Dredd

  • Informationen zum Film
  • Dredd

  • Originaltitel:
    Dredd
    Genre:
    Action, Sci-Fi
    Produktionsland:
    UK
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    15.11.2012
    Kinostart Deutschland:
    15.11.2012
    Kinostart USA:
    21.09.2012
    Verleiher Österreich:
    Constantin Film
    Verleiher Deutschland:
    Universum Film
  • Inhalt
  • Mega City One eine gigantische Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten des düsteren und zerfallenen Amerikas. Die Bewohner leiden: Eine Art Drogenseuche sucht sie heim, die sie die Realität in extremer Zeitlupe erleben lässt. Einzig und allein die Judges können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd (Karl Urban), als oberster Judge gefürchtet, will die Stadt von dieser Plage befreien. Zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson (Olivia Thirlby), nimmt er den Kampf gegen Ma-Ma (Lena Headey) auf, eine Drogenbaronin, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht. Als Dredd und Anderson einen Handlanger aus ihrem skrupellosen Clan zu fassen kriegen, entfacht Ma-Ma einen erbitterten Krieg, in dem sie vor nicht zurückschreckt, um ihr Imperium zu schützen. Die Zahl der Todesopfer steigt und auch Dredd und Anderson müssen in diesem erbarmungslosen Kampf an ihr Äußerstes gehen, um am Leben zu bleiben.

  • Filmkritik

  • 2000 A.D. diente bereits zum dritten Mal als Vorlage für einer Verfilmung. Nach Hardware (1990), der allerdings nur eine Kurzgeschichte aus dem Comic behandelt, und Judge Dredd (1995) mit Sylvester Stallone, erzählt Pete Travis Dredd ebenso die Geschichte jenes Charakters. Entgegen der Vermutung, es würde sich dabei um ein Remake von Danny Cannons Trash-Blockbuster handeln, beschäftigt sich der Film zwar ebenfalls mit dem berüchtigten Cop, erzählt hingegen eine gänzlich andere Geschichte. Auch Effekt-technisch überlegte man sich vorab einige Kniffe, um dem Film Individualität zu verleihen und nicht als einfallslosen Kopierversuch scheitern zu lassen, was die Verfilmung nicht nur gewissermaßen rechtfertigt, sondern auch seinen Vorgänger problemlos in den Schatten stellt.

    In Dredd leben knapp 800 Millionen Menschen in den Ruinen der alten Welt, der Megacity 1, deren Mauern sich von Boston bis Washington D.C. erstrecken. Aus dem Off ertönt die finstere Stimme von Judge Dredd, der die Ausgangssituation des Films in wenigen Sätzen offenlegt. Wie kam es zur Megacity 1? Wie hat sich die Gesellschaft seitdem entwickelt? Und wie soll es weitergehen? Allzu lange hält man sich mit jenen Fragen allerdings nicht auf, denn Dredd wird zu seinem nächsten Einsatz gezogen und schwingt sich aufs Bike. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, dass er in Kürze mit einem ganz besonderen Anfänger-Judge in den gefährlichsten Block der Stadt einmarschieren wird, um in einem ungleichen Mexican Stand-Off zu beweisen, dass er alleine Machthabender hier ist.

    Die Figur des Judge Dredd scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Schon Sylvester Stallone floppte einst mit seiner Darstellung des Richter und Henker, was sich nicht nur in den Einspielergebnissen, sondern auch in einer Nominierung bei der goldenen Himbeere zeigte. Entgegen dem Trend Filme immer teurer zu produzieren, verschlang Dredd nur knapp die Hälfte der 1995er-Version und konnte dennoch nur 35 Mio. US-Dollar einspielen. Zum Glück aber schreit ein Misserfolg an der Kinokasse nicht selbstredend nach einem Gnadenschuss, denn mittlerweile spricht sich die Tatsache herum, dass Dredd in jeder Hinsicht besser als sein Vorläufer ist, was den Ursprung vor allem in seiner geradlinigen Erzählstruktur und dem eigenständigen Design hat.

    Dredd ist inhaltlich eigentlich nichts anderes als eine Mischung aus Training Day und The Raid, angesiedelt in einer dystopischen Welt. Zusammen mit dem Rookie Anderson an seiner Seite, versteift sich der Film auf einen einzigen Auftrag, den Judge Dredd zu erledigen hat. Um an das Oberhaupt des berüchtigtsten Verbrechersyndikats, dem Ma-Ma Klan, zu gelangen, müssen sich die beiden gegen schießwütige Kleinganoven und Laufburschen von Ma-Ma behaupten, die sich auf 200 Stockwerken in den Weg stellen und zwischen Urteil und Vollstreckung stehen. Mit jener geradlinigen Story wird der Ball zwar äußerst flach gehalten, bekanntlich macht es aber mehr Sinn sich engere Grenzen zu stecken und innerhalb jener groß aufzuzeigen. Zu oft nehmen sich Filme Ziele vor, denen sie niemals gerecht werden können – Dredd kehrt jene Herangehensweise um und tut gut daran.

    Das Drehbuch ist simpel, die Darsteller okay und der Soundtrack fetzig – wahres Herzstück des Films ist allerdings die Effektarbeit. Denn wo selbst große Blockbuster scheitern, nämlich bei sichtlich teuren Effekten, die austauschbarer nicht sein könnten, prescht Dredd aus der B-Schiene hervor und beweist, dass es nach wie vor möglich ist, Neues zu erschaffen. Nicht nur die Waffentechnologie ist eine Klasse für sich, die sich, wie auch der offensichtliche Hang zum Green Screen, in ein schnörkelloses Trash-Spektakel einbauen lässt, vor allem die Slo-Mo Droge bringt Bahnbrechendes hervor. Diese verlangsamt die Wahrnehmung auf ein Prozent der üblichen Geschwindigkeit und sorgt mit phänomenalen Slow Motion-Aufnahmen für einzigartige Bilder. Ob blutige Schießereien, Explosionen oder schlicht der Konsum der Droge – der überstilisierte Farbinfarkt mit extremen Kontrasten wird dem Zuseher noch lange in Erinnerung bleiben. Penetrantes CGI hin oder her, mit diesen Effekten wagte man einen Schritt in eine ganz neue Richtung.


    Fazit:

    In Dredd hat man eine geradlinige, wenig innovative Story in ein Gewand gesteckt, dass hoffentlich noch anderen Filmen übergestreift wird. Der Film weiß, was er sein will und verlagert seine Stärken dementsprechend auf die Effekte, die ihres Gleichen suchen. Ein Mindfuck im eigentlichen Sinne, durchschossene Wangen und Zeitlupe in Reinkultur – wer lediglich auf der Suche nach einem visuellen Abenteuer ist, wird hier garantiert fündig.


  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
    Bestellen bei:
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Komentare (2)

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Jap, ganz meine Meinung! Mich hat der positiv überrascht..

geschrieben am 03.01.2014 um 15:27 Uhr #2

Für mich eine ganz große Überraschung gewesen. Völlig zu unrecht untergegangen. Und Gott sei Dank haben sie die Finger von Judge Death und so Blödsinn gelassen und das ganze "realistisch" gehalten.

geschrieben am 03.01.2014 um 13:31 Uhr #1

 

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Userkritiken

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Dredd 2013: Karl Urbans Unterkiefer tritt in die Fußstapfen des legendären Sly Stallone ohne jemals mit ohne Judge-Helm im Bild zu sein. Brauch er auch nicht, der Film funktioniert und ist nicht nur für einen geselligen Männerabend mit Bier, Pizz...

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geschrieben am 28.04.2013 um 23:45

Haben die Jungs und Mädels aus Hollywood nicht mal gesagt, dass sie ein Remake von dem indonesischen Knaller "The Raid" drehen wollen?
Nun ja, wir befinden uns hier zwar in einem Remake von dem sehr unterhaltsamen Trash-Film von 1995 mit Stallone ...

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geschrieben am 29.03.2013 um 16:01

Comicverfilmungen sind ja nach wie vor In, auch manche behaupten Remakes oder Reboots. "Dredd" ist beides. Doch hier kann man sogar einiges besser machen als bei dem ersten "Judge Dredd" Film, denn der machte viel Falsch. Doch dieses mal bemühte man...

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geschrieben am 16.11.2012 um 09:15

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ø Wertung: 8,2/10 | Wertungen: 23 | Kritiken: 3

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