Extreme Ops

  • Informationen zum Film
  • Extreme Ops

  • Originaltitel:
    Extreme Ops
    Genre:
    Action, Thriller, Abenteuer
    Produktionsländer:
    UK, Deutschland, Luxemburg
    Produktionsjahr:
    2002
    Kinostart Österreich:
    14.03.2003
    Kinostart Deutschland:
    13.03.2003
    Kinostart USA:
    27.11.2002
  • Inhalt
  • Adrenalin pur - voller Action, atemberaubender Spannung und den unglaublichsten Extremsport-Szenen, die jemals gefilmt wurden - Extreme Ops gibt dir den ultimativen Kick. Eine Filmcrew, drei waghalsige amerikanische Snowboarder und ein professioneller Abfahrtsskiläufer versammeln sich auf einem abgelegenen österreichischen Berggipfel, um einen spektakulären Stunt für eine TV-Werbung zu drehen. Der Stunt ist lebensgefährlich, aber schon bald taucht ein noch größeres Risiko auf - Terroristen verstecken sich nahe des Mannschafts-Camps. Jetzt müssen die Extremsportler ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten für die größte Herausforderung nutzen: terroristische Bedrohung zu stoppen ... und mit ihrem Leben davonzukommen - von diesem heimtückischen Berg.
  • Filmkritik
  • Man nehme ein bisschen 'Cliffhanger', füge etwas 'Fire & Ice' hinzu und vermische das ganze unter Beigabe einer Prise 'Triple X' zu einer festen Masse. Danach alles noch mit einigen weniger bekannten Schauspielern, sowie cooler Musik garnieren und fertig ist das 'Extreme-Cool-Winter-Action-Sports-Fun-Movie'. Oder eben auch nicht, denn wirklich genußfördernd ist dieses Rezept nicht.
    „Der Berg der loßt hoit niemand aus, drumm steigts ned auffe, bleibts liaba z'Haus!“
    Jaja, unser geliebter Ambros Wolferl hat schon vor Jahrzehnten gewusst, dass mit Bergen nicht zu spaßen ist und man wäre gut beraten gewesen - zumindest in diesem Fall - des Austrobarden's Hinweis ernst zu nehmen. Zwar geht das Abenteuer Berg für die Filmcrew in „Extrem Ops“ recht gimpflich aus, allerdings auf Kosten der Zuschauerunterhaltung. Wie aus dem oben angeführten „Rezept“ zu vernehmen ist, bietet „Extrem Ops“ nämlich wenig Innovation und zeichnet sich in erster Linie durch ein „Best of“ von altbekannten Ingredienzien aus. Der Schwachpunkt des Films ist daher weniger in seiner banalen Handlung zu suchen, als vielmehr in seiner Mischung aus schon Dagewesenem, was leider niemanden mehr in Aufruhr zu versetzen vermag. Selbst die Opening-Musik ist aus einem anderen Film entlehnt.
    Ein weiterer Aspekt, welcher auch nicht außer Acht gelassen werden darf, weil er ebenso zur Fadesse beiträgt, ist die stereotype Zeichnung der Charaktere sowie deren blassen Darstellung durch die Schauspieler. Die Snowboardprofis werden genauso wiedergegeben, wie es sich der sprichwörtliche „kleine Maxi“ vorstellt: durchgeknallte, anscheinend zugekiffte Typen, die immer nach dem Motto „No risk, no fun“ agieren. Der Produzent der Filmcrew hat natürlich wiederum nur Geld im Kopf, die Sicherheit seiner Cremitglieder ist da eher zweitrangig. Zum Glück gibt es ja noch den (Sport-)erfahrenen Regisseur, der quasi das Gewissen der Gruppe ist, immer schön auf alle aufpasst und zum Dank dafür am Ende ein blondes Schneehaserl zur Gespielin bekommt. Da bei soviel positiver Energie, der Zuseher nicht von Wolke sieben geholt werden darf, überleben natürlich auch alle aus der Gruppe. Als Bösewichte dürfen diesmal wieder die Serben ran, wobei der 'Oberserbe' und gesuchte Kriegsverbrecher von Klaus Löwitsch (seine letzte Filmrolle) gegeben wird. Dieser vermag aber seiner Rolle auch nicht wirklich Glanz zu verleihen, weswegen die Leistung der Darsteller allenfalls als durchschnittlich bewertet werden kann.
    Einen Film mit ausgelutschter Handlung und mäßigen Darstellern kann eigentlich nur eines retten: Action! Nun sollte man meinen, dass ein Film der sich 'Extreme Ops' nennt, randvoll ist mit wahnwitzigen Stunteinlagen und Special-Effects. Weit gefehlt! Wenn einmal Action im Spiel ist und sich ein Ansatz von sportlicher Extremität zu erkennen gibt, dann wirken die Stunts eher plump bzw. sorgen für Kopfschütteln. So kann man dann z.B. am Sprungverhalten der Snowboarder erkennen, dass sie offentsichtlich an Drahtseilen durch die Lüfte schweben, oder es werden Einlagen abgeliefert die real einfach nicht möglich sind. D.h. möglich vielleicht, allerdings darf man sich vor Durchführung dieser Aktivitäten schon einmal den passenden 'Holzanzug' aussuchen. Da werden z.B. zwei Snowboarder von einem Zug gezogen - selbst ein Tunnel ist kein Problem, man ist ja schließlich Profi. Dann wird bei Nacht (!) auf einem ungesicherten, sehr steilen Berg – und wer schon einmal in den Alpen war, weiß wie steil Berge sein können – hinuntergewedelt als ob man am Promihang von St. Moritz stehen würde. Nicht nur, dass es beinahe taghell ist – und wer schon einmal in den Alpen war, weiß dass es dort bei Nacht sehr, sehr, sehr dunkel ist – nein, auch einen Lift braucht man anscheinend nicht.Dürfte für unsere coolen Boarder ja auch kein Problem sein, nach kilometerlanger Abfahrt mitten bei Dunkelheit, mit Ski- bzw. Snowboarderausrüstung, einfach wieder den ganzen Berg rauf zu spazieren.
    Wenn dann wieder einmal einer Lawinen davon gefahren wird, stößt allerdings auch das letzte bisschen Verständnis für Hollywood-Stunt-Märchen an seine Grenzen. Diese Fluchtversuche bleiben einfach ein Ding der Unmöglichkeit: Eine Staublawine, wie sie in den meisten Filmen anzutreffen ist, hat eine Geschwindigkeit von ca. 200 km/h aufwärts (max. 500 km/h); ein Mensch schafft ca. 130 km/h – und das auch nur mit Skiern, auf einer präparierten Piste und mit einem Pass der auf 'Hermann Maier' ausgestellt wurde. Dieses Phänomen fiel schon bei „Triple X“ äußerst unangenehm auf, mit dem Unterschied, dass die digitale Lawine bei „xXx“ um einiges ansehnlicher gestaltet wurde als diese hier. Die Ironie bei dieser Angelegenheit: Der Produzent im Film lässt seine Crew vor einer (film-)echten Lawine abfahren, da eine digitale zu teuer und nicht real genug wäre. Da hätten sich die Produzenten von „Extrem Ops“ mal ein Beispiel nehmen sollen, denn diese Bluebox-Orgie schaut einfach albern aus.
    Es ist natürlich altbekannt, dass die Logik in Filmen ihre eigenen Wege beschreitet und dass man natürlich nicht alles ernst nehmen darf. Aber von einem Film der vorgibt sich mit Extremsportarten zu befassen, von dem dürfte man sich schon ein gewisses Ausmaß an Realismus erwarten. Die BMX-Stunts zu Beginn sind auch wirklich gelungen, weil real. Die diversen Computerstunts im weiteren Verlauf wirken hier allerdings fehl am Platz.
    Zugegeben, die Kritik liest sich jetzt vielleicht schlimmer als es in Wirklichkeit der Fall ist. Unterm Strich ist „Extreme Ops“ aber ein Film durchschnittlicher Qualität, den man sich so zwischendurch mal „reinziehen“ kann. Sollte man dafür allerdings keine Zeit finden, so hat man auch nichts großartiges versäumt. Und wer wirklich tolle Aufnahmen von Extremsportarten sehen will, der sollte sich die entsprechenden Genre-DVDs zulegen. Mit dieser Hollywoodversion wird der Sportfan eher unzufrieden sein.
    Einziger wirklich positiver Aspekt, der vor allem uns Österreicher interessieren dürfte, ist die Tatsache, dass im Film viele wunderschöne Aufnahmen der österreichischen Alpen vorkommen. Außerdem gibt es einen Skibus, vollgepickt mit „Land Tirol“-Aufklebern. Den Tourismusverband wird es freuen.
  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
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