The Running Man

  • Informationen zum Film
  • The Running Man

  • Originaltitel:
    The Running Man
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1987
    Kinostart USA:
    13.11.1987
  • Inhalt
  • Irgendwann in der Zukunft: Ben Richards (Arnold Schwarzenegger), ehemals Polizist, ist unschuldig verurteilt worden, ein Massaker angerichtet zu haben und leistet nun Zwangsarbeit in einem elektronisch gesicherten Gefängnis. Nach einem Ausbruch wird er für die ultrapopuläre TV-Show 'The Running Man' zwangsrekrutiert, in dem Strafgefangene in einer Spielzone um ihr Leben kämpfen müssen. Niemand hat bisher die Show überstanden, denn die TV-Kämpfer gehen mit Hockeyschlägern und Motorsägen auf die unbewaffneten Gefangenen los. Doch Richards ist hochmotiviert und knallhart und der Moderator Kilian (Richard Dawson) hat bald nicht nur einen Quotenhit, sondern auch jede Menge Ärger am Hals denn Richards stirbt einfach nicht...
  • Filmkritik
  • „The show must go on!“ so könnte der Zuschauer das Damokles Schwert der Beurteilung über den Film „The Running Man“ hängen. Leider findet sich die gelungene Mischung zwischen Action und intellegenter Story nur mehr in wenigen aktuellen Hollywoodproduktionen und alleine deswegen kann der Film zu einem Klassiker des Genres und einem Klassiker unserer „steirischen Eiche“ Arnold Schwarzenegger gezählt werden. Punkto Action kann sich der Zuseher nicht beklagen. Arnold Schwarzenegger alias Ben Richards muß um sein Leben gegen eine Reihe gelungen in Szene gesetzten Bösewichte kämpfen und läßt es ordentlich krachen und Blut spritzen, wobei die Actionszenen nicht das Herzstück des Filmes sind, obwohl ich den Film ohne mit der Wimper zu zucken dem Actiongenre zu ordnen würde.

    Der Regisseur leistet gute Arbeit, setzt die Story gekonnt um und die Musik von Harold Faltermeyer ist das positive Tümpfelchen auf dem i. Es ist die geniale Geschichte von Richard Bachman, die Paul Michael Glaser wunderbar umsetzt und die an Aktualität nichts verloren hat und, im Gegenteil, von aktueller Brisanz ist. Schwarzeneggers Kampf gegen das Böse findet in einer Arena statt, die reges Zuschauerinteresse erhält. Es ist das TV-Format „Reality Show“. Reality Show als ein einfacher, günstiger und effizienter Weg Zielgruppen jedes Alters zu erreichen und ihnen mit Hilfe von Planung, Schnitt und Show „vorzuspielen“ an der realen Welt der Teilnehmer teilhaben zu können und sich über diese „Leute von Nebenan“ ohne Hindernisse identifizieren zu können. Am Endprodukt Reality Show ist die „Gemachtheit“ der Sendung nicht erkennbar und das ist auch das Ziel. Genau diese grundlegende Thematik der Veränderung der Realität wird in dem Film „The Running Man“ gezeigt (Ben Richards Funkspruch wird so geschnitten, als ob er ohne Befehl auf die demonstrierenden Menschen geschossen hätte, sogar Richards Tod wird mit Hilfe von Computertechnik vorgetäuscht). Der Film führt uns im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen, dass Film und Fernsehen immer produziert sind, auf der einen Seite von den Machern und auf der anderen Seite von uns. Film und Fernsehen stellen eine eigene Realität dar, die zwar manchmal nahe mit der „Ohne Kamera Realität“ verwandt ist, aber niemals eine 1:1 Umsetzung der Wirklichkeit darstellt. Alleine das wir uns vor Kameras anders verhalten, können wir an uns selbst überprüfen und es ist auch in Studien belegt. Natürlich bieten uns diese Shows Unterhaltung, aber es gibt Gefahren, auf die uns der Film hinweist.

    Die Show „The Running Man“ wird auf höchster Ebene vom Staat geführt und kontrolliert. Der Staat kann sich so „aufrührerischen Elementen“ entledigen und mittels der Show Kontrolle üben, unzufriedene Menschen ruhig halten und Informationen nach seinem Dafürhalten manipulieren. Der Film hakt bei einem Punkt ein, wo Pessimisten das fatale Ende einer Entwicklung sehen könnten.

    1) Totale politische Kontrolle der Informationen mit Hilfe der Medien
    2) Ein Publikum das nur mehr durch den Tod des anderen unterhalten werden kann.

    ad 1) Wir alle kennen Präsident Bush’s Kampf gegen den Terrorismus. Die Bilder der gefolterten und gedemütigten Kriegsgefangenen gingen um die Welt. Das in den U.S.A die Regierung innenpolitisch ebenfalls einen Kurs fährt, der mehr als bedenklich scheint, ist hier zu Lande weniger bekannt. Wenige Wochen nach den Ereignissen rund um das World Trade Center wurde ihn den U.S.A. ein Gesetz verabschiedet, dass in den U.S.A unter den Namen „The Patriots Act“ für Furore machte. Die Regierung kann dank dieses Gesetzes nach Belieben mit Daten verfahren, die sie teils durch Internetdatenüberwachung und Telefongesprächsüberwachungen auf Verdacht, sammelt. Personen aus dem Irak und anderen „Schurkenstaaten“ mußten ihre Fingerabdrücke hinterlassen und Menschen können ohne Grund inhaftiert und festgehalten werden. Wie gesagt, alles auf Verdacht! Die spinnen die Amis!

    Was allerdings ein weiterer interessanter Punkt ist, dass es vor ein Monaten ein Treffen zwischen der Regierung und Hollywoodvertretern kam, wo verlautbart wurde, dass Hollywood die Nation mit ihren Werken unterstützen sollte und das auch tun werde. „Let’s do the Propaganda Twist!“

    ad 2) Letztlich fehlt nur das unzufriedene, nach der ultimativen Sensation gierende Publikum und fallende Quoten, die Shows wie „The Running Man“ salonfähig machen würden. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Todesshows wieder kommen, denn sie waren schon da, im alten Rom.

    „Panem et circensem!“
  • Wertungen
  • Story
    5,0
    Musik:
    5,0
    Unterhaltung:
    5,0
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
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