Total Recall

  • Informationen zum Film
  • Total Recall

  • Originaltitel:
    Total Recall
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi, Abenteuer
    Produktionsländer:
    USA, Kanada
    Produktionsjahr:
    2012
    Kinostart Österreich:
    24.08.2012
    Kinostart Deutschland:
    23.08.2012
    Kinostart USA:
    03.08.2012
    Verleiher Österreich:
    Sony Pictures
    Verleiher Deutschland:
    Sony Pictures
  • Inhalt
  • TOTAL RECALL ist ein spektakulärer Actionthriller über Realität und Erinnerung, der von der berühmten Kurzgeschichte “We Can Remember It For You Wholesale” von Philip K. Dick neu inspiriert wurde. „Willkommen bei Rekall, der Firma, die Ihre Träume in echte Erinnerungen verwandeln kann.“ Obwohl Fabrikarbeiter Douglas Quaid (COLIN FARRELL) eine wunderschöne Frau (KATE BECKINSALE) hat, die er sehr liebt, klingt so ein Mind-Trip wie der perfekte Urlaub von seinem frustrierenden Alltag. Echte Erinnerungen aus dem Leben eines Superspions könnten genau das sein, was er braucht. Doch als die Programmierung schiefgeht, wird Quaid ein gejagter Mann. Von der Polizei verfolgt – die unter dem Kommando von Chancellor Cohaagen (BRYAN CRANSTON), dem Führer der freien Welt, steht – verbündet sich Quaid mit der Rebellin Melina (JESSICA BIEL), um den Chef der Untergrund- Widerstandskämpfer (BILL NIGHY) zu finden und Cohaagen zu stoppen. Der schmale Grat zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmt immer mehr, und das Schicksal seiner Welt droht aus dem Gleichgewicht zu geraten, als Quaid entdeckt, wer er wirklich ist, wen er wirklich liebt und was seine wahre Bestimmung ist.

  • Filmkritik

  • Mit dem Start der Underworld-Reihe erweckte der damals gerade einmal 30-jährige Len Wiseman den Vampirfilm zu neuem Leben und schuf mit einer Vereinigung mit Werwölfen fast schon ein neues Genre. Mit dem dritten Stirb Langsam-Sequel machte er sich gleichermaßen Freunde und Feinde, bewies jedoch einmal mehr, dass er Action inszenieren kann. 2012 vergriff er sich an einem weiteren Kultfilm und nahm für das Remake von Paul Verhoevens Total Recall am Regiestuhl Platz – und damit, soviel sei gesagt, hat er die Lager ein weiteres Mal gespalten.

    Der Film hält sich in groben Zügen an die Grundstory des Originals, tritt aber dank inhaltlicher und inszenatorischer Abweichungen nicht als Kopie zur mühelosen Geldmacherei in Erscheinung. Auch wenn er ein ähnliches Ziel verfolgt und dem Schwarzenegger-Klassiker in einzelnen Szenen Tribut zollt, so will er die Geschichte in das neue Filmzeitalter adaptieren und sich von seiner Vorlage unterscheiden. Dies wird vor allem an den Darstellern ersichtlich, die nicht mehr dem damaligen Schönheitsideal – muskelbepackte Männer, künstlich blondierte Frauen – entsprechen. Auch hinsichtlich der Effekte, Musik und Look hat man den Film den heutigen Sehgewohnheiten angepasst und so, mehr oder weniger, für eine Generalüberholung der 1990er Version gesorgt.



    Colin Farrell und Kate Beckinsale treten zwar gewissermaßen in die Fußstapfen von Schwarzenegger und Stone, versuchen allerdings zu jedem Zeitpunkt ihr eigenes Ding geradlinig durchzuziehen. Dabei macht der vielseitige Farrell eine gute Figur, Beckinsale spielt ihren Part kühl brutal, wie man es auch schon aus Underworld kennt – Routine eben. Und auch wenn die beiden ein scheinbar passendes Duo abgeben, will die Chemie zwischen den beiden nicht so richtig stimmen. Auf Seiten der Gegner sieht die Sache ein wenig anders aus, denn mit Bryan Cranston (Breaking Bad) konnte man zwar einen großartigen Schauspieler für die Rolle von Cohaagen gewinnen, der jedoch maßlos unterfordert wird. Seine Handlanger bleiben hingegen von vorne herein blass und strahlen nicht ansatzweise die Bedrohung aus, wie beispielsweise Michael Ironside im Original.

    Trotz der ernsten Thematik verstand es Paul Verhoeven trockenen Humor einzusetzen, der die düstere Stimmung des Films nicht beeinflusst und nur für einen Augenblick amüsierte. Darauf verzichtet Wisemen hier fast zur Gänze, was dem Film eine gewisse Monotonie verleiht, die mit dem passenden Spruch im richtigen Moment für Aufheiterung sorgen könnte. Der Film hingegen bleibt cool und kühl, wo es nur geht.
    Das macht sich auch in den Effekten bemerkbar, die für eine Produktion von 125 Millionen US-Dollar hervorragend sind und – wie schon sein Vorreiter – einige eigenständige Ideen mit sich bringen, die für sich stehend absolut beeindruckend sind und den Film zumindest aus kinematographischer Sicht für jeden sehenswert machen dürfte. Der elektronische, Dubstep-lastige Soundtrack tut sein Übriges und passt wie angegossen in Wisemens düstere Zukunftsvision.



    Fazit:

    Total Recall ist für sich alleine betrachtet ein solider Science Fiction-Thriller ohne allzu fatale Schwächen, was vor allem daran liegt, dass man auf Altbewährtes setzt und nur wenig Mut zu Neuem zeigt. Effekte, Darsteller und Geschichte sind gut, lassen aber vor allem den Charme des Originals vermissen, das mit charismatischen Figuren auf beiden Seiten sehr sympathisch daherkommt. Auch gelang es Paul Verhoeven das Katz-und-Maus Spiel des Films auf den Zuseher zu übertragen, der selbst nur eine verworrene Sicht auf Traum und Wirklichkeit bekommt. Das bleibt in Len Wisemens Film zwar aus, macht ihn aber nicht per se zu einem schlechten Remake, oder gar schlechten Film. Zumindest kurzweilige Unterhaltung im Blockbuster-Format ist mit Total Recall (2012) garantiert.


  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
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Komentare (1)

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Fand die Handlung recht austauschbar, das Design des Films und die Ideen haben mir jedoch sehr gut gefallen!

geschrieben am 25.11.2013 um 20:15 Uhr #1

 

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Remakes sind ja immer umstritten, vor allem Aktuell gibt es ja eine Welle der erschütteren bei jedem Remake was angekündigt wird. So auch bei "Total Recall", doch hier hieß es das man sich mehr auf die Kurzgeschichte von Philip K. Dick Kurzgeschic...

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geschrieben am 02.09.2012 um 13:50

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ø Wertung: 6,8/10 | Wertungen: 21 | Kritiken: 1

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