Jackass Presents: Bad Grandpa

  • Informationen zum Film
  • Jackass Presents: Bad Grandpa

  • Originaltitel:
    Jackass Presents: Bad Grandpa
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    25.10.2013
    Kinostart Deutschland:
    24.10.2013
    Kinostart USA:
    25.10.2013
    Verleiher Österreich:
    Paramount Pictures International
    Verleiher Deutschland:
    Paramount Pictures International
  • Inhalt
  • Johnny Knoxville is back! Als 86-jähriger Irving Zisman begibt er sich auf den ultimativen Road Trip quer durch die USA und fordert ein Opfer nach dem nächsten – natürlich alles festgehalten mit versteckter Kamera! An seiner Seite sein achtjähriger Enkel Billy (Jackson Nicoll), den er unfreiwillig an der Backe hat. Der obszöne, versoffene und respektlose Rentner konfrontiert seinen Enkel und völlig fremde Menschen mit den absurdesten Situationen, die nicht selten die Grenzen des guten Geschmacks neu definieren. Ob Ladendiebstahl, Besuche im Strip-Lokal oder ein nachmittäglicher Bierrausch – Irving Zisman genießt sein Großvaterdasein in vollen Zügen. Wie auch Sie von dieser neuen Form der Pädagogik lernen können, erfahren Sie ab 25. Oktober 2013 in den Kinos.


    Erneut haben sich Jeff Tremaine, Johnny Knoxville und Spike Jonze zusammengetan und mit JACKASS PRESENTS: BAD GRANDPA endlich einer Figur einen kompletten Film gewidmet, die schon seit Jahren in der TV-Serie und den JACKASS-Kinofilmen mit seinem rücksichtslosen und perversen Verhalten schockierte. JACKASS meets BORAT – noch skurriler, böser und gegen alle Regeln des normalen Menschenverstandes liefern Kultstar Knoxville und Jungstar Jackson Nicoll ein Stelldichein bizarrer Peinlichkeiten. Das ungewöhnliche Duo sorgt für jede Menge Entsetzen und Lacher vor versteckter Kamera. Mit JACKASS PRESENTS: BAD GRANDPA liefert die JACKASS-Mannschaft erstmals eine durchgeknallte Anarcho-Komödie mit Storyline, die gewohnt unter die Gürtellinie geht und dennoch anrührt! Ein Kult-Spaß nicht nur für eingefleischte JACKASS-Fans!

  • Filmkritik

  • Im Oktober des Jahres 2000 begannen einige Jungs eine verrückte Fernsehserie zu drehen. Der Titel lautete Jackass, was sich mit Esel oder Schwachkopf übersetzen lässt. Es ging dabei in aller erster Linie darum, gefährliche Stunts durchzuführen oder schwachsinnige Mutproben zu bestreiten. Nach drei Staffeln und drei Filmen erscheint dieses Jahr mit Jackass presents: Bad Grandpa der neueste Ableger der Reihe, für den sich Johnny Knoxville als perverser und ordinärer Opa mit versteckter Kamera auf eine Reise durch Amerika begibt, um die braven Bürger dieser großartigen Nation mit seinen unerhörten Taten zu überfordern.


    Billy, verkörpert vom jungen Jackson Nicoll, hat ein Problem. Seine drogenabhängige Mutter muss ins Gefängnis, sein Vater kann ihn aber nicht abholen. Die einzige Lösung ist ein Road-Trip mit seinem Großvater Irving (Johnny Knoxville), der einwilligt, Billy zu seinem Vater zu fahren. Dabei müsste Irving eigentlich seine kürzlich verstorbene Frau beerdigen. Wirklich traurig ist der alte Mann nicht, denn er betrachtet den Tod seiner Gattin eher als zurückgewonnene Freiheit.



    Billy erzählt gerne ahnungslosen Passanten, dass seine Mutter Drogen nimmt und er sich einen neuen Vater wünscht, was von jenen meistens mit Betroffenheit oder Unbeholfenheit erwidert wird. Irving steckt gerne seinen Penis in Getränkeautomaten, bleibt darin stecken und schreit um Hilfe. Die Passanten finden die Situation lustig und beginnen mit ihren Smartphones zu filmen. Man(n) lernt als Zuschauer – auf die Hilfsbereitschaft des durchschnittlichen Amerikaners ist in solch einer prekären Situation kein Verlass. In dieser Szene könnte man dem Film sogar so etwas wie Gehalt, die Bloßstellung und Spiegelung der Schaulust und der fehlenden Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft zusprechen.


    Ähnlich sozialkritisch lässt sich eine Szene betrachten, bei der der kleine Billy geschminkt und mit blonder Perücke an einem Kinder-Miss-Wettbewerb teilnimmt. Es sei nicht zu viel verraten, aber an der scheinheiligen Doppelmoral, die die Eltern der anderen kleinen Missen in dieser Szene zum Ausdruck bringen, lässt sich nicht vorbeisehen – selbst wenn es höchst unvorstellbar ist, dass eine sozialkritische Auseinandersetzung des amerikanischen Durchschnittslebens die Intention dieses Films war, der sich zum größten Teil aus einer völlig unmotivierten Aneinanderreihung von Schimpfwörtern, Rülpsern, Furzen und weiteren Körperflüssigkeiten zusammensetzt.



    Das Problem von Jackass presents: Bad Grandpa ist dabei keineswegs die Tatsache, dass es sich um eine niveaulose Angelegenheit handelt, das Problem ist eher, dass es nur in den allerseltensten Fällen lustig oder unterhaltsam wird. Parallelen zu Borat sind außerdem in der Rahmenhandlung nicht zu übersehen, wobei Sasha Baron Cohen seine Sache aber deutlich besser gemacht hat. Während Borat gezielt auf Konfrontationskurs geht und die kritischen Themen direkt an der Quelle angreift und sich darüber lustig macht, etwa wenn er einen republikanischen Abgeordneten zu Homosexualität interviewt oder sich mit einer Gruppe Feministinnen darüber unterhält, ob das Gehirn von Frauen kleiner als jenes von Männern ist und auf seiner Reise nach Kalifornien wie nach einer Checkliste die wichtigsten Klischees über die USA abarbeitet, versumpft Bad Grandpa in seiner völligen Bedeutungslosigkeit. Gesellschaftskritisch wird es kaum, die meiste Zeit werden einfach Passanten frech angemacht und mit tabuisierter Sprache und enbensolchen Themen offen konfrontiert. Dass diese dann überfordert sind, mag in den ersten Minuten des Films lustig sein, schnell stellt sich aber Langeweile ein. Zwischendurch gibt es immerhin ein oder zwei beeindruckende Stunts.


    Fazit:


    Die Frage, welche Szenen in Jackass presents: Bad Grandpa gestellt sind und welche tatsächlich mit Unwissenden und versteckter Kamera gefilmt worden sind, stellt sich erst gar nicht, denn in jedem Fall ist Jackass presents: Bad Grandpa in keinster Weise sehenswert und schon gar nicht empfehlenswert. Es geht nicht darum, hier mit erhobenem Zeigefinger zu drohen und über das fehlende Niveau und die Geschmackslosigkeit dieses Werks zu schimpfen, denn wer findet nicht gelegentlich auch einen Witz oder Scherz lustig, der mit Tabus spielt und gesellschaftliche Normen aufreißt und so vielleicht sogar zur kritischen Selbstreflexion anregt? Jackass presents: Bad Grandpa ist aber nur in den seltensten Fällen witzig und verläuft sich in einer stupiden Abfolge von Fäkalsprache, perversen Sprüchen von Knoxville und immer ähnlichen Situationen, bei denen unschuldige Passanten einfach durch die ungewohnte Situation überfordert werden, was anfänglich noch ganz lustig sein mag, schnell seinen Reiz verliert und zu unsagbarer Langeweile ausartet. Es ist geradezu beeindruckend wie unlustig und unkomisch Bad Grandpa ist. Bad Grandpa ist vermutlich der überflüssigste Film mit versteckter Kamera, der je gedreht wurde.


  • Wertungen
  • Story
    1,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    1,5
    Anspruch:
    0,5
    Spannung:
    1,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    1,0
    Verfasst von:
    Johannes Mayrhofer
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Komentare (3)

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Können wir nicht bestätigen! Die Kinovorstellung war bei uns ausverkauft. Höchstens 3 - 4 Leute sind wärend des Abspanns aufgestanden und gegangen, aber der Rest hat sich auch hier noch köstlich amüsiert ...und nach dem Film wurde immernoch sehr viel gelacht über die gezeigten Szenen.

Es ist also wirklich quatsch zu sagen der Film sei unlustig und überflüssig, denn er hat uns gut unterhalten und auf jeden Fall viel Spass bereitet - UND DAS, IST DAS WICHTISTE BEI SO EINEM FILM!

Wer den Jackass-Humor mag wird auch diesen Film mögen! Alle anderen machen sowieso eine großen Bogen drumherum!

4/5 Pkt. - Denn er war gut gemacht, hatte gute Einfälle und man konnte ENDLICH mal wieder einen seiner Jackass-Lieblinge bei der "Arbeit" beobachten :D

Also von uns EINE KLARE EMPFEHLUNG an die JACKASS-FANS!!

Die Blu-Ray kann kommen :)

geschrieben am 02.11.2013 um 13:23 Uhr #3

ich steh auf dein Fazit :) einfach mal knallhart sagen, was Sache ist! ich hoffe, das schreckt ein paar Leute ab, dafür Geld auszugeben...

geschrieben am 02.11.2013 um 11:29 Uhr #2

Wie erwartet...

geschrieben am 25.10.2013 um 16:42 Uhr #1

 

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Userkritiken

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Eigentlich kann man mit einem Jackass Film nicht viel falsch machen. Selbst wenn man eine Figur aus dem Universum einen Film spendiert. Doch manchmal ist es viel mehr der Wunsch der Vater des gedanken. Denn Langweile kann auch vorkommen.

„Jackas...

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geschrieben am 17.11.2013 um 12:14

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ø Wertung: 5,3/10 | Wertungen: 12 | Kritiken: 1

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