Dallas Buyers Club

  • Informationen zum Film
  • Dallas Buyers Club

  • Originaltitel:
    Dallas Buyers Club
    Genre:
    Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    07.02.2014
    Kinostart Deutschland:
    06.02.2014
    Kinostart USA:
    06.12.2013
    Verleiher Österreich:
    Thim Filmverleih
    Verleiher Deutschland:
    Senator Film
  • Inhalt
  • DALLAS BUYERS CLUB erzählt die wahre und außergewöhnliche Geschichte eines Mannes, der sich vom selbstbezogenen und homophoben Hitzkopf zu einem mutigen und lebensbejahenden Aktivisten wandelt. Regisseur Jean-Marc Valée („C.R.A.Z.Y. – Verrücktes Leben”, „The Young Victoria”) ist es eindrucksvoll und ohne Pathos gelungen, Ron Woodroofs Kampf gegen die Behörden spannend, humorvoll und emotional mitreißend zu inszenieren. Indem er mit viel Feingefühl auf die verschiedenen Ebenen dieser Geschichte eingeht, ist ein Film entstanden, der weit mehr als die nach wie vor hochaktuelle AIDS-Problematik behandelt. DALLAS BUYERS CLUB erzählt von Zivilcourage, Kampfgeist, Toleranz und Solidarität und ist ein Film, der Mut macht.

  • Filmkritik

  • In den Achtziger Jahren war die eine HIV-Diagnose noch ein sicheres Todesurteil. Der heterosexuelle und homophobe Cowboy Ron Woodroof (Matthew McConaughey) kann es nicht glauben, als ihm dieses Diagnose gestellt wird und die Ärzte ihm nur noch 30 Tage geben. Als das einzige in den USA zugelassene Medikament AZT bei ihm negative Effekte zeigt, beschließt er, die Behandlung selbst in die Hand zu nehmen und wird zum Kämpfer, der im Endeffekt sieben Jahre länger lebt, als die Ärzte sagten. Und nimmt damit auch den Kampf mit der FDA auf, die die ungetesteten Medikamente, die er verkauft, stets illegalisieren. Diese wahre Geschichte nehmen die Drehbuchautoren Craig Borten und Melisa Wallack zum Vorbild, um mit Dallas Buyers Club einen Film über Hoffnung in schweren Zeiten zu machen und über einen Mann, der sein Schicksal selbst in die Hand nahm, als sich alles gegen ihn richtete. Regisseur Jean-Marc Vallée geht auf das sehr emotionale Thema mit einer berechtigten Distanz heran, wodurch der Film nicht in die Falle tappt, bei diesem Thema sentimental zu werden. Dallas Buyers Club ist kein Film, der Figuren geschönt zeigt oder die Hauptfiguren nur ein positivem Licht darstellen. Sowohl Ron als auch Rayon (Jared Leto) sind Figuren mit mehreren Grauzonen, die nicht als sofortige Sympathieträger oder arme Opfer gezeigt werden, sie sind eben Menschen wie jeder Andere auch. Gerade in dieser Darstellung brilliert der Film, der sich nicht anmaßt, uns zu sagen, was wir für die Figuren zu fühlen haben.


    Hauptaugenmerk von Dallas Buyers Club sind die Hauptdarsteller. Matthew McConaughey als abgemagerter Redneck, der trotz der großen Qual durch seine Krankheit immer weitermacht und sich nicht unterkriegen lässt, ist ausgezeichnet in der Rolle als Ron Woodroof. Sowohl in den Szenen, in der er gegen die FDA kämpft und auf texanisch wilde Beschimpfungen loslässt oder als Priester verkleidet Medikamente aus Mexiko schmuggelt, ist McConaughey immer vollkommen in seiner Rolle. Assoziationen zu seinen Performances in so mancher romantischen Komödie kommen erst gar nicht auf, wenn man ihn als Ron in Dallas Buyers Club seine wahrscheinlich bis dato beste Darbietung abgeben sieht. Auch Jared Leto kann als transsexueller Geschäftspartner Rayon durchaus überzeugen, Leto verschwindet in der Rolle und verleiht der Figur Authentizität. Auch Jennifer Garner als besorgte Ärztin von Ron und Rayon geht in ihrer Rolle auf.


    Neben einem Film über die Anfänge der AIDS Epidemie in den USA und den Auswirkungen auf die Betroffenen ist der Film auch eine scharfe Kritik der Medikamentenkontrolle durch die FDA in Amerika. Die FDA verbietet Woodroof (und vielen anderen Menschen), die Medikamente einzunehmen, die er selbst als durchaus wirksam erprobt hat. Dahinter steckt (zumindest im Film angedeutet) die Lobby des AZT Medikaments, die ähnlich wie Monsanto im Bereich Saatgut ein Monopol auf lebenswichtige Dinge aufbauen möchte. Dallas Buyers Clubs Kritik an der Herangehensweise der FDA ähnelt der Kritik, die Ökonom und Nobelpreisträger Milton Friedman einst über das umstrittene Amt äußerte


    Fazit:
    Dallas Buyers Club ist ein unsentimentales Portrait eines Kämpfers und ein interessanter Einblick in eine Zeit, die für viel Unsicherheit und Aufregung sorgte. Der Regisseur verzichtet bei dem Film, auf die Tränendrüse zu drücken und lässt die Schauspieler und die Kritik an der Food an Drug Administration (FDA) in den USA auf den Zuschauer wirken, ohne ihm dabei eine Gefühlslage vorzuschreiben. Durchaus überzeugendes Drama über ein heikles Thema.


  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Phil Heron
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Userkritiken

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Eines vorweg: Dallas Buyers Club ist kein Film über die letzten Tage eines HIV Positiven, sondern dokumentiert den stillen Kampf gegen ein marodes Gesundheitssystem, indem die Forschung anscheinend mehr zählt, als die Heilung.

Wir haben 1978. I...

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geschrieben am 28.01.2014 um 16:44

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ø Wertung: 7,3/10 | Wertungen: 9 | Kritiken: 1

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