Thor: The Dark Kingdom

  • Informationen zum Film
  • Thor: The Dark Kingdom

  • Originaltitel:
    Thor: The Dark World
    Genre:
    Action, Abenteuer, Fantasy
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    31.10.2013
    Kinostart Deutschland:
    31.10.2013
    Kinostart USA:
    08.11.2013
    Verleiher Österreich:
    Walt Disney Studios
    Verleiher Deutschland:
    Walt Disney Studios
  • Inhalt
  • Nach den Ereignissen in New York hat Thor (Chris Hemsworth) die Erde wieder verlassen, um die Ordnung in den restlichen neun Reichen wiederherzustellen. Sein Vater Odin (Anthony Hopkins) sieht wohlwollend zu, wie Thor zu einem verantwortungsbewussten Thronfolger heranreift, während sein Bruder Loki (Tom Hilddleston) in seiner Zelle schmachtet. Währenddessen versucht Jane (Natalie Portman) auf der Erde endlich über Thor hinwegzukommen, als sie durch einen Zufall über eine mysteriöse Substanz stolpert, von der eine Gefahr ausgeht, die das ganze Universum vernichten könnte. Dadurch gerät Jane ins Visier einer gefährlichen Macht, die älter als das Universum selbst ist. Wenn Thor Jane und die neun Reiche retten will, muss er seinen hinterhältigen Bruder Loki um Hilfe bitten...

  • Filmkritik

  • Disney und Marvel haben es vereint geschafft, mit ihren regelmäßig erscheinenden Comic-Realverfilmungen nicht nur den regelmäßigen Rhythmus der gezeichneten Vorlagen zu adaptieren, sondern auch Superhelden aus den dunklen Ecken diverser Comicshops ans Tageslicht zu holen und im Mainstream-Publikum zu etablieren. Iron Man, die Avengers und Co beweisen mit ihren beeindruckenden Einspielergebnissen, dass es sich bei den Comic-Realverfilmungen schon lange um keine Nischenprodukte mehr handelt. Mit dem ersten Iron Man leitete Marvel die sogenannte Phase One ein, die neue Helden präsentierte, bis zum großen Zwischenfinale Avengers, bei dem diese gemeinsam die Welt retten mussten. Nach Iron Man 3 ist der Nachfolger zu Thor der zweite offizielle Film der Phase 2. Tendenziell besteht bei dem seriellen Erscheinen der Marvel-Verfilmungen die Gefahr, dass die Filme nach einer trivialen Standardformel gepresst werden. Eine Erwartungshaltung ist vorhanden, die in der Regel auch erfüllt wird. Es gibt einige Witzchen, ein gelungenes CGI Feuerwerk, bekannte Darsteller und eine neue Zahl hinter dem Titel. Schön, dass es Thor – The Dark Kingdom gelingt, zumindest teilweise aus dieser immer gleichen Wiederkehr auszubrechen.


    Jane Foster (Natalie Portman) ist enttäuscht. Mittlerweile lebt sie in London und hofft mit ihrer Assistentin Darcy Lewis (Kat Dennings) und ihrem alten Freund Dr. Erik Selvig (Stellan Skarsgård) Anomalien aufzuspüren, die ihr die Rückkehr von Thor (Chris Hemsworth) anzeigen könnten. Dann taucht der Gott in New York auf – man beachte die Referenz auf den Avengers Film – und meldet sich nicht ein Mal bei ihr! Was die liebe Jane nicht weiß, Thor hat seinen Hochmut abgelegt und ist am besten Weg ein verantwortungsbewusster Thronfolger Asgards zu werden und obwohl seine Sehnsucht nach Jane ihn noch immer Nacht für Nacht zu Heimdall (Idris Elba) führt, der von seinem Posten aus über alle Welten und Seelen wacht, so bedeutet es vor allem durch die neun Reiche zu reisen und in den aus dem Gleichgewicht geratenen Welten wieder für Ordnung zu sorgen.



    So führt Thor – The Dark Kingdom den titelgebenden Helden und seine engsten Vertrauten schon zu Beginn in das Reich Vanaheim, wo es eine bombastische Schlacht zu schlagen gibt. Die wirklich größte Bedrohung steht nicht nur der Erde und Asgard sondern dem ganzen Universum bevor. Die als vernichtet geltenden Dunkelelfen aus Svartalfheim sind unter der Führung des mächtigen Malekith nach Jahrtausende langem Schlaf zurück und sie wollen ihr Werk fortsetzen und alles Existierende in eine neue Dunkelheit stürzen. Dazu brauchen sie eine mächtige Waffe, den Äther, den die Asen nach der vermeintlichen Vernichtung der Dunkelelfen aber an einem sicheren Ort versteckt hatten. Wie es die unerklärlichen Wendungen des Schicksals und des Drehbuchs so wollen, stolpert ausgerechnet Jane über den Äther, der sich in ihr einnistet, was sie zum bevorzugten Ziel von Malekith macht, der den Äther spüren kann und der ihn, zum Wohle des ganzen Universums, besser nicht in die Finger bekommen sollte. Das muss selbst Loki (Tom Hiddleston) einsehen, als er sich unwillig auf die Seite seines Bruders Thor schlägt.


    Das Drehbuch von Thor – The Dark Kingdom mag zwar einige Logiklücken aufweisen – besonders Jane bekommt einige Textzeilen in den Mund gelegt, die vermutlich lustig sein sollten, aber eher peinlich anmuten – führt die Handlung aber endlich weg aus Amerika. Sei es auf der Erde nach London oder in andere Welten wie Vanaheim, Svartalfheim oder Asgard. Dadurch bekommt Thor – The Dark Kingdom nicht nur eine erfrischende Optik, sondern vor allem die Möglichkeit das gesamte Potenzial der Kreativ-Abteilung auszuspielen. Der Produktionsdesigner Charles Wood (Zorn der Titanen, The Italian Job) und die Kostümdesignerin Wendy Partridge (Resident Evil: Retribution) müssen als die wahren Stars hinter diesem Film betrachtet werden, denn ihren genialen Kostümen und Darstellungen der völlig unterschiedlichen Welten ist es zu verdanken, dass sich der Thor Nachfolger erfrischend innovativ aus dem Marvel-Einheitsbrei abhebt.



    Asgard unter der Leitung Odins (Anthony Hopkins) wurde schon im ersten Teil gelungen inszeniert, doch während der Palast des ersten Teils hauptsächlich durch seine sterile Sauberkeit auffiel, zeigt Thor – The Dark Kingdom mehr von der Welt der Götter. Es ist den kreativen Köpfen gelungen, deutlich mehr traditionelle Elemente einzubringen, die aber niemals im Kontrast zur hochentwickelten Technik der Asen stehen. So ergänzen etwa Kaminfeuer und keltische Ornamente eindrucksvoll die bekannte Optik aus dem ersten Teil. Richtig spannend entworfen sind aber die Dunkelelfen und ihre Waffen. Während sich ihre Welt als sandige und steinige Wüste in dunklen Farbtönen offenbart, ist ihre Ausstattung eine gelungene Mischung von traditioneller Rüstung und fremdartiger Technologie. Abgerundet wird das Kreativ-Paket durch diverse Raumschiffe, den mystischen Äther und gelungene Waffen, genannt sei eine Panzerfaust, die eine Art schwarze Löcher schießt.


    Aber auch kinematographisch bricht Thor – The Dark Kingdom aus dem erwarteten Einheitsbrei aus. Unter Alan Taylors Regie Kramer Morgenthaus Kamera – beide haben unter anderem an Game of Thrones gearbeitet – kommen vor allem die Schlachten zur Geltung, Thor darf gelegentlich sogar zur Zeitlupe greifen um besonders gekonnt seinen Hammer zu schwingen und wenn er und Malekith sich mit ihren Schlägen und Angriffen meterweit in Häuser oder Autos prügeln, könnte fast der Eindruck entstehen, man hätte es hier mit dem kleinen Bruder von Man of Steel zu tun. Die bekannten Schauspieler sind solide und folgen ihren Rollen brav, ohne besonders erwähnenswert hervorzutreten, wobei Natalie Portmans Rolle teilweise unter dem einfältigen Drehbuch leidet.



    Fazit:


    Thor – The Dark Kingdom gibt sich nicht Mühe seine Stärke aus einem noch größeren Gegner und einer noch größeren Bedrohung zu ziehen, obwohl diesmal tatsächlich das ganze Universum auf dem Spiel steht, die Stärken von Thor – The Dark Kingdom sind die schönen und ausgefallenen Designs der fremden Welten, die jeden Science Fiction Fan erfreuen werden. Wie auch schon Iron Man 3 hat Thor den einen oder anderen unerwarteten Twist zu liefern und die Schlachten der Götter mit ihren mystischen Widersachern in fremden Reichen sind deutlich explosiver und spektakulärer inszeniert, als noch beim Vorgänger. Trotz einiger Ungereimtheiten im Drehbuch bringt Thor – The Dark Kingdom dank der Vielzahl gezielt unterschiedlich inszenierter Welten endlich frischen Wind in den bereits ermüdenden Marvel Zyklus.


    Marvel-Fans werden auch mit Thor – The Dark Kingdom ihren Spaß haben, das volle Potenzial öffnet sich aber erst, wenn man sich auf die vielen kleinen Details in den fremden Welten einlässt und gerade die sind es, die Thor – The Dark Kingdom zu einer der sehenswertesten Marvel-Verfilmungen überhaupt machen. Abschließend bleibt der Hinweis, dass im Nachspann noch der typische Marvel-Teaser einen neuen Charakter einführt. Unbeantwortet bleibt die Frage, welcher göttlichen Willkür (oder rechtlichen Situation) es zu verdanken ist, dass ein Film von Thor – The Dark World im deutschen Raum in Thor – The Dark Kingdom umbenannt wurde.


  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Johannes Mayrhofer
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BILDER ZUM FILM

Komentare (3)

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Shit den muss ich ja auch noch sehen :-(

Werden immer mehr die ich noch sehen muss.

geschrieben am 25.11.2013 um 20:44 Uhr #3

Tolle Kritik auch wenn sie noch ein wenig höher ausfallen hätte können.

geschrieben am 25.11.2013 um 20:34 Uhr #2

Tolle Kritik! Fand die erste halbe Stunde schwach und auch danach haben mich einige 08/15-Klischees gestört - selbst für Hollywoodverhältnisse sehr vorhersehbar. Ansonsten aber gute Action, die Story mochte ich auch.

Trotzdem: Die Avengers haben durch den Man of Steel übermächtige Konkurrenz bekommen.

geschrieben am 01.11.2013 um 23:35 Uhr #1

 

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Der Gott des Donners ist zurück und muss im 2. Film seines Soloabenteuers mal wieder die Welt und die Frau, die er liebt, retten. „Thor: The Dark World“ macht da weiter, wo Teil 1 und Avengers aufgehört hat. Doch man kann ihn auch einzeln sehen...

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geschrieben am 16.11.2013 um 13:42

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ø Wertung: 7,6/10 | Wertungen: 16 | Kritiken: 1

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