RUSH - Alles für den Sieg

  • Informationen zum Film
  • RUSH - Alles für den Sieg

  • Originaltitel:
    Rush
    Genre:
    Action, Sport, Biographie, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    03.10.2013
    Kinostart Deutschland:
    03.10.2013
    Kinostart USA:
    20.09.2013
    Verleiher Österreich:
    Constantin Film
    Verleiher Deutschland:
    Universum Film
  • Inhalt
  • Zwei Leben auf der Überholspur: Anfang der 70er Jahre kämpfen die höchst unterschiedlichen Rivalen Niki Lauda (DANIEL BRÜHL) und James Hunt (CHRIS HEMSWORTH) um den Aufstieg in den Rennfahrer-Olymp. Während der disziplinierte Lauda ehrgeizig an seiner Karriere feilt, stürzt sich Naturtalent Hunt ins glamouröse Jetset-Leben. Ihre Rivalitäten tragen sie nicht nur in spektakulären Rennen aus, sondern auch in heftigen Wortgefechten jenseits der Rennbahn. Immer wieder heißt es: Hunt gegen Lauda – der Rockstar und Playboy der Formel 1, verheiratet mit dem erfolgreichsten Model seiner Generation, Suzy Miller (OLIVIA WILDE), gegen den messerscharfen Strategen und Perfektionisten. Bis zum legendären Rennen 1976 am Nürburgring, der gefährlichsten aller Rennstrecken, steht Lauda auf dem ersten Tabellenplatz. Doch auf regennasser Fahrbahn baut er einen dramatischen Crash, seine Frau Marlene (ALEXANDRA MARIA LARA) bangt um sein Leben. Mit schier übermenschlichem Willen kämpft er sich zurück und tritt nur wenige Wochen später zu einem erneuten Showdown mit Hunt in Japan an. Wieder regnet es stark, das Rennen soll abgebrochen werden, doch beide Rivalen liefern sich ein atemberaubendes Duell…

  • Filmkritik

  • Als „Bomben auf Rädern“ und „fahrende Särge“ bezeichnete James Hunt einst die Rennwagen der Formel 1. Und genau diese Dualität des Rennfahrens wird in Ron Howards jüngstem Film Rush auch gezeigt. Auf der einen Seite der unverschämte Playboy James Hunt (Chris Hemsworth) und auf der anderen Seite, der ungemütliche Profi Niki Lauda (Daniel Brühl). Rivalen auf der Rennbahn und das von Anfang an. Denn der Film ist kein Biopic über Lauda oder Hunt, der Film legt den Fokus auf den Konkurrenzkampf dieser beiden extremen Persönlichkeiten und die teils schweren Folgen des Willens zum Ruhm.



    Vom preisgekrönten Drehbuchautor Peter Morgan (The Queen, The Last King of Scotland) zu Papier gebracht und Hollywood-Veteranen Ron Howard (A Beautiful Mind, Apollo 13) in Szene gesetzt, weiß der Film als rasanter, spannender und dramatischer Sportfilm zu überzeugen. Getragen wird der Film vor allem von seinen sehr überzeugenden Hauptdarstellern. Besonders hervorzuheben ist Daniel Brühl in der Rolle des Niki Lauda. Selten konnte ein deutscher Schauspieler sprachlich so authentisch als Österreicher überzeugen, zumindest in der deutschen Fassung des Films, bei der Brühl sich selbst synchronisierte. Brühl bekommt Laudas eigene Art zu sprechen so gut hin, dass der Schauspieler regelrecht in der Rolle verschwindet. Auch die Gestik und Mimik des Weltmeisters aus Wien kommen dem Original verblüffend nahe. Hemsworth auf der anderen Seite gibt eine solide Performance ab, sticht aber nicht weiter hervor, weder positiv noch negativ. Die Figur des James Hunt erfordert auch nicht viel mehr. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten stimmt allerdings in jeder Szene, Hunts Arroganz stößt auf Laudas berühmte Sturheit. Es ist ein ständiger Schlagabtausch zwischen ihnen. Die Schauspieler harmonieren in der Darstellung ihrer Rivalität, das solide Drehbuch legt ihnen auch reichlich explosiven Gesprächsstoff in den Mund. Besonders Lauda hegt hier eine Vorliebe für ein bestimmtes mit A beginnendes Wort, das er im Film inflationär verwendet. Die beiden Frauen an der Seite der Champions werden jeweils von Olivia Wilde (Suzy Miller Hunt) und Alexandra Maria Lara (Marlene Lauda) dargestellt, da diese Figuren jedoch verhältnismäßig kleine Rollen in Rush einnehmen, haben beide Schauspielerinnen nicht ausreichend Zeit, um ihren Rollen viel Tiefe zu verleihen.



    Von den eher durchschnittlich inszenierten Szenen in der Welt außerhalb der Rennstrecke sollte man nicht darauf schließen, dass es sich mit den Rennszenen ähnlich verhält. Die Sequenzen auf den verschiedenen Rennstrecken sind rasant und intensiv inszeniert und wurden von Oscar-Preisträger Anthony Dod Mantle (Slumdog Millionaire, Trance, Festen) in starke, eindrucksvolle Bilder gesetzt. Herauszuheben wäre da der Grand Prix in Japan, der im regendurchtränkten Schatten des Fuji stattfindet und durch die Farbgebung und das Spiel mit Licht und Wasser intensiv-düstere Bilder erzeugt. Hilfreich dabei ist auch die Filmmusik von Hans Zimmer. In üblicher Zimmer-Manier gibt es basslastige und actionreiche Musik. Wenn man sich die Musik genauer anhört, hat man jedoch das Gefühl, dass Zimmer hier seine übriggebliebenen Ideen für Inception und The Dark Knight Rises verwendet hat. Dadurch entsteht zwar ein solider und funktionierender Score, ein Novum im Zimmer-Repertoire wie etwa Sherlock Holmes oder Hannibal kann man hier allerdings nicht erwarten. Das Make-up kann für Lauda nach dem Unfall leider nur mäßig mit den sonst hohen Produktionsstandards der Constantin Film Produktion mithalten.



    Fazit: Rush – Alles für den Sieg von Ron Howard ist ein rasanter Film, der einiges an Unterhaltung bietet und sich mit seinen aufregenden Rennszenen durchaus sehen lassen kann. Howard ist es dadurch gelungen, dem etwas angestaubten Genre ein wenig neuen (Fahrt-)Wind zu geben. Ein sehr guter Daniel Brühl, authentische Ausstattung und ausgezeichnet gefilmte Rennszenen zeigen, dass Rush, genau so wie Lauda, auch „nichts zu verschenken“ hat. Wer hier viel Tiefgang erwartet, wird vielleicht Fehl am (Renn-)Platz sein, sollte den Film aber auch nicht als oberflächlichen Rennfilm abstempeln, denn Rush ist überraschend gut gelungen und es wurde aus dem Stoff einiges herausgeholt. Wer sich auf das Genre einlassen kann, wird sich über Rush freuen.

  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    4,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Phil Heron
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Formel 1, wird heute vor allem kritisiert wegen der Umweltverschmutzung und den Rennstrecken in so manchen Land, wo sich fragt, muss es da wirklich sein? Natürlich sind die Fahrer auch interessant, doch keine werden je so eine Wirkung haben wie Niki...

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geschrieben am 16.10.2013 um 12:24

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ø Wertung: 8,4/10 | Wertungen: 12 | Kritiken: 1

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