Jungfrau unter Kannibalen

  • Informationen zum Film
  • Jungfrau unter Kannibalen

  • Originaltitel:
    Il Cacciatore di uomini
    Genre:
    Thriller, Abenteuer, Horror
    Produktionsländer:
    Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, Spanien
    Produktionsjahr:
    1980
    Kinostart Deutschland:
    05.10.1980
  • Inhalt
  • Die junge Laura wird von brutalen Kriminellen entführt und auf einer Insel in den Tropen gefangen gehalten. Mit dieser Maßnahme wollen die Entführer den millionenschweren Vater der jungen Schönheit um ein hohes Lösegeld erpressen. Bereits kurz nach ihrer Entführung nutzt die kesse Millionärstochter jedoch die erste Gelegenheit um ihren Häschern zu entkommen - was ihr auch gelingt. Unterdessen setzt ihr Vater alles daran seine Tochter aus den Händen der Gewalttäter zu befreien - unwissend darüber das diese sich bereits auf sich allein gestellt im dichten Dschungel befindet. Laura glaubt nun dem Schlimmsten entronnen zu sein - doch das ist ein Irrtum. Denn die so ruhig wirkende Insel ist die Heimat blutrünstiger Kannibalen.
  • Filmkritik
  • Diese von Regisseur Jess Franco im Jahre 1980 inszenierte Produktion kann objektiv betrachtet nur als Bodensatz innerhalb des Subgenres des Kannibalenfilms bezeichnet werden. Zwar gelang es Franco einige Monate später mit 'Mondo Cannibale 3 - Die blonde Göttin' einen noch schlechteren Film abzuliefern - aber diese traurige Tatsache katapultiert die hier beschriebene Produktion nur unwesentlich in die höheren Gefilde des Genres. Genrefans die einen harten und kompromisslosen Kannibalenschocker erwarten, werden von diesem Film ziemlich enttäuscht sein.

    Soviel zunächst zu den negativen Aspekten dieser Trash-Granate ! Sagte ich Trash-Granate ? Ja - denn sieht der Zuschauer sich diesen Film mit der Vorraussetzung an sich beim Genuss eines Kannibalenfilms auch mal auf die Schenkel zu klopfen dann müssen selbst die hierfür aufzuwendenen 90 Minuten nicht völlig bedauert werden. Die Masken sind wie bei Jess Franco üblich eine einzige Katastrophe. Leider kann ich mir einen kleinen Spoiler an dieser Stelle nicht verkneifen.

    Die Augen des Kannibalengottes erwecken in mir den Anschein eines missglückten Versuches die Pupillen eines Menschen mit Hilfe einer Luftpumpe zu erweitern und durch das sinnlose Aufkleben von an anderer Stelle ausgezupften Haaren zu verzieren. Das alles wäre nicht weiter tragisch wenn der Zuschauer nicht noch zusätzlich durch die geniale Regie des Herrn Franco genötigt wäre sich minutenlang das Herumkauen der gerade beschriebenen Gestalt anschauen zu müssen. Die Absicht von Herrn Jess Franco war es offensichtlich den Zuschauer durch die Nahaufnahme eines kauenden und mutitierten Kannibalen zu schocken - was für eine Idee.

    Ich frage mich nur wo Jess Franco diesen Gedankenblitz bekommen hatte - etwa auf der Toilette ? Falls dies so sein sollte - warum hat Franco seine Idee nicht gleich mit abgezogen - das wäre mal ein genialer Einfall gewesen ! Natürlich ist mit dem gerade beschriebenen und höchst kreativen Outfit unseres kannibalistischen Mutanten die Liste der Unzulänglichkeiten noch längst nicht erschöpft - aber eine komplette Auflistung oder gar Beschreibung würde leider (oder zum Glück) den Rahmen eines Reviews bei weitem sprengen.

    Ausserdem denke ich auch das die Botschaft angekommen ist : Alle Leute die einen richtigen Schocker suchen - diesen Film einfach dort lassen wo er ist. Und für alle Freunde der trashigen Art - DVD rein, die Taste 'play' drücken und Spaß haben. In meine abschliesende Bewertung anhand des üblichen Sternenmusters ist der 'Trash-Bonus' im übrigen bereits inbegriffen - und ausserdem habe ich heute einen guten Tag.
    In diesem Sinne : Danke für das Lesen !
  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    1,5
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    1,5
    Darsteller:
    1,5
    Gesamt:
    2,0
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BILDER ZUM FILM

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ø Wertung: 4,6/10 | Wertungen: 5 | Kritiken: 0

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