Bad Fucking

  • Informationen zum Film
  • Bad Fucking

  • Originaltitel:
    Bad Fucking
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    20.12.2013
    Verleiher Österreich:
    Thim Filmverleih
  • Inhalt
  • Im idyllischen Luftkurort BAD FUCKING hat jeder ein Geheimnis – die meisten davon sind schmutzig. Ehebruch, Korruption, Mord und Totschlag, der ganz normale Alltag in BAD FUCKING – bei guter Luft und schlechtem Sex.

    Eine Komödie von Harald Sicheritz, nach dem Roman von Kurt Palm. Mit Martina Ebm, Proschat Madani, Adele Neuhauser, Wolfgang Böck, Thomas Mraz, Michael Ostrowski, Bettina Redlich, Johannes Silberschneider, Thomas Stipsits, Gerhard Liebmann u. v. a.

  • Filmkritik

  • „Ein Schas, ein gottloser.“ – Mit diesen Wort wird Harald Sicheritz‘ neue Komödie Bad Fucking eingeleitet. Und, wenn man es ein wenig überspitzt formulieren darf, dann entspricht dieser erste Satz auch dem Film selbst. Natürlich wirkt jene Aussage im ersten Augenblick frech und auch kaum reflektiert, ist aber nicht bloß böse gemeint. Denn sitzt man dann nun vor dem Abspann, im Kino oder zuhause, fragt man sich zu aller erst, ob sich der Film selbst überhaupt ernst nehmen will. Eine Antwort darauf muss aber wohl jeder für sich selbst finden, je nachdem eben, wie man die ganze Geschichte interpretiert…

    Harald Sicheritz gilt als Hit-Garant für kultverdächtige Komödien. Sein Regiedebüt Muttertag ist auch nach 20 Jahren noch so frech wie eh und je, und auch Hinterholz 8 sowie Poppitz genießen nicht zuletzt dank Roland Düringer einen gewissen Kultstatus – von MA 2412 ganz zu schweigen. Er legt sich die Latte somit selbst recht hoch, was ihm spätestens in Bad Fucking zum Verhängnis wird.



    „Bad Fucking für alle“ heißt es auf den Bussen in der dörflichen Provinz und tatsächlich lässt sich auch dieser Oneliner ins Hier und Jetzt übertragen, denn der Film dürfte nicht nur im Kino, sondern auch auf DVD und Blu-ray verhältnismäßig erfolgreich sein. Kein Wunder, befinden sich ja auch einige namhafte österreichische Darsteller mit an Bord. Aber reicht das auch, um dem Publikum nicht nur einige Lacher abzuknöpfen, sondern auch tatsächlich eineinhalb Stunden lang zu unterhalten? Leider nein.

    Die Buchvorlage bietet sichtlich Platz für lustige Szenarien, die Sicheritz gekonnt umzusetzen weiß und somit auch für einige Brüller sorgt. Leider aber tut dies der Ideenlosigkeit keinen Abbruch, mit der hier zwanghaft versucht wird, lustig zu sein. Jeden Satz mit „Bam oida“ zu beginnen ist ebenso ausgelutscht, wie die englische Sprache im österreichischen Akzent zu parodieren. Zudem sind Fahrrad fahrende Erwachsene heute ausschließlich peinlich, wenn sie sich vorstellen auf einem Motorrad zu sitzen. Zu guter Letzt dürfen auch Furzgeräusche nicht fehlen, die bereits vor 13 Jahren in Nicht noch ein Teene-Film aufs Korn genommen wurden – wahrlich ein Armutszeugnis einer Komödie im Jahr 2014.



    Aber kann man hierbei überhaupt von einer reinrassigen Komödie sprechen? Wohl kaum, denn es wird versucht, weit mehr unter einen Hut zu kriegen. Vom typisch österreichischen Krimi über den knallharten Thriller wirkt Bad Fucking fast schon wie ein mit Leichen gepflasterter Episodenfilm, dessen Kapitel kaum in Zusammenhang zu stehen scheinen. So irritiert der Film in vielen unwillkürlichen Szenen, deren Sinn man vergebens sucht. Positiv hervorheben sollte man hingegen den Soundtrack, der von Anfang bis Ende überzeugt – Schlusslied ausgenommen.


    Fazit:

    Egal was man sich von Bad Fucking erhofft, man sollte die eigenen Erwartungen möglichst niedrig halten, um einer Enttäuschung vorzubeugen. Individuelle Gags zünden, im Großen und Ganzen versucht der Film aber mit Humor unter der Gürtellinie zu punkten, wird stattdessen aber zu einer plumpen, seltsamen und niveaulosen Angelegenheit, die nun wirklich nicht zum Pflichtprogramm des heimischen Kinos zu zählen ist. Gerade im Vergleich zu den österreichischen Filmen der letzten Zeit ist Bad Fucking eine Enttäuschung mit nur wenigen Highlights.


  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    1,5
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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Hat den "Ungustl" meiner Meinung nach völlig zurecht bekommen...

geschrieben am 26.03.2014 um 09:09 Uhr #1

 

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