeiten, die das Medium bietet?
D: Oh, ja, sehr. Und ich war auch sehr überrascht von der französischen DVD. Da ist beispielsweise auch ein großes Interview mit dem Komponisten drauf. Ja, ich bin ein Fan von Bonusmaterial, da es mir selbst auch bei der Arbeit hilft. Es ist einfach interessant zu erfahren wie Cronenberg beispielsweise arbeitet und was er darüber erzählt – das kann ich dann in meine eigene „Sprache“ übersetzen und dann sagen: Hier war ein Problem mit dieser Schauspielerin., oder: Da stimmte die Einstellung nicht genau – und so weiter.

F: Wie sieht es generell mit Internet aus? Nutzt du es und wenn ja, wofür?
D: Ich finde auch diese Entwicklung fantastisch, auch wenn ich selbst eher nicht in Film-Boards unterwegs bin, da es für mich schwierig ist, über eigene Filme zu lesen, aber wenn man sieht, was „Amateure“ für Filmkritiken schreiben, ist es oft unglaublich, wie gut sie sind, besser als manche so genannte Profis.

F: Denis, es war wunderbar mit dir zu sprechen, ich wünsche noch viel Vergnügen in Wien und dir und dem Film alles Gute und bonne chance!
D: Ich danke dir ebenfalls!


Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei Denis Dercourt und Bina Köppl (Pressebetreuung) bedanken!



Quelle: DVD-Forum.at