Pitch Perfect 2

  • Informationen zum Film
  • Pitch Perfect 2

  • Originaltitel:
    Pitch Perfect 2
    Produktionsjahr:
    2015
    Kinostart Österreich:
    14.05.2015
    Kinostart Deutschland:
    14.05.2015
    Kinostart USA:
    15.05.2015
    Verleiher Österreich:
    Universal Pictures International Austria
    Verleiher Deutschland:
    Universal Pictures International Austria
  • Inhalt
  • Das Finale der College-Meisterschaft haben die Barden Bellas gegen die Treblemakers mit ihrem genialen A-Cappella-Auftritt gewonnen. Und obwohl Beca sich anfangs dagegen wehrte, hat sie nun in der Band neue Freundinnen gefunden – und dazu mit Jess noch einen echt coolen Freund. Aber jetzt warten weitere Herausforderungen auf die Mädels. Der Collegeabschluss steht bevor und Beca, Fat Amy und die anderen Bellas machen sich Gedanken, wie es mit ihnen und ihrer Freundschaft weitergeht. Aber erstmal sorgt die Teilnahme an der A-Capella Weltmeisterschaft in Kopenhagen für Aufregung!

  • Filmkritik

  • Wenn sich eine Truppe junger Mädels zusammentut, um gemeinsam für ihre Sache einzutreten, dann hört sich das im ersten Moment ein wenig altbacken an. Doch während Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in den Medien präsenter ist denn je, scheint es durchaus angebracht, mit einem Film für Klarheit zu sorgen. Umso bemerkenswerter ist, dass Pitch Perfect 2 aber nicht nur wie ein Hybrid aus Girls United und Step Up wirkt, sondern gleichzeitig auch einer der frauenfeindlichsten Filme des Jahres sein dürfte. Ob genau das dem Film letzten Endes schadet oder gar zugute kommt, liegt wohl im Auge des Betrachters...


    Pitch Perfect 2 schließt mehr oder weniger direkt an den Vorgänger an, was sich nicht nur durch die Fortsetzung der Geschichte bemerkbar macht, sondern auch in ihrer Vorhersehbarkeit. Ihre gemeinsame Leidenschaft für das Singen schweißt die Bellas, eine Ansammlung unterschiedlichster junger Damen – blond oder brünett, schwarz oder weiß, hetero oder homosexuell – zusammen, sorgt gleichzeitig aber auch für gewisse Spannungen. Es gilt allerdings nicht nur die Balance zwischen Liebesleben und Karriere zu finden, sondern Letztere auch zu retten und die Erzfeinde aus Deutschland zu bezwingen. Ja, inhaltlich jagt ein Klischee das nächste, sodass man sich gar nicht erst fragen muss, wie der Film wohl ausgehen wird. Dass es aber dennoch interessiert, wie es mit Beca, Fat Amy & Co weiter geht, liegt einzig und allein an den größtenteils interessanten Charakteren mit Wiedererkennungswert.


     


    Mit Anna Kendrick (Up in the Air, Into the Woods) hat man nicht nur eine sympathische, talentierte Darstellerin an vorderster Front, sondern auch eine hervorragende Sängerin. Im Sequel gibt sie erneut wortwörtlich den Ton an und zieht Rebel Wilson, Brittany Snow und selbst das „Küken“, Hailee Steinfeld,  mühelos mit. Man mag die Figuren einfach, sodass man ihnen gerne zusieht – egal ob beim Proben, beim A cappella-Battle oder bei dreisten Wortgefechten, die auch mal unter der Gürtellinie ausgetragen werden. Interessant: Die zahlreichen Gemeinheiten, die auf Kosten unterschiedlicher Minderheiten gehen, sind weit amüsanter als eine Handvoll Witze, die einfach nicht zünden wollen und höchstens unbehagliches Schweigen auslösen. Als Zuseher wird man so nicht selten vor die Wahl zwischen unangenehmer Stille und höhnischem Gelächter, bei dem man sich fast schon ein wenig schuldig fühlt, gestellt.


    Gesanglich überzeugt die Crew, auch wenn sich Gänsehaut nur in vereinzelten Szenen bemerkbar macht. Kendrick und Snow stehlen dem Rest der Besatzung die Show, was aber nicht bloß ihrem Gesangstalent zuzuschreiben ist, sondern auch ihren Rollen. Andere haben es da schon schwerer. Beispielsweise Rebel Wilson, die an der einen oder anderen peinlichen Stelle fast schon an Melissa McCarthys ausnahmslos witzlose Tammy erinnert. Zudem verschenkt man die direkte Konkurrenz, die eigentlich ins Rennen um den Weltmeistertitel geht und demnach eigentlich überzeugen sollte. Schuld daran ist vor allem das Klischee der bösen Deutschen sowie das akzentverkrampfte Englisch der Widersacher, weswegen man „Das Sound Machine“ einerseits nicht ernst nehmen kann, während es andererseits aber auch nicht reicht, um darüber lachen zu können.


     


    Fazit:


    Das Intro der Universal Pictures weckt regelrechte Euphorie, die man Pitch Perfect 2 in den ersten Minuten entgegenbringt und lässt zumindest hoffen, dass hier kreative Köpfe am Werk waren. Das bestätigt sich auch immer wieder in rotzfrechen Dialogen, die der zuckersüßen Welt der Pitches ordentlich Pepp verleiht. Während das einfallslose Drehbuch aber noch zu verkraften wäre, ist es schade, dass der Humor zwischen peinlich einfallslos und herrlich schräg schwankt. Zudem verschenkt man auch in der Charakterzeichnung jede Menge Potential, das anderorts immer wieder aufblitzt.


    Pitch Perfect 2 mag Sonnen- wie auch Schattenseiten haben, unterhält aber zwei Stunden lang ohne allzu großen Durchhänger und übernimmt den Charme, der den Vorgänger ausmacht, außerordentlich gut. Elizabeth Banks' Regiedebüt mag unausgewogen sein, wird Fans des ersten Teils aber wohl dennoch begeistern.


  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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