Underworld

  • Informationen zum Film
  • Underworld

  • Originaltitel:
    Underworld
    Genre:
    Action, Thriller, Fantasy
    Produktionsländer:
    USA, UK, Deutschland, Ungarn
    Produktionsjahr:
    2003
    Kinostart Österreich:
    30.01.2004
    Kinostart Deutschland:
    29.01.2004
    Kinostart USA:
    19.09.2003
    Verleiher Österreich:
    Concorde Filmverleih
    Verleiher Deutschland:
    Concorde Filmverleih
  • Inhalt
  • Seit unendlichen Zeiten liegen sie im Krieg, ein Gleichgewicht des Schreckens: Vampire und Werwölfe, deren Clans sich nie gewogen waren und tödliche Feinde sind. Während die Werwölfe eher die Herren der Straßen sind, sehen sich die Vampire mehr als Edelrasse von aristokratischer Abstammung.
    Bis sich die Vampirin Selene (Kate Beckinsale) eines Nachts in den Werwolf Michael (Scott Speedman) verliebt.
    Können die alten Zwistigkeiten überwunden werden oder wird ihre gemeinsame Liebe in einem mörderischen offenen Krieg enden?
  • Filmkritik
  • Bei Filmrezensionen der jüngsten Vergangenheit fielen immer wieder die Schlagwörter 'nicht innovativ', 'abgekupfert', 'hatten wir schon' u.ä. Vielen Filmen wurde vorgeworfen, dass sie Handlungstränge und/oder die Optik anderer Filme kopieren würden. 'Underworld' stellt da leider kaum eine Ausnahme dar - zumindest was den Look des Filmes anbelangt. 'Underworld' ist ein stilistischer Mix aus 'Matrix', 'Blade' und 'The Crow'. Immerhin schafft es der Film zumindest auf der Handlungsebene eine gewisse Eigenständigkeit an den Tag zu legen.

    'Underworld' erzählt die Geschichte von Selene, ihres Zeichens Vampirin und erfolgreiche Kämpferin im Krieg gegen die Werwölfe. Wo man auch schon beim Kern der Story ist: der uralte Kampf Vampire gegen Werwölfe. Auf der einen Seite die Vampire, die in Luxus leben (Paradoxon-Alarm *g*) und sich eher wie Adelige geben, auf der anderen Seite die Werwölfe, die von den Vampiren als primitive, verhasste, unterlegene Lebensform angesehen werden. Diese beiden verfeindeten Clans verbindet ein Ereignis, das schon Jahrhunderte zurückliegt und das der Grund für den erbitterten Kampf ist. Hier verleiht 'Underworld' der 'Beziehung' zwischen Vampiren und Werwölfen einen neuen Aspekt, wodurch der Film doch zunehmend an der schon erwähnten Eigenständigkeit innerhalb des Genres gewinnt - wenngleich man auch hier gewisse Parallelen zu den beiden Bladefilmen nicht verleugnen kann. Denn auch hier gibt es einen Vampirmythos über einen 'Auserwählten', der besondere Fähigkeiten besitzt. Und auch hier trügt der Schein, denn im weiteren Verlauf kann man die Grenze zwischen Gut und Böse, sofern man bei diesen beiden Spezien überhaupt von 'Gut' sprechen kann, nicht mehr sauber ziehen. So gesehen bietet die Geschichte immerhin einige interessante Wendungen.

    Dass sich die Untoten zeitgemäß geben und sich den technischen Auswüchsen der Moderne angepasst haben, ist spätestens seit 'Blade' bekannt und so kommen auch bei 'Underworld' diverse High-Tech-Utensilien und moderne Waffen zum Einsatz. Doch nicht nur die Gebrauchsgegenstände sind moderner geworden, generell gibt es wieder einmal einige Neuerungen im Treiben der Untoten. Werwölfe können sich nun auf Kommando verwandeln und sind nicht länger auf das fale Licht des Erdtrabanten angewiesen. Genrekenner wissen zwar, dass es ähnliches schon bei der (eher seichten) Fortzung von 'American Werewolf' zu bestaunen gab - diesmal bedarf es aber nicht einmal einer speziellen Injektion dafür. Eine weitere Errungenschaft, die vor allem in Fragen der täglichen Hygiene nicht unvorteilhaft erscheint, wurde den Vampiren zugestanden. Diese dürfen sich, eitel wie sie nunmal sind, sogar im Spiegel betrachten. Ein Novum keine Frage - aber seit die zur Vampirin mutierte Mina Harker, auf Captain Nemo's Schiff, bei Sonnenschein herumspaziert, soll uns in Sachen Vampirismus nichts mehr erstaunen (siehe 'LXG').

    Um noch einmal auf den Look von „Underworld“ zu kommen: Dieser wurde, wie eingangs schon erwähnt, doch ziemlich stark von diversen bekannten Fantasy-Spektakeln inspiriert. Nun kann man sich über diesen Umstand echauffieren, oder sich darüber freuen - ganz nach dem Motto: 'Besser gut kopiert, als schlecht erfunden.' Doch auch als Fan von Eigenständigkeit und Innovation, ist man hier eher versucht die Adaption diverser Stilelemente gut zu heißen. Kate Beckinsale sieht in ihrem Lederoutfit wirklich sehr, sehr sexy aus und es wäre eine Sünde gewesen ihr dieses Outfit zu verwehren, nur weil eine gewisse Trinity damit duch den Cyberspace wandelt. Aber nicht nur das appetitliche Köstum von Frau Beckinsale gefällt, auch das gesamte Erscheinungsbild des Films ist ansprechend. Durch diverse Farbfilter entsteht eine kühle, düstere Welt, in der es immer Nacht zu sein scheint. Auch der Regen scheint nie enden zu wollen und unterstreicht die drückende Atmosphäre nur.

    Wie sieht es mit Horror, Action und SFX aus? Schließlich erwartet man sich von einem Krieg Vampire gegen Werwölfe doch einiges - und man bekommt auch einiges geboten, wenngleich der Film durchaus mehr Actionsequenzen vertragen hätte. Man muss sich an dieser Stelle allerdings das doch geringe Budget von rund 20 Millionen Dollar ins Gedächtnis rufen muss, einen SFX-Overkill wie bei 'Matrix' darf man hier nicht erhoffen - oder befürchten, je nachdem. Die Kämpfe wurden allerdings recht gut umgesetzt, wer sich aber auf Martial Arts Einlagen einstellt wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Auch wenn uns die Blade-Filme anderes lehren wollen: nicht jeder Vampir ist ein Kung Fu Meister. Stattdessen wird mit Pistolen und anderen bleihaltigen Waffen handiert. Ein richtiger Fight mit Klauen und Pranken hat dadurch leider Seltenheitswert. Die CGI-Effekte sind auch gelungen, wobei die Verwandlung der Werwölfe doch etwas künstlich anmutet. Seltsam, dass man sich auf dem Gebiet der Werwolfverwandlung seit 'American Werewolf' kaum qualitativ gesteigert hat. Vielleicht ist dies auch ein Grund für den geringen Gruselfaktor, denn sollte jemand die Absicht haben sich zu gruseln, so ist er bei 'Underworld' leider falsch. Bis auf diverse Schrecksekunden, die eher im plötzlichen Anstieg der Laustärke ihren Ursprung haben, braucht sich bei diesem Film niemand zu fürchten. 'Underworld' ist zwar relativ ernst und verzichtet auf diverse Zwischengags, stellenweise geht es aber doch etwas zu zart zu.

    Noch ein kurzer Satz zur schauspielerischen Leistung. Diese wird zwar kaum bei der diesjährigen (bzw. bei irgendeiner) Oscarverleihung Beachtung finden; sie ist aber keineswegs so schlimm, dass man sich vor Schmerz die Haare rauft.

    Fazit: 'Underworld' ist ein netter Film aus dem Reich der Untoten, der sowohl neue Ansätze bietet, als auch von anderen Filmen stark inspiriert wurde. Er ist kein Film den man unbedingt gesehen haben muss, er ist aber auch keiner, bei dem man es bereut ihn gesehen zu haben. 'Underworld' ist einfach ein, vor allem optisch, netter Film, der durchaus seinen Platz im Genre finden wird.
  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
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Userkritiken

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Ich kann mich noch erinnern als UNDERWORLD auf DVD erschien - Kino war nicht drin Mangels Interesse oder Altersfreigabe -, für's Heimkino musste ich den Film dann aber unbedingt haben. Eine hübsche Kate Beckinsale in Latex und ein Film der ähnlich...

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geschrieben am 20.08.2011 um 03:46

Vampire vs. Werwölfe. Heutzutage in jedem zweiten Fantasy streifen anzutreffen. Aber die Grundsteine für dieses legte wohl Underworld. Auch wenn schon in Büchern und Filmen lange vor Underworld von beiden in einem die Rede war. Aber dennoch hat di...

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geschrieben am 25.07.2011 um 13:49

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ø Wertung: 7,7/10 | Wertungen: 38 | Kritiken: 2

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