Godzilla

  • Informationen zum Film
  • Godzilla

  • Originaltitel:
    Godzilla
    Produktionsjahr:
    2014
    Kinostart Österreich:
    15.05.2014
    Kinostart Deutschland:
    15.05.2014
    Kinostart USA:
    16.05.2014
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Inhalt
  • Im Sommer 2014 präsentieren Warner Bros. Pictures und Legendary Pictures die spektakuläre Wiedergeburt des meistverehrten Monsters der Welt: Godzilla. Der Regisseur Gareth Edwards entwickelt die mitreißende Vision menschlicher Tapferkeit und Friedenssehnsucht im Angesicht titanischer Naturgewalten, denen nur der monumentale Godzilla entgegentreten kann, weil die Menschheit ihnen schutzlos ausgeliefert ist.

  • Filmkritik

  • Eigentlich ist Godzilla ja ein durch und durch japanisches Vieh, das eng an die Populärkultur und die Geschichte des Landes geknüpft ist. Nach Atombombentests steigt das Ungetüm aus den Tiefen des Meeres, um Japan zu vernichten oder um sich mit anderem überdimensionierten Monsterungeziefer zu duellieren. Gojira, wie das Monster im japanischen Original heißt, ist nur eines der vielen Beispiele, wie in der japanischen Populärkultur mit der Zerstörung des eigenen Landes umgegangen wird. Naturkatastrophen, die Atombombenabwürfe über Nagasaki und Hiroshima und nicht zuletzt Fukushima und die jeweiligen Folgen erschüttern das Bewusstsein der Nation der aufgehenden Sonne immer wieder. Die Gefahr der Zerstörung wird in zahlreichen Mangas und Animes thematisiert und unter anderem auch in den Godzilla-Filmen, wobei eine Dualität und ein Spannungsfeld zwischen Gefahr und Vorteil der Atomkraft zu erkennen ist, denn die furchtbare atomare Echse kann auch als Retter auftreten, wenn sie gegen andere Ungetüme kämpft.

    Regisseur Gareth Edwards konnte bereits mit seinem vorangegangenen Film Monsters zeigen, dass ihm Ungeheuer liegen. Wenn Monsters die Meinungen auch spaltete, so überzeugte der Film offenbar die verantwortlichen Produzenten und Rechteinhaber, die Edwards anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von Godzilla grünes Licht für eine weitere amerikanische Verfilmung um das Leben und Sterben der Riesenechse gaben. Mit Aaron Taylor-Johnson (Kick-Ass), Elizabeth Olsen (Oldboy), Bryan Cranston (Breaking Bad) oder Ken Watanabe (Inception) konnte Edwards seine unglaublich durchschnittlichen Charaktere mit guten Schauspielern besetzen. Diese dürfen als verrückte Wissenschaftler, Krankenschwestern oder Soldaten das gesamte Spektrum an Stereotypen abdecken, das man sich in einem Monsterfilm oder generell in einem familientauglichen Blockbuster vorstellen kann und wohl auch erwartet, um letztendlich doch gegen die fabelhaften Computereffekte zu verlieren.



    Joe Brody (Bryan Cranston) ist Techniker in einem Atomkraftwerk in Japan. Als er eigenartige seismische Aktivitäten bemerkt, kommt es zu einem Unfall, bei dem ein großer Teil des Kraftwerks zerstört wird und in dessen Rahmen Sandra (Juliette Binoche), seine Ehefrau und die Mutter des gemeinsamen Sohns, zu Tode kommt. 15 Jahre später. Der gemeinsame Sohn ist zu einem vorbildlichen Soldaten geworden und gerade aus irgendeinem Krieg zurückgekehrt, statt sich mit seinem Sohn und seiner hinreißenden Ehefrau Elle (Elizabeth Olsen) zu beschäftigen, muss er aber nach Japan fliegen und seinen Vater aus einem japanischen Gefängnis abholen. Dieser wurde verhaftet, als er in der Quarantäne-Zone herumschnüffelte. Er ist felsenfest davon überzeugt, die Regierung würde etwas verheimlichen.

    Recht hat er, denn unter der Leitung des Forschers Dr. Ichiro Serizawa (Ken Watanabe) spielt man im Ground Zero des Atomkraftwerks mit einem mächtigen urzeitlichen Ungetüm, das sich von der freigesetzten Radioaktivität ernährt und langsam zu Kräften kommt. Als es einen markerschütternden Schrei ausstößt, lockt es außerdem einen anderen Urzeitriesen und Erzfeind an: Godzilla. Fortan dürfen sich die beiden monströsen Spezies in wunderschönen und bildgewaltigen Szenen duellieren, während ebenfalls großartig umgesetzt große Teile San Franciscos vernichtet werden. Dazwischen müssen die menschlichen Charaktere, die in ihren Rollen als Krankenschwestern, Soldaten, Feuerwehrmännern und Polizisten beweisen dürfen, wie effektiv und diszipliniert das amerikanische Volk ist, erkennen, dass Kernwaffen nicht die beste Lösung sind, wenn man gegen Wesen kämpft, die sich von Radioaktivität ernähren.



    Fazit:

    Was will eigentlich ein britischer Regisseur, wenn er ein zutiefst japanisches Thema amerikanisch umsetzt? Während für Japan die Godzilla-Filme immer ein Spiegel historischer Ereignisse, aber auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema Kernkraft waren und als eine Art popkulturelle Therapie gesehen werden können, scheint Gareth Edwards Film eine ähnliche therapeutische Funktion für eine amerikanische Zielgruppe erfüllen zu wollen. Zu sehr erinnern die tapferen Rettungskräfte, die ohne wenn und aber diszipliniert durch die Ruinen stapfen und den Gefahren trotzen, an die Bilder nach dem elften September 2001. Man ist der Gefahr und der Erschütterung gewachsen, man kann sie überwinden. Wen das nicht sonderlich spektakuläre Drehbuch nicht stört, dessen Handlung teilweise auch ein wenig langweilig wirkt, der wird mit 123 Minuten schönster Bildgewalt zugedröhnt, denn von technischer Seite über den Soundtrack und die Optik ist Gareth Edwards Godzilla über jeden Zweifel erhaben.


  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    5,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Johannes Mayrhofer
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BILDER ZUM FILM

Komentare (3)

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Warum die Meinung so auseinander gehen kann ich 100% verstehen. Einerseits ein sehr guter Film, jedoch fehlt mir ein wenig Michael Bay und anscheinend auch Budget. Den obwohl ich wusste das es nicht richtig kracht, habe ich die ganze Zeit nur darauf gewartet. Viel zu viel wurde nicht gezeigt oder im Dunkeln und Rauch versteckt. Immerhin gehts um Godzilla um DAS MONSTER.

geschrieben am 19.05.2014 um 23:25 Uhr #3

Mir hat der Film gut gefallen. Düster und gegen Ende SEHR brachial und einfach nur episch. Aber irgendwie... hat mir was gefehlt. Und der gezwungene "Familiendrama"-Faktor hat mir nicht so wirklich gefallen...

geschrieben am 16.05.2014 um 15:12 Uhr #2

War heute in der Mitternachtspremiere! Auch beim zweiten Mal: Fad aber sehr schön! :-)

geschrieben am 15.05.2014 um 12:57 Uhr #1

 

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Userkritiken

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Sehr schwacher Film mit einem Gummibärli-Godzilla

geschrieben am 02.06.2014 um 09:21

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ø Wertung: 6,9/10 | Wertungen: 20 | Kritiken: 1

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