Halloween

  • Informationen zum Film
  • Halloween

  • Originaltitel:
    Halloween
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2018
    Kinostart USA:
    19.10.2018
  • Inhalt
  • Vier Jahrzehnte nachdem Ur-Scream Queen Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) ihrem maskierten Widersacher Michael Myers grad noch entkommen konnte, stellt sie sich ihm noch einmal für einen Final Showdown – in einem Sequel, das dem legendären Original auf Augenhöhe begegnet.

  • Filmkritik

  •  


    Halloween – ein Wort in intensiver, oranger Farbe, daneben ein Halloween-Kürbis untersetzt mit dem ikonischen Titelthema von John Carpenter. So sah damals die Titelsequenz des Originals von 1978 aus. Vierzig Jahre später ist dies auch noch so geblieben – im neuen, direkten Sequel zum ersten Film. Alle Fortsetzungen werden in David Gordon Greens Halloween außer Acht gelassen, was im Vorfeld für einige Diskussionen und Kontroversen sorgte, sowohl bei Fans als auch bei Darstellern der Sequels. Diese Idee klingt aufs erste sehr radikal, ist aber in Halloween ein Weg zurück zum Ursprung des Grauens – zum klassischen Horror des schrecklichsten 31. Oktober, den die Filmgeschichte kennt.


     


    Hier gibt es keinen übernatürlicher Schnickschnack mit Dämonen und Besessenheit, keine Erklärungsversuche für Michaels Taten – hier ist Michael Myers endlich wieder das, was er im Original war – ein brutaler Serienmörder, dessen Wahn nicht verständlich ist, der sich der menschlichen Einfühlungsgabe einzieht. David Gordon Greens Halloween ist damit das klassischste Sequel, das die Filmreihe bis jetzt erlebt hat und funktioniert gerade wegen seiner altmodischen Herangehensweise so gut. Vor allem lebt der Film von einem starken Drehbuch und seinen ebenso starken Hauptfiguren. Laurie Strode ist hier eine gebrochene Frau, die sich niemals von den vierzig Jahre zurückliegenden Ereignissen erholt hat. Sie ist gebrochen, aber bei weitem nicht schwach und dies gibt der Figur eine Tiefe, die realistisch und authentisch ist. Dadurch wird der Film zu einer interessanten und durchgängig spannenden Mischung aus Drama und Horror. Die Gefühle wirken echt und die Morde sind ungeschönt brutal. Hier entwickelt der Film eine ungeahnte Sensibilität für den Stoff und ist weit von Gewaltverherrlichung entfernt, die den Sequels oft vorgeworfen wird.


     



     


    Einer der besten Aspekte des Films ist natürlich die Rückkehr von Leinwandlegende Jamie Lee Curtis, die in den letzten Jahren leider sehr selten im Kino bzw. in Hauptrollen zu sehen war. Da ist es mehr als passend, dass ihr Comeback mit der selben Rolle passiert, mit der sie damals ihren Durchbruch hatte. Curtis ist großartig, hat die Figur der Laurie Strode als Schauspielerin weiterentwickelt. Ihr Zorn, ihre Rachegelüste, aber auch ihre Zerbrechlichkeit und ihre Paranoia bringt Curtis eindrucksvoll und intensiv zur Geltung. Auch der Cast rund um Lauries Familie ist mit Judy Greer, Andi Matichak und Toby Huss sehr gut besetzt und wirkt dadurch glaubhaft. Der türkische Schauspieler Haluk Bilginer ist in der neuen Rolle des Dr. Ranbir Sartain zu sehen, der den mittlerweile verstorbenen Dr. Samuel Loomis ersetzt, aber dabei nicht exakt die selbe Rolle einnimmt und ebenfalls eine sehr gute Darbietung hinlegt.


     


    Was wäre Halloween aber ohne die richtungsweisende Musik von John Carpenter? In Halloween wird aber nicht nur wie gehabt das Thema verwendet, nein, der Meister höchstpersönlich ist für den Film als Komponist zurückgekehrt, unterstützt von seinem Sohn Cody Carpenter und Daniel Davis. Der Score ist sehr subtil geraten, verwendet das Thema spärlich, aber effektiv und greift auch stellenweise die anderen musikalischen Themen des Originals auf, wodurch eine untersetzte Spannung entsteht. Die Kamera von Michael Simmonds fängt die herbstliche Atmosphäre wunderbar ein und lässt das Gefühl von damals wieder auferstehen, da hier auch sehr auf die Wirkung von Räumen und Licht geachtet wird und ein paar Morde auch dadurch furchterregend wirken, da man nicht immer alles sieht.


     



     


    Fazit:


    David Gorden Greens Halloween ist ein sehr klassisch geratener Film geworden, der aber auch einen gehörigen Anteil an Tiefe aufweist. Jamie Lee Curtis trägt den Film mit ihrer großartigen Performance, zusammen mit einem stringenten Drehbuch und präziser Regie. Fans des Originals kommen voll auf ihre Kosten, da Greens Halloween eine erfrischende Rückkehr zu den Wurzeln der Reihe darstellt. Genauso No-Nonesense wie die gealterte Laurie Strode ist auch Halloween von 2018, der es vierzig Jahre nachher immer noch schafft, einem einen Schauer über den Rücken zu jagen.

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,5
    Spannung:
    4,5
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Phil Heron
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