Mario Party Superstars [Nintendo Switch – Review]

Wenn „Mario Party“ zur Zerreißprobe wird…

So süß und unschuldig wie einige der „Mario“-Spiele wirken, sind sie meist gar nicht. Welcher blaue Panzer in „Mario Kart“ hat nicht schon für einen kaputten Controller oder viel Geschrei im Wohn- oder Kinderzimmer geführt? Und wer wollte den besten Freund oder die beste Freundin nicht schon mal hochkant aus der Wohnung werfen, weil er oder sie unverdient einen Stern in „Mario Party“ abgreifen konnten?

Und genau für diese Art Unterhaltung sorgt Nintendo mit dem Release von „Mario Party Superstar“ sicherlich auch wieder. Bei dem Titel handelt es sich mittlerweile um den zweiten Teil der beliebten Reihe für die Nintendo Switch und den insgesamt zwölften Ableger für stationäre Konsolen.

„Mario Party Superstars“ greift dabei aber auf die Nintendo 64-Trilogie zurück und vermischt deren Spielbretter mit Minispielen aus der über zwanzigjährigen Geschichte. Wie das gelungen ist, lest ihr in unserem Test.

Die Beeeesten!!

Die neueste Switch-Variante von „Mario Party“ präsentiert sich in altbekannter Weise. Neben dem Hauptmodus, in dem ihr euch mit einer von zehn Spielfiguren, darunter Mario, Peach oder Wario auf fünf verschiedenen Brettern um die Sterne duelliert, könnt ihr euch im Minispiele-Berg mit den verschiedenen Disziplinen auseinandersetzen.

Diese könnt ihr noch einmal nach verschiedenen Kriterien sortieren oder ihr stellt euch gleich eure liebsten Minispiele zusammen und genießt diese mit bis zu drei anderen Kontrahenten. Bei 100 verschiedenen Disziplinen sollte es so schnell auch nicht langweilig werden.

Ansonsten erwarten euch im Hauptmenü die Optionen, umfangreiche Statistiken im Datenhaus und die Verwaltung eurer Online-Mitspieler im Freundehaus. In Toads Laden könnt ihr euch außerdem verschiedene Items sichern, die ihr mit den erspielten Münzen kaufen könnt. Diese beschränken sich aber lediglich auf Musikstücke, Enzyklopädie-Einträge und Kartendesigns für euren Online-Auftritt. Auch neue Sticker, die ihr während der Partien nutzen könnt, sind im Shop verfügbar, aber wie auch der andere Rest, nicht wirklich spielrelevant.

 

 

Von den Tropen ins All

„Mario Party Superstars“ bietet euch auf seinen fünf verschiedenen Spielbrettern einiges an Abwechslung. Egal ob auf Yoshis Tropeninsel, auf der es verschiedene Abzweigungen gibt, oder im Weltall, der mit ein paar fiesen Mechaniken gespickt ist, die Kartendesigns sind recht gut und bieten Abwechslungsreichtum wie von Nintendo gewohnt. In Sachen Spielprinzip geht es eigentlich immer darum, möglichst viele Sterne auf eurem Weg über die Karten zu ergattern. Ist eine Runde beendet, messen sich die Spieler*innen in verschiedenen Minispielen und bekommen dadurch Münzen und sogar die Chance auf einen Stern am Ende der Partie. Denn erst nach der letzten Runde wird abgerechnet und auch der ein oder andere Bonus-Stern verteilt.

Durch verschiedene Items und Ereignisfelder ist eigentlich immer was geboten und für Unterhaltung gesorgt. Mal klaut ihr eurem Kontrahenten Münzen, ergattert einen Dreifach-Würfel oder bestreitet ein spezielles Duell mit einem Gegenspieler um eine vorher festgelegte Summe an Münzen. 

Hübsch!

Die vergangenen Eigen-Produktionen von Nintendo für die Switch litten fast durchgängig an kleineren technischen Macken, die man so von dem Kult-Unternehmen eigentlich nicht kennt und ließen die Zweifel an der Leistungsfähigkeit der aktuellen Hardware immer weiter wachsen. Glücklicherweise ist das bei „Mario Party Superstars“ nicht so. Das Spiel läuft sowohl im TV- als auch Handheld-Modus flüssig und ohne Fehler, auch die Auflösung ist einwandfrei.

In Sachen Grafik und Musikuntermalung präsentiert man sich gewohnt stilsicher und hat sowohl die Karten wie auch die Menüs mit kleinen und liebevollen Details ausgestattet. Da kann man nicht viel meckern…Dass die eigentlichen Spielbretter vom N64 stammen, ist auch nur noch eine Randnotiz. Man hat dies alles gut ins Jahr 2021 portiert.

Die Minispiele sind alle gut steuerbar und geben euch vor dem Start die Möglichkeit, ausprobiert zu werden. So wird man nicht zu sehr ins kalte Wasser geworfen, was vor allem bei ungeübteren Controller-Nutzer*innen von Vorteil ist und die Einsteigerfreundlichkeit erhöht. Generell bietet auch „Mario Party Superstars“ einige nette Komfortfunktion, um selbst den Jüngsten – oder dem Ungeübtesten – unter die Arme zu greifen. 

 

  • Story
  • Grafik
  • Gameplay
  • Spielspaß
3.9

FAZIT: Spaßige Klassiker-Sammlung!

Mit „Mario Party“ kann man eigentlich nie etwas falsch machen…das beweist auch „Mario Party Superstars“ einmal wieder. Die fünf Spielbretter und die 100 Minispiele werden definitiv für einige unterhaltsame Spieleabende und viel Geschrei sorgen. Zum einen sind daran die Minispiele schuld, aber auch die Mechaniken der Spielbretter lassen das Geschehen nicht so schnell langweilig werden.

Lobenswert ist es außerdem, dass „Mario Party Superstars“ sowohl on- wie auch offline mit anderen Spieler*innen gezockt werden kann und dafür dann auch solche Features wie die Party-Karte zur Verfügung stellt. Auf dieser können andere Nutzer*innen dann nämlich sehen, wie ihr euch schlagt und welches „Mario Party“-Level ihr schon erreicht habt. Ob es den Ingame-Shop von Toad unbedingt gebraucht hätte, ist jedoch fraglich. Die dort vorrätigen Items wie Musikstücke und Enzyklopädie-Einträge sind eigentlich nicht sonderlich hilfreich, auch die Sticker sind eher Geschmacksache. Da wären alternative Kostüme, besondere Effekte für die Spielbretter oder ähnliches spannender gewesen.  

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Über Christian Suessmeier 1842 Artikel
Nachdem ich schon in jungen Jahren Prinzessinnen aus den Klauen bösartiger Reptilien rettete und mich mit einem kleinen Raumschiff durch das Weltall ballerte, ließ mich die Faszination Videospiele nicht mehr los. Besonders japanische Spiele haben es mir angetan, außerdem war ich auch immer ein großer Fan von spezielleren Konsolen wie dem Sega Saturn. Ein Herz für Außenseiter quasi! In Sachen Spielen verehre ich die "Yakuza"-Reihe, mag filmische Abenteuer wie "The Last of Us" und absolviere gerne mal eine Partie "PES" zwischendurch. Ansonsten schlägt mein Herz aber auch für den japanischen Film, Regisseure wie Shion Sono, Shinya Tsukamoto oder Takeshi Kitano sind einfach Gold wert. Weiterhin investiere ich meine Zeit aber auch gerne in Comics und dem kreativen Arbeiten(Schreiben, Zeichnen...).

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