Frühling, Sommer, Herbst, Winter - und Frühling

  • Informationen zum Film
  • Frühling, Sommer, Herbst, Winter - und Frühling

  • Originaltitel:
    Bom yeoreum gaeul gyeoul geurigo bom
    Genre:
    Drama
    Produktionsländer:
    Deutschland, Südkorea
    Produktionsjahr:
    2003
    Kinostart Österreich:
    27.08.2004
    Kinostart Deutschland:
    18.03.2004
  • Inhalt
  • Der Steg ist das Ziel: Ein junger Mönch ist hin- und hergerissen zwischen den Leidenschaften des Lebens und der kontemplativen Stille eines Inselklosters.

    Eine nur per Ruderboot erreichbare Mönchsklause, ein alter buddhistischer Meister, ein junger Schüler: Viel mehr braucht der südkoreanische Filmemacher Kim Ki-Duk nicht, um seine meditativ gestimmte Fabel über Leidenschaft und Vergänglichkeit zu erzählen. In fünf Episoden rollt er - analog zum Zyklus der Jahreszeiten - das Leben des Schülers auf: Von der Neugier des Kindes bis zur ersten Liebe, von Verstrickung in Eifersucht und Schuld bis zur kontemplativen Abgeklärtheit des Alters.
  • Filmkritik
  • Der neue Film von Kim Ki-Duk läuft in unseren Kinos – und ihr müsst reingehen! Als einer der profiliertesten Regisseure Südkoreas („Seom – Die Insel“, „Address Unknown“) behandelt er seine Themen, den Kreislauf von Schuld und Sühne sowie die Zusammengehörigkeit von Liebe und Gewalt, mit den von ihm gewohnten Ausdrucksmitteln. Die Insel in „Frühling, Sommer, Herbst, Winter ... und Frühling“ ist ein winziges buddhistisches Kloster inmitten eines Sees. In ruhigen, stilisierten Bildern fängt er das Leben eines Meisters und seines Schützlings ein, das durch die Ankunft eines kranken Mädchens nachhaltig beeinflusst wird. Der junge Mönch verliebt sich in sie, wird ihr folgen und ihretwegen morden. Was der Meister prophezeite – „Begierde bringt Abhängigkeit hervor und diese Mordgedanken“ – bewahrheitet sich so und führt zu einem Höhepunkt der Schuld, für den der Mönch (in diesem Alter von Kim Ki-Duk selbst verkörpert) auf geistliche und weltliche Art büßen muss.

    Staunend sehen wir die Gewalt im Kleinen oder ganz außerhalb des Bildes verharrend und ihre Ausübung in einer naiven (Kindheit) und hilflosen (Mannesalter) Form vonstatten gehen. Obwohl sie für Kim allgegenwärtig ist, wird sie in „Frühling, Sommer, Herbst, Winter ... und Frühling“ zum einen als nicht rein destruktiv Kraft erfahren, zum andern nicht als das letzte Mittel der Kommunikation zwischen Hilflosen und Getriebenen verstanden. Das kommt daher, dass sie als erzieherisches Gegenmittel des Meisters Gleiches mit Gleichem vergilt und durch eine Mischung aus Einkehr und Ablenkung abgearbeitet werden kann.

    Das Rad des Lebens mit seinen karmischen Gesetzen kann nur der einzelne für sich überwinden; den Kreislauf von Schuld und Sühne kann er jedoch nicht aufheben – denn der läuft auch nach seiner Läuterung weiter.

    Die Schauspieler agieren sehr zurückgenommen, dadurch tragen sie zur Atmosphäre viel bei und überzeugen in ihren Rollen. Oh Young-Su spielt den Meister ausgezeichnet. Er allein wäre schon ein Grund reinzugehen.

    Absolute Empfehlung! Ruhig, lyrisch, weise, schön. Wenn’s nicht zu pathetisch wäre, würde ich sagen erleuchtend. Der richtige Film zu Ostern!
  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Unterhaltung:
    1,5
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    1,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
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