Jack Ryan - Shadow Recruit

  • Informationen zum Film
  • Jack Ryan - Shadow Recruit

  • Originaltitel:
    Jack Ryan - Shadow Recruit
    Genre:
    Action, Thriller, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    27.02.2014
    Kinostart Deutschland:
    27.02.2014
    Kinostart USA:
    17.01.2014
    Verleiher Österreich:
    Paramount Pictures International
    Verleiher Deutschland:
    Paramount Pictures International
  • Inhalt
  • Jack Ryan (Chris Pine) hat sich nach seinen Erfahrungen als Soldat in Afghanistan einem bürgerlichen Leben verschrieben. Er will die Erinnerungen abschütteln und keinerlei Risiko mehr eingehen. Aus diesem Grund ist er mit seinem Bürojob an der New Yorker Wall Street mehr als zufrieden - doch Ryan muss schneller wieder zur Waffe greifen, als ihm lieb ist. Unter einem Vorwand lädt ihn der CIA-Agent William Harper (Kevin Costner) zu einem Gespräch ein, bei dem er Ryan eröffnet, dass er dessen Hilfe brauche, um einen Anschlag und den daraus resultierenden Zusammenbruch des Finanzwesens - sowie der gesamten Wirtschaft - zu verhindern. Die Gefahr geht angeblich vom russischen Oligarchen Viktor Cherevin (Kenneth Branagh) aus, der zuerst die Vereinigten Staaten und dann sämtliche wichtigen Finanzplätze lahmlegen will. Entgegen anfänglicher Widerstände lässt sich Ryan darauf ein, nach Moskau zu fliegen und Cherevin von seinem Plan abzuhalten. Dies soll nach Möglichkeit ohne Waffengewalt erfolgen. Ryan verfängt sich jedoch schnell in einem Netz aus Intrigen - und dann taucht auch noch seine Freundin Cathy (Keira Knightley) in Moskau auf.

  • Filmkritik

  • Neben Ethan Hunt, Jason Bourne und nicht zuletzt auch James Bond gehört Jack Ryan wohl zu den bekanntesten Titelhelden des Agentenkinos. In den vergangenen 15 Jahren durften wir bereits Schauspielgrößen wie Alec Baldwin, Ben Affleck oder Harrison Ford in der Rolle des CIA-Analysten sehen. In die Fußstapfen jener namhaften Vorgänger tritt nun Chris Pine, der es als Captain Kirk gewohnt ist, in prestigeträchtige Rollen zu schlüpfen. Ob ihm diese Routine hilft, um Jack Ryan: Shadow Recruit zu einem würdigen Nachfolger werden zu lassen? Leider nein, denn vor allem Regisseur Kenneth Branagh macht ihm einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

    Das Agentenkino in diesen Tagen neu zu erfinden ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch gelang Sam Mendes mit Skyfall vermutlich einer der besten Bond-Filme aller Zeiten während sich Paul Greengrass mit einem nüchternen Look, aber brachialer Inszenierung auszeichnet. Der fünffach Oscar nominierte Thor-Regisseur Kenneth Branagh fungiert aber nicht nur als Regisseur, sondern auch als Bösewicht – und übernimmt sich damit sichtlich.

    Schon in den ersten Minuten bedient sich der Film des scheinbar unverzichtbaren US-Patriotismus, dessen er sich voll und ganz bewusst ist. Nach einer schnellen Einführung der Hauptcharaktere und einem großzügigen Zeitsprung wird der eigentliche Film eröffnet – und damit auch der Reigen abgedroschener Klischees.



    Während blaues Licht und viel Glas Jack Ryan: Shadow Recruit einen modernen Touch verleihen sollen, entgeht dem Zuseher (leider) nicht, dass es sich beim Rest um lieblose Wiederverwertung handelt. Wenn Angriffe aus dem Nichts kommen sollen, der Bösewicht sein ach so teuflisches Vorhaben lange und breit erklärt, sodass er deswegen gerade noch rechtzeitig aufgehalten werden kann oder der Download-Balken als Timer künstlich Spannung erzeugen soll, kann man eigentlich nur noch den Kopf schütteln. Branagh bedient sich längst überholten Genre-Elementen und inszeniert nicht nur den Protagonisten und dessen Frau absolut ideenlos, sondern gerade für seine Rolle als Viktor Cherevin nimmt er sich unzählige Böse zum Vorbild, ohne auch nur einen Funken Individualität beizusteuern. Jene Ideenlosigkeit ist es leider, die dem erfahrenen Genre-Kenner jegliche Spannung vorweg nimmt. Denn schon in der ersten Hälfte des Films ist jeder Schachzug der Figuren – egal ob gut oder böse – vorhersehbar, sodass auch das große Finale seiner Substanz beraubt wird. 

    Nie fürchtet man tatsächlich um das Leben der Protagonisten, nie bekommt man das Gefühl, der Film könnte in irgendeiner Weise schlecht ausgehen, nie liefert Jack Ryan: Shadow Recruit auch nur einen Aha-Moment. Schade eigentlich, denn Kenneth Branaghs neuer Film hat audiovisuell so einiges zu bieten – Settings, Schießereien, Verfolgungsjagden und die CGIs machen in Anbetracht des Budgets von 60 Mio. US-Dollar richtig Spaß und Lust auf mehr. Leider Gottes ist an dieser Stelle aber von einer weitestgehend seelenlosen Hülle zu sprechen. Denn auch wenn Chris Pine und Keira Knightley ihren Charme punktuell spielen lassen dürfen und Kostner die Möglichkeit bekommt seinem Charakter zumindest im Ansatz Tiefe zu verleihen, reicht das noch lange nicht aus, um einen Bezug zu den Figuren zu bekommen.




     


    Fazit:

    Jack Ryan: Shadow Recruit ist ein Fest abgedroschener Hollywood-Konventionen, das Cineasten nur ein müdes Lächeln kosten dürften. Mit Kevin Kostner, Chris Pine und Keira Knighltey hat man zwar durchaus fähige Darsteller vor der Kamera, die aber werden nur sehr selten gefordert. Aus technischer Sicht ist an Jack Ryan: Shadow Recruitkaum etwas auszusetzen, die einfallslose Geschichte wird aber wohl nur Film-Neulinge begeistern. 

    Ansprechend aufbereitet, aber wenig innovativ geschrieben und inszeniert ist Jack Ryan: Shadow Recruit kurzweilige Unterhaltung, die man sich einmal ansehen kann, aber wohl schnell wieder vergessen ist. 



  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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Tom Clancy erdachte Mal eine Figur für seine Bücher, dies Jack Ryans. Nun dieser durfte schon in ein paar Filmen ran. Doch dies ist schon länger her und die Welt hat sich eigentlich geändert. Nur nicht im patriotischen US-Kino, denn hier gilt imm...

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geschrieben am 18.03.2014 um 18:44

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ø Wertung: 6,3/10 | Wertungen: 7 | Kritiken: 1

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