Die letzten Glühwürmchen

  • Informationen zum Film
  • Die letzten Glühwürmchen

  • Originaltitel:
    Hotaru no haka
    Genre:
    Zeichentrick, Krieg, Drama
    Produktionsland:
    Japan
    Produktionsjahr:
    1988
    Kinostart USA:
    19.06.1996
  • Inhalt
  • 21. September 1945 das war die Nacht, in der ich starb.' Am Bahnhof der japanischen Hafenstadt Kobe verfolgt der Geist des 14-jährigen Seita die letzten Atemzüge seines Körpers. Neben der Leiche des Bettlers liegt eine Bonbondose mit Asche. Ein Straßenfeger wirft sie auf den Rasen. Glühwürmchen schwirren auf. Dann erzählt Seitas Geist seine Geschichte. Einige Monate vor der japanischen Kapitulation: US-Bomber legen große Teile Kobes in Schutt und Asche. Im Flammenmeer sterben auch die Mutter von Seita und der vierjährigen Setsuko. Weil Vater irgendwo im Pazifik kämpft, ziehen die Kinder zu einer Tante. Die verkauft zwar die Kleider der toten Mutter, geizt aber mit den rationierten Lebensmitteln. Als Tantes Nörgeleien unerträglich werden, ziehen die Geschwister in einen ehemaligen Bunker. Nahrung wird knapp. Dann erkrankt Setsuko auch noch an Durchfall.
  • Filmkritik
  • Allein wenn man die Inhaltsangabe hinter sich hat, kann man sich schon denken welch harter Tobak einen hier erwartet.
    Einer der traurigsten und ergreifensten Filme, den ich kenne.
    Der 14 jährige Seita versucht seiner Schwester Setsuko das Leben während des Krieges zu erleichtern. Denn nachdem ihre Mutter stirbt sind die beiden auf sich alleine gestellt und die Tante will auch nicht wirklich was mit ihnen zu tun haben. Die Gefühle, die sich von Anfang an abspielen sind schier unglaublich und ich kann das auch alles nicht recht in Worte fassen. Die Ereignisse mit denen der grosse Bruder versucht seine Schwester zu trösten und mit ihr das Grauen zu vergessen sind herzerweichend und es dauert nicht lange bis man die Tränen nicht mehr halten kann. Das nenne ich grosses Gefühlskino, welches die Dramatik damals wohl sehr gut schildern kann. Der Film basiert übrigens auf dem halb-autobiographischen Roman von Akiyuki Nosaka.
    Die Umsetzung ist Regisseur Takahata Isao vollkommen gelungen und er hat es erfolgreich geschafft Charaktere zu entwickeln, die diese ausserordentliche Tragik und Emotionen rüberbringen. Das der Film aus dem Jahre 1988 ist merkt man nur am Erscheinen, da er die typischen 80er - Jahre Elemente besitzt. Die Qualität der Zeichnungen selbst sind aber schier unglaublich, was an Details und Mimik besonders hervorzuheben ist.
    Was ich ausserdem noch hervorheben kann ist eine sensationelle Synchronisation wie man sie aus den guten alten 80ern gewohnt ist, als man sich noch richtig Mühe gegeben hat. Absolut empfehlenswert und wunderschön, dass man einen solchen Film voll und ganz in seiner Heimatsprache geniessen kann.
    Ich habe extra nicht viel zum Film selbst geschrieben, da es falsch wäre hier die Geschichten und Ereignisse im Film zu schildern.
    Eines ist klar. Dieser Film bewegt jeden und lässt keinen kalt. Von kindlicher Stimmung ist der Film zu keiner Zeit und eine FSK 6 ist eine absolute Fehlentscheidung. Aber ich lege trotzdem jedem Menschen auf der Welt diesen Film ans Herz, sodass er die Qualen des Krieges vor Augen hat und sieht was man unseren Kinder damit antut.

    Fazit:
    Ein Film den kein Mensch vergessen wird und der an Trauer und Gefühlen kaum zu überbieten ist. Absolutes Pflichtprogramm!!
  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    5,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    5,0
    Animation:
    4,0
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
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ø Wertung: 9,6/10 | Wertungen: 5 | Kritiken: 0

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