Big Ass Spider

  • Informationen zum Film
  • Big Ass Spider

  • Originaltitel:
    Big Ass Spider
    Produktionsjahr:
    2013
  • Inhalt
  • Eine riesige Alien-Spinne entkommt aus einem Hochsicherheits-Labor und terrorisiert die Stadt Los Angeles. Als ein massiver Gegenschlag des Militärs missglückt, liegt das Schicksal aller Einwohner in den Händen eines Teams von Wissenschaftlern. Diese Gruppe begleitet ein cleverer und erfahrener Kammerjäger, um die Kreatur zur Strecke zu bringen...

  • Filmkritik

  • Ganz spezielle Filme bekommen oft noch speziellere Titel, die eine Inhaltsangabe fast schon überflüssig machen – man bleibt daran hängen oder vergisst ihn schnell wieder. Big Ass Spider ist einer jener Filme, deren Titel jeglichen Missverständnissen vorbeugen und, ganz egal ob man’s nun mag oder nicht, keine Mogelpackung ist. Im Gegensatz zu irreführenden Filmen von The Asylum, die mit Low Budget-Ablegern von aktuellen Blockbustern versuchen Geld zu einzuspülen, gibt Big Ass Spider gar nicht vor mehr zu sein, als er ist, was ihn erstmal sympathisch macht. Einen guten Film muss das zwar noch lange nicht bedeuten, aber die Basis auf Tash-Niveau wäre dafür schon mal gelegt…

    Wer immer schon mal sehen wollte, wie eine mit biologischen Waffen gekreuzte Spinne auf eine Großstadt losgelassen wird, der bekommt mit Big Ass Spider nun endlich die Gelegenheit dazu. Aufgehalten werden soll das stetig anwachsende achtbeinige Monster von Kammerjäger und Spinnenfanatiker Alex, der mit seinem trotteligen Polizistenkumpel in den Kampf gegen das Ungetüm zieht.


    Der Film wirft einen gleich zu Beginn mitten ins Großstadtchaos – Leute kreischen und laufen unkontrolliert umher, Rauch und zerstörte Häuser bilden eine apokalyptische CGI-Landschaft auf B-Niveau. Worauf die Polizisten mit ihren Maschinengewehren aber schießen und wodurch diese allgemeine Panik ausgelöst wurde, soll vorerst zwar im Unklaren bleiben, wird durch den Filmtitel aber schon vorweg genommen. Eine nette Idee, die so gesehen absolut sinnlos ist.

    Big Ass Spider legt einen gemächlichen Start hin und spielt bewusst mit der Erwartungshaltung des Zusehers, die nach den ersten 30 Minuten gesunken sein dürfte, um anschließend nach und nach zuzulegen und schlussendlich doch einen zufriedenstellenden Gesamteindruck hinterlässt - wie ihr Antagonist, die Monsterspinne persönlich, wächst auch der Film über sich hinaus. Erst ein wenig gewöhnungsbedürftig, nimmt man den klinisch sauberen CGI-Look schnell an und stört sich bald nicht mehr an Details. Ganz im Gegenteil, die schlecht animierten Autos und der unnatürliche Stil des Films rücken mit fortlaufender Spielzeit in weite Ferne und werden durch bessere Effekte und Blutspritzer ersetzt. Denn während man lange einen völlig blutleeren, eindimensionalen Trashfilm vorgesetzt bekommt, versucht man sich bewusst bis zum Ende zu steigern. Dies gelingt nicht nur anhand des ein oder anderen, nennen wir ihn mal Blob-Effekts, sondern auch mit gutem Timing für Schockmomente, die den Puls kurzfristig in die höhen schnellen lassen, obwohl der Grundtenor des Films ein lustiger ist.



    Dass Opfer auch sichtlich verwundet werden, ist schon ein maßgeblicher Unterschied zur Vielzahl von B-Movies, die sowohl auf animierte, als auch handgemachte Gewaltdarstellungen verzichten. Was ihn von Mega Piranha & Co. aber neben der hochwertigeren Optik jedoch am ehesten abhebt, sind Darsteller, die tatsächlich auch eine Schauspielschule besucht haben könnten. Vor allem Greg Grunberg (Heroes) erfüllt seine Rolle als Sympathisant des Films durch und durch, was den Schauwert des Films enorm in die Höhe treibt. Allgemein spielt der Cast für Genre-Verhältnisse mehr als annehmbar, ein Fremdschämen wie beispielsweise in Sharknado bleibt somit aus.

    Was den Film vor allem für Film-Nerds und alle, die’s noch werden möchten, besonders machen dürfte, sind seine Anspielungen auf Filme, die er sich sichtlich zum Vorbild genommen hat. Ob es nun die Erwähnung von George A. Romeros of the Dead-Filmen ist, die ja trotz geringstem Budget zum Kult heranwuchsen oder King Kong, dem als Vorbild des Monsterfilms in einigen Einstellungen Tribut gezollt wird – jene Kleinigkeiten verpassen Big Ass Spider den letzten Feinschliff.


    Fazit:

    „Jetzt bist du am Arsch!“ – Jener Subtitel wurde dem Film im deutschsprachigen Raum wohl für all jene verpasst, denen Big Ass Spider noch nicht eindeutig genug ist. Trashfans, die von Haien die Nase gestrichen voll haben und auch mal tatsächlichen Schauspieler bei der Arbeit zusehen möchten, werden mit dem Film sicherlich ihre Freude haben. Gewöhnt man sich erst einmal an die glatt-animierte Optik, stehen einem 80 Minuten Spaß auf acht Beinen bevor. Wer gerne die Billigschiene fährt und Trash strikt von Müll trennt, den wird Big Ass Spider weit besser unterhalten, als sämtliche Asylum-Filme.


  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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