Sharknado

  • Informationen zum Film
  • Sharknado

  • Originaltitel:
    Sharknado
    Produktionsjahr:
    2013
  • Inhalt
  • Ein gigantischer Wirbelsturm, der vor der kalifornischen Küste einen Haischwarm erwischt und mit in die Luft gerissen hat, bewegt sich auf Los Angeles zu. Fin, der Eigentümer einer Surfer-Bar am Strand von Long Beach, muss entsetzt mit ansehen, wie der Sturm und ein schier unaufhörlicher Regen gigantischer weißer Haie sein Lebenstraum zerstört. Zusammen mit seinem besten Freund Baz, seiner Freundin und dem alten Säufer George macht er sich daran, bewaffnet mit Kettensägen und Schrottflinten, seine Ex-Frau April und seine beiden Kinder vor diesen fliegenden Fressmaschinen zu schützen. Doch dies ist ein fast hoffnungsloses Unterfangen, da der Sturm auch das Meerwasser immer mehr in die Stadt hineingedrückt hat und dieGruppe sich nun auch noch vor den Haien, die durch die überfluteten Straßen schwimmen, schützen muss.

  • Filmkritik

  • Sharknado. Wohl kein anderer Filmtitel hat in den letzten Jahren für derartigen Diskussionsstoff gesorgt. Mit dem Auftauchen des Posters im Internet begann ein riesiger Hype um den neuesten Angriff von Asylums Trash-Haien, womit eines schon vor Release feststand: werbetechnisch hat die amerikanische Trashschmiede alles richtig gemacht! Der TV-Premiere des Films auf dem mittlerweile berüchtigten Syfy-Channel fieberte man weltweit entgegen, weswegen ein Erfolg ganz unabhängig von der Qualität des Films vorherzusehen war. Die Erwartungen stiegen dementsprechend immer weiter, doch was darf man sich von einem solchen Film überhaupt erhoffen?


    Wer hinter einem Filmprojekt wie diesem steht ist sich natürlich voll und ganz bewusst darüber, was für ein Mist hier produziert wird. Schon das Filmplakat macht dies deutlich, denn neben dem Titel findet man hier die Tagline Enough said!, was für die selbstredende Namensgebung des Films spricht, die Missverständnisse gar nicht zulässt. Sharknado erzählt die Geschichte eines Hurricanes an der Westküste der USA, aus dem Tornados entstehen die Haie aus dem Meer gesogen haben, die ihr Unwesen nun an Land weiter treiben. Um dieser grotesken Laune der Natur zu entkommen, flüchten Barkeeper Fin, Stammgast George und die Freunde Nova und Baz ins Landesinnere, nicht aber ohne Fins Ex-Frau und deren Kinder ebenfalls in Sicherheit zu bringen. Diese aberwitzige Story ist es, die dem typischen Kinogänger nur ein müdes Kopfschütteln kostet, für Trashfans aber wohl als Offenbarung grenzenloser Kreativität gilt.



    Sharknado ist Trashkino in Reinkultur. Selten war eine Grundstory in diesem Maß stupide, sodass sich jeder, der davon liest oder hört, erst einmal zwangsläufig zu lachen beginnt – egal ob die Idee eines solchen Films schockiert oder amüsiert. Aber selbst wenn man die Handlung guten Willens einfach annimmt und akzeptiert wie sie ist, ist diese auch in sich nicht schlüssig, stolpert von einem Logikloch ins nächste und lässt keinen Raum für die Erklärung sämtlicher Umstände. Da aber auch ansonsten nichts in Sharknado zusammenpassen will, ist jener Punkt für sich betrachtet durchaus zu verkraften. Beinahe jedes filmische Gesetz scheint man bewusst links liegen gelassen zu haben: Die Effekte sind, gelinde gesagt, unter aller Sau (selbstverständlich). Der Film holt bei Szenen, die man mit wenig Aufwand authentischer hätte inszenieren können, scheinbar noch einmal zusätzlich aus um ein Effektgewitter auf den Zuschauer loszulassen, das der vorletzten Konsolengeneration entspricht. Er zelebriert das Low-Budget Kino regelrecht und pfeift darauf, ob beispielsweise die stürmische von Unwetter beherrschte (animierte) See aus der Vogelperspektive einem perfekten Badetag bei Sonnenschein gleicht.


    Ganz nach dem Motto Wenn wir schon echte Helikopteraufnahmen im Sack haben, dann müssen die auch in den Film. Schon in der Anfangsszene fällt das absolut misslungene Makeup der Hauptdarsteller auf, sodass man Haie kurz Haie sein lässt, während man fasziniert auf die verschiedenen Farbtöne von Gesicht und Körper starrt. Das scheint schon während den Dreharbeiten ins Auge gesprungen zu sein, denn es folgen zahlreiche Aufnahmen, deren Ausleuchtung nicht miserabler hätte sein können. Der gesamte Look des Films wirkt, als hätte man ihn digital verdunkelt, doch in manchen Szenen gibt es gar nur Schattengestalten zu erkennen, die lediglich im Profil zu benennen sind. Die CGI-Effekte sind, wie man es von Asylum kennt, mehr als offensichtlich. Dennoch gibt es einige Momente, in denen man durchaus Gefallen daran finden könnte. Eine Schlachtplatte ist Sharknado freilich nicht, mit einigen animierten Blutlachen erfüllt der Film dennoch sein Pflichtpensum und schafft es objektiv betrachtet szenenweise wirklich Spaß zu machen.



    Erstaunlicherweise gelang es dem Trashlabel eine Besetzung zu engagieren, die mit Tara Reid (American Pie, The Big Lebowski), John Heard (Kevin – Allein zuhaus, Big) und auch Ian Ziering (Beverly Hills 90210) schon mehrfach Hollywoodreife bewies und sich mit Sharknado wohl nicht am Olymp ihrer Schauspielkarriere befinden. Und auch wenn sich die Hauptdarsteller mit ihren Leistungen vom restlichen Cast zumindest ein wenig abheben, so werden sie sich damit kaum für weitere Rollen empfehlen können.

    Fazit:
    Ob man an Sharknado nun zum Lachen oder Heulen findet, eines sei gesagt: Der Film ist einzigartig und bietet Unterhaltung, wie man sie nur selten zu sehen bekommt. Hai Attack, Sharktopus, 2-Headed Shark Attack, Sand Sharks und Jurassic Shark sind nur wenige Vertreter der aktuellen Trashfilmwelle, auf der Haie in sämtlichen Variationen daher geschwommen kommen. Aufgrund seiner Popularität ist Sharknado wohl als deren Zugpferd zu bezeichnen – zurecht, wenn dies den Film per se auch nicht besser oder schlechter werden lässt.

    Wer Sharknado sieht und sich daraufhin über auf Zelluloid gebrannten Schwachsinn auslässt, der weiß schlichtweg nicht, was man von einem solchen Film zu erwarten hat. Der Titel ist Programm. Natürlich bleibt der Film genau deswegen ein Nischenprodukt, ganz für Trashliebhaber vorbehalten, die damit wohl ihren Spaß haben werden. Alle anderen sollten um dieses Low-Budget Spektakel einen großen Bogen machen.


  • Wertungen
  • Story
    1,5
    Musik:
    1,5
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    0,5
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    1,0
    Gesamt:
    1,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
    Bestellen bei:
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Userkritiken

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SyFy und Asylum haben zusammen ja schon einige Filme verbrochen. Der neuste Anschlag auf die Menschheit nennt sich „Sharknado“ und gehört zu der aktuellen Welle der Sharkploitation. Doch wenn schon den Namen Asylum hört. Sollte einem klar sein,...

Weiterlesen...

geschrieben am 25.10.2013 um 12:19

Sehr billige Tricks und schlechte Schauspielerische Leistung.
Für mich mal wieder einer der grossen Flopps was ich am Titel schon vermutet habe.

geschrieben am 21.10.2013 um 07:03

Sharknado, ein Film bei dessen Titel man allein schon schmunzeln muss. Die Trashschmiede Asylum hat sich ja schon allerlei Quatsch ausgedacht, doch mit Sharknado haben sie nun einen Film geschaffen, der allein schon durch den ersten Trailer für offe...

Weiterlesen...

geschrieben am 29.09.2013 um 11:24

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ø Wertung: 3,9/10 | Wertungen: 19 | Kritiken: 3

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