Chroniken der Unterwelt - City of Bones - The Mortal Instruments

  • Informationen zum Film
  • Chroniken der Unterwelt - City of Bones - The Mortal Instruments

  • Originaltitel:
    The Mortal Instruments: City of Bones
    Genre:
    Romanze, Action, Abenteuer, Fantasy, Mystery, Drama
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    29.08.2013
    Kinostart Deutschland:
    29.08.2013
    Kinostart USA:
    23.08.2013
    Verleiher Österreich:
    Constantin Film
    Verleiher Deutschland:
    Constantin Film
  • Inhalt
  • Teenagers Clary (Lily Collins) entdeckt, dass sie einer viele Generationen alten Gruppe von Schattenjägern angehört, einem Geheimbund von Halbengel-Kriegern, die dafür kämpfen, die Welt vor Dämonen zu bewahren. Nach dem rätselhaften Verschwinden ihrer Mutter schließt sich das Mädchen einer Gruppe von Schattenjägern an, die ihr das andere, parallele New York „Downworld“ zeigen – voll mit Dämonen, Zauberern, Werwölfen, Vampiren und anderen tödlichen Kreaturen …

  • Filmkritik

  • Jugendbuch-Verfilmungen haben anno 2014 einen ganz besonderen Stand. Das Erklingen von Stephanie Meyers Namen beispielsweise dürfte bei einigen feucht-fröhliche Phantasien, bei anderen das blanke Entsetzen auslösen. Denn ihre Romane hinter Seelen oder der Twilight-Saga gelten selbst in Anbetracht mangelnder Qualität als finanzielle Vorreiter ihrer Zunft, was vor allem dem Fanatismus rund um Bella, Edward und Jacob zu verdanken ist. Mit ihrer Romanreihe Chroniken der Unterwelt beschreitet Cassandra Clare einen ähnlichen Weg, der kürzlich ebenfalls auf die Leinwand führte. Hinsichtlich gegebener Parallelen, fällt es schwer, den vorerst einzigen Teil City of Bones nicht an den Glitzer-Vampiren von Stephanie Meyer zu messen. Wer aber möglichst unvoreingenommen an den Film herantritt, dem vermag City of Bones objektiv betrachtet weit mehr zu bieten.

    Clary Fray ist keine gewöhnliche Jugendliche New Yorks, denn sie kann Dinge sehen, die sonst niemand sieht. Sie ist eine Schattenjägerin, die ihre Berufung mit dem mysteriösen Verschwinden ihrer Mutter entdeckt und sich Jace, Alec und Isabelle im Kampf gegen die Dämonen der Unterwelt anschließt. Die Suche nach ihrer Mutter führt zur Kenntnis ihrer wahren Identität, die ein dunkles Geheimnis in sich trägt…

    Chroniken der Unterwelt – City of Bones erfindet das Rad nicht nur nicht neu, sondern ersetzt Eigeninitiative durch gekonnte Kopie des Bekannten. Der jugendliche Trupp auf der Jagd nach Werwölfen und Dämonen erinnert angeführt von der hübschen Lily Collins zwangsläufig an Sarah Michelle Gellar in Buffy – Im Bann der Dämonen und lässt mit einer Dreiecksbeziehung und inszenatorischen Stilmitteln auch Twilight’schen Charakter erkennen, kann aber zumindest Effekt-technisch auf eigenen Beinen stehen.

    Den Regiestuhl von City of Bones hat man mit dem unerfahrenen Niederländer Harald Zwart besetzt, der mit Eine Nacht bei McCool’s und Der rosarote Panther 2 aus der Komödienecke kommt und sich mit der Karate Kid-Neuauflage auch für familienfreundliche Action empfehlen konnte. Mit City of Bones betritt er somit zwar Fantasy-Neuland, was man ihm aber nicht zwangsläufig ansieht. Man mag dem Film vielleicht seelenlose Effekthascherei vorwerfen, doch sorgt er mit unterschiedlichsten Special Effects zumindest für Individualität. Neben dem verbrauchten Effektstandard aus Hochglanz-Hollywood erinnert die ausgewogene Mischung aus handmade Spezialeffekten und CGI-Animationen an gewissen Stellen sogar an Klassiker wie Der Blob oder John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt.

    Die Romanvorlage dürfte dem Drehbuch nach eine bescheidene Abarbeitung von Klischees sein, die der Film in aller Vorhersehbarkeit auskostet. Doch auch wenn man den einzelnen Akten von City of Bones schon zu Beginn vermeintliche Charakterentwicklungen und bestimmte Szenarien ansieht, gelingt es gegen Ende doch noch ein wenig Würze in die Geschichte zu bringen, die sich trotz 130 Minuten erst im Abschluss zu ziehen beginnt.

    Angesprochene Parallelen zur erfolgreichsten Vampir-Saga aller Zeiten sind dennoch nicht von der Hand zu weisen und hinterlassen einen fahlen Beigeschmack, wenn sie auch nur selten die Überhand gewinnen. Die Abhandlung der Liebesbeziehung(en) lebt von schnulzigen Klängen, kitschigen Settings und Jugendlichen, die nach kurzer Zeit glauben die große Liebe gefunden zu haben. Dass der Film dabei wie ein aufgehübschter Twilight-Abklatsch wirkt ist aber Dank besserer Schauspieler und einer erzählenswerteren Geschichte zu verkraften.


    Fazit:

    Chroniken der Unterwelt – City of Bones ist dramaturgisch sowie inhaltlich wenig innovativ, wird trotz konventionellem Grundaufbau aber Dank sympathischer Figuren und interessanter Effektarbeit nie langweilig, auch wenn dem Film ein paar Minuten weniger wohl gut getan hätten. Nicht nur Fans von Bella und Edward, sondern auch andere Fantasy-Begeisterte, die ein gesundes Maß an Kitsch ertragen können, sollten Clary und Jace eine Chance geben.


  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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Fantasybücher sind seit dem Twilightwahn der Hit. Sie werden auch alle verfilmt. So passiert es auch mit „Chroniken der Unterwelt“. Doch hier trifft wohl die Popkultur der letzten 30 Jahre auf einem Film, der sich zum Teil nicht wirklich ernst n...

Weiterlesen...

geschrieben am 14.09.2013 um 11:28

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ø Wertung: 6,8/10 | Wertungen: 4 | Kritiken: 1

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