301 - Scheiss auf ein Empire

  • Inhalt
  • Die Sensation aus den USA: eine derbe Wahnsinnsparodie auf Speer & Sandalen-Filme!

    Das NATIONAL LAMPOON Comedy-Team brennt ein wahres Gag-Feuerwerk ab und parodiert in wahnwitziger Art & Weise das Historienepos 300 (daneben finden sich auch etliche Seitenhiebe auf TROJA , GLADIATOR & ALEXANDER). Absurd witzige Dialoge gesellen sich zu halsbrecherischem Slapstick und Situationskomik. Ein frech, überdrehter Spass, jenseits von Geschmacks- und Gürtellinie! Eine der komischsten und gefeiertsten Parodien der Filmgeschichte!

  • Filmkritik

  • Wenn man Namen wie Testiclees, Awesomest Maximus, Hottessa oder Milfia hört, ja dann kann das doch nicht wirklich ernst gemeint sein, oder? Ist es auch nicht, denn sie alle entspringen der Fantasie von Drehbuchautor Jason Burinescu, der für die Crew von National Lampoon das Skript zu 301 – Scheiß auf ein Empire liefert. Man sollte sich von jener deutschen Betitelung aber nicht in die Irre führen lassen, denn auch wenn der Titel natürlich an den aktuellen 300: Rise of an Empire angelehnt ist, widmet sich The Legend of Awesomest Maximus, so der Originaltitel, auch Filmen wie Troja, Gladiator und Braveheart, sowie der Serie Spartacus. Die Rache der Eierköpfe-Regisseur Jeff Kanew hat das Ganze inszeniert und mit überspitztem Humor zwar die Sexismus-Keule ausgepackt, der dem Zuseher damit aber weit mehr Lacher abverlangt als so manch andere Parodien.

    Da sich der Film selbst schon nicht ernst nimmt, sollte man dies auch als Zuseher nicht von ihm verlangen – unter diesen Voraussetzungen könnte 301 – Scheiß auf ein Empire durchaus belustigend wirken. Schon der Vorspann fällt verhältnismäßig vielversprechend aus, wenn man zwar unter die Gürtellinie zielt, dort aber durchaus den einen oder anderen Treffer versenkt. Grund hierfür sind nicht nur gutes Timing, sondern auch gut geschriebene Gags, mit denen nicht willkürlich um sich geworfen wird. Nein, sie werden oft gut eingeläutet oder kommen mal aus dem Nichts, ziehen die Mundwinkeln damit aber überraschend oft nach oben.



    Während man mit dem Charakter des vermeintlich homosexuellen Orlando offensichtlich an Orlando Bloom und dessen Schwäche für verweichlichte Rollen anspielt, schnappt man auch die einstige Bauchmuskel-Debatte um Zack Snyders 300 auf und hinterfragt, warum man eigentlich immer wieder denselben Schrei von sich gibt, auch wenn sich die Feinde noch hunderte Meter entfernt befinden. „Hold. Hooold. Hoooooooold!“ Man macht sich also nicht nur über ausgewählte Filme lustig, sondern greift auch deren vermeintlichen Logiklücken auf.

    Wie schon den Bezeichnungen der einzelnen Figuren abzulesen ist, ordnet sich auch 301 – Scheiß auf ein Empire dem Trend des Sexismus unter – der Irrglaube, Parodien könnten ohne Penisse, Brüste und ordinären Witzen keinen Spaß machen besteht trotz Paradebeispielen wie Hot Fuzz und Shaun of the Dead leider nach wie vor.
    Hinter der Geburtsstunde des Motorboating, der Errichtung hölzerner Genitalien und überdimensionierten Pickeln steht in vielen Szenen der Green Screen. Dass man für die CGIs nur Kleingeld zur Verfügung hatte, liegt auf der Hand, stört aber auch nicht weiter. Denn bei Filmen wie diesem treten die Effekte natürlich in den Hintergrund, um Platz für Komik zu machen. Und diesen füllt 301 – Scheiß auf ein Empire überraschend gut aus, vergleicht man ihn mit Genre-Kumpanen wie Die Pute von Panem. Zudem versucht der Film tatsächlich aus den vorhandenen Stoffen einen eigenen Plot zu basteln und macht nicht zuletzt damit erst recht Lust 300 und Konsorten mal wieder in den Player wandern zu lassen.




    Fazit:

    Viel nackte Haut, respektloser Humor und Ekel – 301 – Scheiß auf ein Empire baut im ersten Blick auf die mittlerweile üblichen Ingredienzien für eine Persiflage, wirkt aber schon im Vorspann weit professioneller. Und auch wenn selbstverständlich nicht jeder Witz zündet, bleibt der Film nicht völlig witzlos und trumpft durchaus mit einigen netten Ideen für Seitenhiebe auf. In einer Welt, in der Mütter ihren eigenen Sohn „son of a bitch“ nennen und Kinder als „pussy“ bezeichnet werden dürfen, geht 301 – Scheiß auf ein Empire auch als absolut annehmbar durch.


  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    2,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    2,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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