I Spit on Your Grave 2

  • Inhalt
  • Die hübsche Kellnerin Katie versucht sich in New York nebenher als Fotomodel. Als sie an einen dubiosen Fotografen und sein Team gerät, befällt sie ein ungutes Gefühl und sie bricht die Foto-Session ab. Doch ihre Ängste bewahrheiten sich, als einer der Männer eines Nachts in ihr Haus eindringt und sie brutal vergewaltigt. Um die Tat zu vertuschen, verschleppen er und die anderen Männer Katie nach Bulgarien. Eingesperrt in einem dunklen Keller wird sie als Sexsklave missbraucht. Doch Katie kann eines Tages flüchten und schwört grausame Rache an ihren Peinigern, die keiner von ihnen überleben wird…

  • Filmkritik

  • I spit on your grave 2 erzählt jene Geschichte einer Frau, die sich für die grausamen Schandtaten rächt, die ihr kurz zuvor eine Gruppe von scheinbar kranken Männern zugefügt haben: Demütigung, Qual, Vergewaltigung. Diese einfach gestrickte Storyline bildete das Grundgerüst zur Entstehung der sogenannten Rape’n’Revenge Filme, die in den 70er Jahren populär wurden. Und da Hollywood von Remakes im Horrorgenre nie genug zu bekommen scheint, erwies Regisseur Steven R. Monroe im Jahr 2010 Meir Zarchis die Ehre und verfilmte dessen I spit on your grave (dt. Titel: Ich spuck‘ auf dein Grab) neu und lieferte mit seiner Konsequenz einen der kontroversesten Genrefilme des Jahres ab. Mit dem Sequel versucht Monroe der altbekannten Geschichte ein neues Gewand zu verpassen und, wie so oft, noch eines draufzusetzen – und in gewissem Maße gelingt ihm genau das auch.

    Der Film dreht sich um Katie, die ihrer Modelkarriere einen Sprung versetzen möchte und ein kostenloses Fotoshooting in New York in Anspruch nimmt, das ihr dabei helfen soll. Als sie jedoch mehr Hüllen fallen lassen soll als ihr lieb ist, entscheidet sie das Shooting abzubrechen und sich enttäuscht auf den Heimweg zu machen. Erschöpft legt sich Katie an jenem Abend ins Bett, als sie bemerkt, dass sie in ihrer Wohnung nicht alleine ist. Denn die Fotografen sind mit ihr noch lange nicht fertig…



    Der Film entspringt einem Subgenre, deren essentielle inhaltliche Elemente unwiderruflich eingesetzt werden müssen, weswegen die Geschichte nicht nur relativ simpel, sondern vor allem vorhersehbar ist. Regisseur Monroe beweist, dass dies die Spannung zwar ein wenig trüben kann, ein Film deshalb aber noch lange nicht zum Scheitern verurteilt ist. Denn selbst wenn es sich hierbei indirekt nur um eine Neuauflage einer anderen Neuauflage handelt, gelingt es vor allem den Autoren mit wenigen geschickten Handgriffen im Drehbuch für logische Neuerungen und somit auch Überraschungen zu sorgen. So kommt in das altbackene Schema doch noch ein wenig frischer Wind.

    Der Horrorfilm an sich ist mitunter das Problemkind der Filmindustrie, legt man sein Augenmerk lediglich auf das Schauspiel, was nicht selten am mangelnden Budget liegen mag. Wie auch schon sein Vorgänger muss sich auch I spit on your grave 2 nicht mit drittklassigen Darstellern herumschlagen und lebt schon fast von seinem unbekannten Cast. Sämtliche Rollen – egal ob Opfer oder Täter – werden sehr gut gespielt, wodurch es dem Film erst ermöglicht dem Zuschauer so richtig unter die Haut zu gehen.



    Natürlich darf neben all der psychischen Härte in einem Film wie diesem auch physische Gewalt im Übermaß erwartet werden. Als Splattergranate lässt sich I spit on your grave 2 nicht abfeiern, aber der Film soll ja nicht seinen Bezug zur Realität verlieren, was ihm trotz zahlreichen Litern Kunstblut sehr gut gelingt. Und auch wenn sein Vorgänger schon Gore der ganz gemeinen Sorte bot, so legt Monroe hier nochmal eine Schippe drauf – Leuten, die kein Blut sehen können, sei also dringend von dem Film abzuraten!

    Fazit:

    I spit on your grave 2 ist ein dreckiger, gemeiner Film, der von seiner unglaublichen Härte und Intensität lebt. Hier und da mag man kurz daran denken wegzusehen und sich zu fragen, warum man sich diesen Film eigentlich ansieht. Genau das aber spricht gleichzeitig dafür, dass man hier alles richtig macht. Der Film bietet ungemütliche Unterhaltung, die Freunden des hartgesottenen Kinos begeistern und allen anderen wohl sauer aufstoßen wird.


  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Daniel Fabian
    Bestellen bei:
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