Terminator: Genisys

  • Informationen zum Film
  • Terminator: Genisys

  • Originaltitel:
    Terminator: Genisys
    Produktionsjahr:
    2015
    Kinostart Österreich:
    09.07.2015
    Kinostart Deutschland:
    09.07.2015
    Kinostart USA:
    01.07.2015
    Verleiher Österreich:
    Universal Pictures International Austria
    Verleiher Deutschland:
    Paramount Pictures International
  • Inhalt
  • Vor 30 Jahren machte Arnold Schwarzeneggers Versprechen - „I’LL BE BACK!“ – ihn als Terminator nicht nur weltberühmt, es gelang ihm damit eine Kultfigur des Actionkinos, die auf ewig und erinnerungswürdig in die Kinogeschichte einging. Und nun ist es endlich soweit – das Versprechen wird auf spektakuläre Weise eingelöst und Fans der Killermaschine können sich auf ein atemberaubendes Actionmeisterwerk freuen! Der heißersehnte Sommerblockbuster 2015 TERMINATOR: GENISYS wird der unvergleichlichen Erfolgsgeschichte der mörderischen Cyborgs garantiert ein weiteres faszinierendes und originelles Kapitel hinzufügen.

  • Filmkritik

  • He is back! Arnold Schwarzenegger hat es vor über 30 Jahren versprochen, für Terminator Genisys schlüpft der mittlerweile 67-jährige Steirer jetzt tatsächlich noch einmal in seine kultigste Rolle, um den Tag der Abrechnung abzuwenden und das Überleben der Menschheit zu sichern – mal wieder. James Camerons Franchise hat zweifellos Geschichte geschrieben und erreichte wohl nicht zuletzt ob seiner Komplexität und der damit einhergehenden Kurzweiligkeit längst Kultstatus. Auch Arnold Schwarzenegger trägt freilich dazu bei und kehrt nach einem eher außenstehenden vierten Teil wieder zurück. Es soll mit dem Kampf gegen Skynet nämlich nicht nur bergauf gehen, sondern auch gleich der Startschuss für eine neue Ära abgegeben werden. Eine Epoche, in der ein neues Terminator-Franchise ebenso viele Zuseher begeistert, wie es Cameron in den 80er und 90er Jahren vollbrachte. Terminator Genisys steht somit vor einer großen Aufgabe, die es zu bewältigen gilt. Leider ist Regisseur Alan Taylor (Thor – The Dark Kingdom, Game of Thrones) aber kein James Cameron…


    Terminator Genisys soll als Revival der Science Fiction-Saga fungieren und diese gleichzeitig auch neustarten. In gewisser Weise handelt es sich hierbei also nicht nur um ein Sequel, sondern auch um ein Reboot, wie es schon bei Mad Max: Fury Road der Fall war. Regisseur Alan Taylor, vor allem aber auch das Autorenteam, sieht sich dadurch mit einer gewaltigen Herausforderung konfrontiert. Denn, ein bombastisches Action-Feuerwerk kann heutzutage jeder vom Band lassen, der 150 Mio. US-Dollar oder mehr zur Verfügung hat. Das aber auch noch mit der Tradition einer Kultmarke zu verknüpfen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen, ist eine andere Sache. Eine Sache, der Terminator Genisys nicht gewachsen ist.


    Man sollte den Teufel natürlich nicht gleich an die Wand malen, denn das jüngste Kapitel der Terminator-Saga hat durchaus seine Highlights. Diese kommen vorwiegend in der ersten Hälfte des Films zum Zug und dürften vor allem jene begeistern, die Terminator und Terminator 2 noch gut in Erinnerung haben. Von zahlreichen Anspielungen, die fast schon untergehen, wenn man nicht nach ihnen sucht bis hin zu offensichtlichen Parallelen, die jeden Fan zum Schmunzeln bringen dürften. Ja, solange sich Taylor auf bereits bestehende Elemente beschränkt, funktioniert Terminator Genisys eigentlich ganz gut. Da der Film aber auch auf eigenen Beinen stehen und ein neues Franchise begründen soll, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Geschichte – das große Ganze – nicht mehr an der Stelle treten, sondern vom Fleck kommen soll. Und genau dann läuft Terminator Genisys aus dem Ruder... 



    Klar, wenn sich Arnold Schwarzenegger selbst zitiert und man an Schauplätze des Originals zurückkehrt, dann könnte man schon nostalgisch werden. Bevor der Film aber lediglich zu einer Hommage wird, nimmt Terminator Genisys Fahrt auf und beweist, dass die Komplexität von Zeitreisen nichts für Jedermann bzw. jeden Regisseur ist. Das wirre Hin und Her von einzelnen Charakteren, die in unterschiedliche Jahre reisen, macht es einem fast unmöglich, Bezug zu den Figuren herzustellen. Diese Tatsache trägt außerdem dazu bei, dass die charakterlichen Entwicklungen und die Beziehungen – beispielsweise zwischen Sarah Connor und Kyle Reese – im Eiltempo vorangetrieben werden, sodass ihnen jegliche Authentizität fehlt. Dass man mit Emilia Clarke, Jai Courtney und Jason Clarke durchaus talentierte Schauspieler an Bord hat, ändert leider auch nichts an der Tatsache, dass sie einem in Terminator Genisys regelrecht gleichgültig sind. Lediglich J.K. Simmons weiß die Aufmerksamkeit des Zusehers auf sich zu ziehen, geht aufgrund kurzer Screentime aber sang- und klanglos unter. Und Arnold Schwarzenegger. Ja, der macht das, was er am besten kann. Er setzt seinen grimmigen Robo-Blick auf, schmeißt mit altbekannten Floskeln um sich und ist cool wie eh und je – auch mit 67. 


    Leider ändert aber auch ein souveräner Arnie, der mit dem einen oder anderen Running Gag charmant eingesetzt wird und mächtig Spaß macht, nichts an den flachen Darstellungen von Sarah Connor, Kyle Reese und John Connor. Ihnen bringt man – unglaubwürdiger Charakterentwicklung sei Dank – kaum Sympathie entgegen. Sobald sie dann auch noch versuchen, die unnötig kompliziert gestalteten Handlungsstränge zu erklären, wartet man eigentlich nur noch, bis es wieder richtig kracht. Doch selbst die bombastischen Actionszenen lassen innovative Ideen vermissen und werden hier und da zwar stimmungsvoll aufgebaut (beispielsweise mit dem kultverdächtigen musikalischen Terminator-Thema), bieten bis auf die eine oder andere kleine Ausnahme aber nichts, was man nicht schon gesehen hätte. Viel schlimmer allerdings: Die Action bleibt bedeutungslos, weil Terminator Genisys vor allem inhaltlich keinen roten Faden verfolgt, an den man sich als Zuseher klammern könnte.


     


    Fazit:


    Dass ein Terminator-Film ohne Arnold Schwarzenegger nur bedingt funktioniert, zeigte McG mit Terminator: Die Erlösung. In Terminator Genisys macht Arnie dafür gleich in mehreren Ausführungen Spaß und wirkt sogar menschlicher als seine Gegenüber aus Fleisch und Blut. Ja, auch die größten Mühen von Courtney, Clarke & Co täuschen nicht über die Tatsache hinweg, dass sich die junge Hollywood-Garde in den Fängen eines wirren Drehbuches kaum zurechtfindet.


    Trotz aller Bemühungen, sich mit Terminator Genisys vor dem Original zu verbeugen und das Franchise in neue Bahnen zu lenken, gibt der Film lediglich James Cameron Recht. Denn der meinte schon vor über 20 Jahren, dass ein dritter Film wirklich nur dann Sinn macht, wenn man eine ausgereifte, logische Idee für eine Fortsetzung in petto hat. Ein Rat, den man sich auch vor Terminator Genisys zu Herzen nehmen hätte sollen.


  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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BILDER ZUM FILM

Komentare (2)

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Also, ich persönlich hoffe ja, dass nichts mehr kommt. Auch wenn es inhaltlich logisch wäre, will ich einfach nicht noch "so einen" Film sehen. Aber mal schauen, was sie draus machen. Ich war ja auch bei Genisys ein wenig zuversichtlich. Grundsätzlich habe ich ja nix gegen Sequels/Reboots...

geschrieben am 21.07.2015 um 11:16 Uhr #2

Interessant wie dieser Film wiedermal die Lager spaltet!? Fand Ihn großartig! Die Macher hatten größten Respekt für die ersten beiden Cameron-Werke ohne dabei die derzeitigen Mainstream-Schiene von Hollywood zu verlassen. Ein guter Hybrid also! Allen anschein nach hat das Einspiel bis jetzt schon gereicht. Teil 2 und 3 haben grünes Licht bekommen;D

geschrieben am 20.07.2015 um 20:28 Uhr #1

 

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Nachdem bekannt wurde, dass „Terminator – Genisys“ ein PG13 bzw. eine 12er Freigabe bekommt, haben sich viele an den Kopf gegriffen. Terminator ab 12 ist wie der Vergleich UFC mit Schattenboxen. Storybedingt macht „Termintor – Genisys“ ab...

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geschrieben am 10.12.2015 um 09:57

James Cameron sagte mal, wenn man eine fortsetzung von Terminator drehen will, braucht man eine gute Handlung. Terminator Genisys hat dies leider nur bedingt. Denn was an Hommage beginnt mit alternativer Zeitline beginnt, endet in einer schwachen Zuk...

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geschrieben am 25.07.2015 um 09:13

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ø Wertung: 5,4/10 | Wertungen: 13 | Kritiken: 2

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