R.I.P.D.

  • Informationen zum Film
  • R.I.P.D.

  • Originaltitel:
    R.I.P.D.
    Genre:
    Komödie, Action, Krimi
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    30.08.2013
    Kinostart Deutschland:
    29.08.2013
    Kinostart USA:
    19.07.2013
    Verleiher Österreich:
    Universal Pictures International Austria
    Verleiher Deutschland:
    Universal Pictures International
  • Inhalt
  • Der kürzlich bei einem Einsatz ermordete Polizist Nick (Ryan Reynolds) will unbedingt dafür sorgen, dass seinem Killer keine weiteren Menschen mehr zum Opfer fallen. Die Ermittlungsarbeit hierzu funktioniert jedoch nach ganz eigenen Regeln. Mit Roy (Jeff Bridges) findet er einen erfahrenen Partner, denn der ehemalige Revolverheld geht diesem Job bereits seit einem Jahrhundert nach, und nun steht er kurz vor seiner Pensionierung. Aber zuvor will er es noch einmal wissen und seinem Ruf gerecht werden!

  • Filmkritik

  • Bereits seit 2005 treibt sich Robert Schwentke in Hollywood herum und will seinem deutschen Landsmann Roland Emmerich nach Flightplan und Die Frau des Zeitreisenden nun im Action-Genre Beistand leisten. Nach R.E.D. folgt drei Jahre später ein weiteres Kürzel, R.I.P.D., mit dem Schwentke erneut versucht, Humor und Action zu vereinen. An vorderster Front sollen Ryan Reynolds (The Green Lantern, Buried) und Jeff Bridges (The Big Lebowski, True Grit) durch das Rest in Peace Department führen – sie sollten die Massen in die Kinosäle ziehen. Im Nachhinein stellt sich R.I.P.D. allerdings als Nullnummer heraus, die Universal Pictures vor allem aus finanzieller Sicht teuer zu stehen kommt. Nun, leider serviert einem der Film aber auch nachvollziehbare Gründe für sein Scheitern…

    Während einem fulminanten Start stellt sich Ryan Reynolds als Detective Nick Walker vom R.I.P.D. vor. Wie er zu seinem Job als Monsterjäger im Verein verstorbener Polizisten kam, soll der Film in den nächsten 90 Minuten klären. Zum Anfang allen Übels lernt er erst seinen Partner Roy Pulsipher kennen, einen US-Marshal aus dem 19. Jahrhundert, gespielt von Jeff Bridges. Mit ihm geht er auf die Jagd nach sogenannten Deados – Toten, die es nicht in den Himmel geschafft haben und somit ihr Unwesen auf der Erde treiben. Und ganz nebenbei geht Nick auch noch seinen Mördern nach, die er nicht ungeschoren davonkommen lassen will.

    Ryan Reynolds und Jeff Bridges müssen schon längst keinem mehr etwas beweisen. Reynolds konnte quasi im Alleingang einen Spannungsbogen lediglich in einer dunklen Kiste erzeugen, hat sich aber höchstwahrscheinlich als CIA-Agent (Safe House) und Jason Bateman (Wie ausgewechselt) für seine Rolle in R.I.P.D. empfohlen. Jeff Bridges, seines Zeichens Oscar-Preisträger und der Dude himself, hängt seiner Karriere keine weitere Facette seines vielfältigen Schauspiels hinzu und kopiert die Rolle des grießgrimmigen Wildwestern-Marshal, den er bereits in True Grit zum Besten geben durfte. Mit dem Unterschied, dass er nun im heutigen Amerika auf die Jagd geht und von den Coen Brüdern mit Stil und Anstand in Szene gesetzt wurde.
    Nun, dass die beiden (Reynolds und Bridges) in R.I.P.D. schlechter denn je wegkommen, ist nur bedingt ihre Schuld – und zwar hinsichtlich der Auswahl ihrer Rollen. Denn unter den Voraussetzungen eines derart nichtssagenden Drehbuchs und einem Humor, der zwar bei 6-Jährigen wildes Gelächter auslösen dürfte, für jenes Publikum aber aufgrund pädagogisch fragwürdiger Inhalte gänzlich ungeeignet ist, sollte jeder Darsteller der Hollywood-Oberliga, der etwas auf sich hält, dankend ablehnen.

    Wer aber immer noch über Toilettenwitze, unappetitliche Nahrungsaufnahme oder Furzgeräusche herzhaft lachen kann, den trifft R.I.P.D. mit voller Wucht. Wer sich hingegen zu schade für verbrauchte Witze der 90er ist oder schlichtweg aus dem Alter raus ist, wird sich hier und da womöglich fremdschämen müssen. Denn der Humor ist über weite Strecken platt und seit einem guten Jahrzehnt nicht mehr zeitgemäß, womit man den Spezialeffekten in nichts nachsteht.
    Dies mag bei einem Budget von 130 Mio. US-Dollar im Jahr 2013 zwar überraschend klingen, beweist aber einmal mehr, dass es gewisse Regisseure verstehen ihr Budget einzusetzen und andere nicht. R.I.P.D. beispielsweise bringt einzelne bemerkenswerte Effekte hervor, die aktuellem Blockbuster-Niveau entsprechen oder stellenweise zwar offensichtlich computergeneriert sind, in ihrer eigenen Fantasy-Welt aber durchaus funktionieren. Andere wirken hingegen derart eindimensional und frei jedweder Details, dass der Film nicht nur inhaltlich, sondern auch in punkto Effekte an die Zeit von Men in Black und Konsorten erinnert. Während gewisse Autos in PlayStation 2-Grafik von Dächern fallen und gigantische Zahnräder billiger aussehen, als im Intro von Lionsgate Entertainment, machen Szenen wie das apokalyptische Finale, in das ein paar Dollar mehr geflossen sein dürften, besonders Spaß und entschädigen gewissermaßen für zweitklassige Animationen.


    Fazit:

    Es ist unklar, welches Zielpublikum man mit R.I.P.D. anzupeilen versuchte, denn für Erwachsene zu kindisch und für Kinder ungeeignet, versagt man vor allem hinsichtlich des Humors. Einige nette Ideen, wie etwa die neuen Identitäten der beiden „untoten“ Cops, hält der Film zwar parat, insgesamt bewahrheiteten sich aber die Vermutungen – R.I.P.D. ist ein lauer Men in Black-Aufguss, flach und gute zehn Jahre zu spät.


  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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BILDER ZUM FILM

Komentare (2)

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In Anbetracht von Schwentkes letztem Film R.E.D. und dem Cast blieb R.I.P.D. tatsächlich hinter seinen Möglichkeiten...

geschrieben am 20.01.2014 um 11:19 Uhr #2

Also ich fand den Film ganz schrecklich, konnte ihm wirklich gar nichts abgewinnen! Da hat man Reynolds und Bridges mal total vermurkst...

geschrieben am 18.01.2014 um 14:45 Uhr #1

 

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