Need for Speed: Hot Pursuit Remastered [Nintendo Switch]

Immer diese Raser!

Die „Need for Speed“-Reihe kann mittlerweile auf eine 26-jährige Geschichte zurückblicken. Während man zu Beginn noch mit einer Handvoll hochmotorisierter Supersportwagen durch die Gegend flitze, hat man in dieser Zeit eigentlich alles abgedeckt, was sich das nach Benzin verzehrende Herz wünschen kann. Tuning-Kultur in „Need for Speed Underground“, Verfolgungsjagden mit der Polizei in „Need for Speed III: Hot Pursuit“ oder Rennen mit Fokus auf eine Marke wie „Need for Speed: Porsche“…EA hat in diesen Jahren so ziemlich alles ausprobiert!

Doch am beliebtesten waren doch immer wieder die Verfolgungsjagden mit den Cops, so auch in Criterions „Need for Speed: Hot Pursuit“. Und genau dieses Spiel erscheint nun in einer überarbeiteten Version für die aktuelle Konsolengeneration. Wir haben uns die Switch-Fassung für den Test mal genauer angeschaut.

Platz da!

Wie in 99% der Rennspielen geht es auch in „Need for Speed: Hot Pursuit Remastered“ darum, die Nummer 1 zu werden. In der Gegend rund um Seacrest County absolviert ihr so Rennen um Rennen und steigert damit nicht nur euer Ansehen in der Racing-Szene, sondern leider auch eure Fahndungsstufe bei der Polizei. 

Somit erspielt ihr euch mit jedem Rennen Kopfgeld, das ihr nicht nur in neue Autos investieren könnt, sondern das euch auch bei den Duellen mit der Polizei hilfreich sein wird. Denn damit könnt ihr euch Gadgets für euer Auto kaufen. So bremst ihr die Konkurrenz zum Beispiel mit einem Nagelband oder einem elektromagnetischen Impuls aus. 

Mit steigendem Kopfgeld schaltet ihr außerdem neue Autos frei und erschließt euch somit einen ziemlich beeindruckenden Fuhrpark bestehend aus Mazda RX-8, Mitsubishi Lancer Exolution X, Porsche 911 Speedster oder Bugatti Veyron 16.4. Hier ist recht große Vielfalt geboten! Außer Lackierungen kann man hier aber nicht viel ändern. Keine Spoiler, keine neuen Felgen, keine Spurverbreiterung…

Besonders motivierend ist „Need for Speed: Hot Pursuit Remastered“ allerdings im Duell mit anderen Spielerinnen und Spielern aus Fleisch und Blut. Hierfür sorgt vor allem die Autolog-Funktion, die ständig eure Bestzeiten mit denen eurer Freunde vergleicht und diese an einer Art virtueller Tafel festhält.

 

 

Technisch in Ordnung

Natürlich sieht man „Need for Speed: Hot Pursuit Remastered“ sein Alter deutlich an, dennoch überzeugt der Titel vor allem im Handheld-Modus in Sachen Optik. Selbst auf der Switch bietet das Spiel einige hinzuschaltbare Grafikeffekte, z.B. bei dem Schatten- und Lichtwurf. 

Die Automodelle sind super und sehr detailliert, auch die verschiedenen Strecken, die mal am Meer vorbei, mal durch die Berge führen, sind optisch wirklich toll gemacht.

In Sachen Akustik bietet das Spiel fette Motorensounds, die perfekt auf die jeweiligen Autos angepasst sind. So kann man einen V8-Motor deutlich von einem Wankelmotor unterscheiden. Auch die Musikuntermalung passt, unter anderem gibt es Songs von Deadmau5, M.I.A. oder Weezer.

Audiovisuell passt die Nummer also, auch das Renngeschehen an sich läuft flüssig. Wenn man etwas kritisieren kann, dann die nervige Gummiband-KI. Einen richtigen Vorsprung herausfahren, kann man so also nicht. Außerdem sind die Zwischensequenzen störend, wenn ihr einen Verfolger zum Beispiel erfolgreich in den Crash getrieben habt. Denn gerade kurz vor einer Kurve kann man gar nicht so schnell auf ein Lenkmanöver reagieren. 

  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
3.8

FAZIT: Schöne „Retro“-Raserei

Auch zehn Jahre nach seinem Release ist „Need for Speed: Hot Pursuit“ ein gutes Spiel. Auf der Nintendo Switch läuft es ordentlich, auch wenn man am großen Bildschirm etwas mehr Auflösung vermisst. Dennoch kann man technisch nicht viel meckern. Auch inhaltlich ist einiges geboten und die knapp 100 verschiedenen Herausforderungen fesseln einen recht lange ans virtuelle Lenkrad. Zum Glück sin diese auch recht abwechslungsreich gestaltet und bringen mit den zusätzlichen Rennen, in denen man die Polizei steuert auch eine andere Perspektive mit sich. Dank des Autologs wird man – genügend Freunde die den Titel auch spielen – immer wieder zu neuen Bestzeit-Versuchen motiviert. 

Das einzige Ärgernis ist hier wirklich der Schwierigkeitsgrad durch die nervige Gummiband-KI. Auf der einen Seite ein nachvollziehbarer Entschluss, denn somit sind actionreiche Rennen garantiert, aber auch einfach nervig, wenn man erst der Konkurrenz davon fährt und sie plötzlich wieder hinter einem sind.

Da Aracde-Racer eh so knapp bemessen sind – gerade auf der Nintendo Switch – kann man hier eigentlich ganz bedenkenlos zugreifen. Macht immer noch Spaß!

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Benutzer-Bewertung
5 (1 Stimme)
Über Christian Suessmeier 488 Artikel
Nachdem ich schon in jungen Jahren Prinzessinnen aus den Klauen bösartiger Reptilien rettete und mich mit einem kleinen Raumschiff durch das Weltall ballerte, ließ mich die Faszination Videospiele nicht mehr los. Besonders japanische Spiele haben es mir angetan, außerdem war ich auch immer ein großer Fan von spezielleren Konsolen wie dem Sega Saturn. Ein Herz für Außenseiter quasi! In Sachen Spielen verehre ich die "Yakuza"-Reihe, mag filmische Abenteuer wie "The Last of Us" und absolviere gerne mal eine Partie "PES" zwischendurch. Ansonsten schlägt mein Herz aber auch für den japanischen Film, Regisseure wie Shion Sono, Shinya Tsukamoto oder Takeshi Kitano sind einfach Gold wert. Weiterhin investiere ich meine Zeit aber auch gerne in Comics und dem kreativen Arbeiten(Schreiben, Zeichnen...).

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