Künstliche Intelligenz hilft Filmproduzenten bei der Auswahl des nächsten James Bonds

Aufregende Jahre um Englands besten Agenten

Erinnern wir uns zurück an das 2006, als „Casino Royale“ frisch in den Kinos lief. Ein Aufschrei ging durch die Zuschauer – ein neuer Geheimagent, ein neuer 007 mit einer neuen Lizenz zum Töten. Und dann auch noch mit einer neuen Haarfarbe. Ein blonder James Bond! Das hatte es bis dato noch nicht gegeben. Nach den dunkelhaarigen Schauspielern Pierce Brosnan, Roger Moore und Sean Connery – um nur die berühmtesten Vorgänger zu nennen – mit ihren großen dunklen Augen und Hundeblick zum Dahinschmelzen, die ihren Vodka Martini gerührt und nicht geschüttelt tranken. Gut angezogen, mit gebügeltem und gesteiftem(!) Hemd gingen sie dann auf Verbrecherjagd, während sie sich von einer Schönheit verführen ließen, die ihnen sogar bei der Bekämpfung des Verbrechens half.

 

Und dann kam Daniel Craig. Ebenfalls gut aussehend, das muss man ihm lassen. Dafür aber blond, mit eiskalten blauen Augen, die um nichts baten, sondern nur verlangten. Ein 007, dem gebügelte Hemden und Krawatten genauso egal waren wie die Frage, ob er seinen Martini geschüttelt oder gerührt trinkt. Und ein Agent, der nicht nur eine Frau pro Film zum Erliegen brachte, sondern gleich mehrere.

 

16 Jahre gute Unterhaltung

16 Jahre ist es jetzt her, dass uns Daniel Craig 2006 im Streifen Casino Royale fast von unseren Kinositzen fegte. 16 Jahre, in denen Frauen sich wünschten, sie wären eine der Schönheiten, die in den Genuss des Agenten und seine geheimen Künste gekommen wären, und die Männer genauso cool im Poker um einen Pot in Millionenhöhe bluffen könnten. Apropos Poker – wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, sollte einmal im Lapalingo Casino bei Casinobonus360 vorbeischauen. Sie haben vielleicht nicht das Charisma von Bond, die Garderobe oder einen Millionen-Dollar-Pott, um den Sie spielen können, aber Sie können beim Spielen etwas Spaß haben.

 

Dort gibt es thematisch passende Casino Royale-Slots, die alte Erinnerungen wieder lebendig werden lassen. In diesen 16 Jahren ließ Daniel Craig unsere Leidenschaft für Agentenfilme in Ein Quantum Trost, Skyfall und Spectre aufflammen. Und seit April 2020 warten wir sehnsüchtig auf den letzten seiner Filme.

 

Offizielles Plakat für den nächsten Film

 

Daniel Craig spielt Bond ein letztes Mal

Keine Zeit zu sterben (Originaltitel: No time to die) hätte bereits seit Monaten die Kinokassen klingeln lassen sollen. Stattdessen wurde aufgrund der weltweiten Ereignisse die Premiere wahrscheinlich auf November verschoben. Zahlreiche Trailer zumindest lassen uns auf ein großes Finale einer Craig-Ära hoffen. Denn das wird es sein – ein Ende für den ersten blonden James Bond. Lange hieß es, dass Craig selbst diesen Film eigentlich nicht mehr hatte drehen wollen. Nur, weil einfach kein geeigneter Nachfolger gefunden werden konnte, ließ er sich zu einem letzten monumentalen Abschlussfilm hinreißen. Keine Zeit zu Sterben ist seit mehreren Monaten abgedreht und somit steht die Frage im Raum, wer in Daniel Craig’s Fußstapfen treten wird. Diesmal aber wirklich.

 

Künstliche Intelligenz hilft bei der Agentenwahl

Auch die Softwarefirma Largo, die für ihre Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz bekannt sind, gehört zu den großen Bond fans. Aus Angst, die Produktion des nächsten Teils könnte sich aufgrund eines Schauspielerengpasses allzu sehr verzögern, haben die dortigen Ingenieure kurzerhand ihre KI-Software dazu programmiert, den Filmproduzenten unter die Arme zu greifen und den perfekten Nachfolger für Daniel Craig zu finden. Ziel der Software war es, einen Schauspieler zu finden, der aufgrund von bestimmter Eigenschaften einen genauso großen Kinoerfolg hervorrufen wird, wie Craig – der bisher erfolgreichste aller James Bond-Darsteller. Die KI analysierte also unter anderem körperliche Merkmale, sowie schauspielerische Fähigkeiten, Akzent (alle, die die Filme in Originalton gesehen haben, wissen, was wir meinen) und Story-Elemente. Insgesamt kam so eine Liste von mehr als 1000 Charaktermerkmalen zustande, die den Schauspieler auswählten, der laut KI am ehesten in der Lage sein sollte, in Craigs große Fußstapfen zu treten.

 

“Dies ist angesichts der Forschungsergebnisse von entscheidender Bedeutung, und frühere Projekte haben eine sehr hohe Korrelation zwischen dem Erfolg eines Films und der Übereinstimmungsrate zwischen Schauspieler und Charakter festgestellt – eine solche Korrelation ist wichtiger als die Popularität des Schauspielers”, sagte die Firma Largo in einer Pressemitteilung.

  1. Henry Cavill (92.3%)
  2. Richard Armitage (92.0%)
  3. Idris Elba (90.9%)
  4. Charlie Hunnam (90.6%)
  5. Daniel Craig (88.6%)
  6. Tom Hardy (88.3%)
  7. Sam Heughan (87.6%)
  8. Richard Madden (86.7%)
  9. Jamie Bell (86.5%)
  10. Tom Hiddleston (85.2%)

 

Der nächste James Bond

Tatsächlich wurde Henry Cavill, den wir als Superman und Gerald von Rivia (Netflix, The Witcher) kennen, wegen zu vieler Muskeln abgelehnt. Idris Elba war lange Zeit im Gespräch, aber wer weiß, ob die Produzenten bereit sind, das Risiko eines dunkelhäutigen James Bond einzugehen. An der Zeit wäre es allemal, aber die Angst, zahlende Kunden im Kino vor den Kopf zu stoßen, sitzt immer noch zu tief im kapitalistisch geprägten Filmbusiness.

 

Tatsächlich heißt es seit ein paar Tagen, dass die Nummer 6 der Liste einen Vertrag unterschrieben haben soll. Schade eigentlich. Der Ironie wegen wäre es doch schön gewesen, wenn Tom Hardy, der ebenfalls blond ist, auf Platz (00)7 des Rankings gestanden hätte. Angeblich soll Craigs Nachfolger aber erst offiziell verkündet werden, wenn Keine Zeit zu sterben schon einige Wochen im Kino angelaufen ist.

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