Outrage Beyond

  • Informationen zum Film
  • Outrage Beyond

  • Originaltitel:
    Autoreiji: Biyondo
    Genre:
    Action, Krimi
    Produktionsland:
    Japan
    Produktionsjahr:
    2012
  • Inhalt
  • Das Ende des ersten Teiles:
    Otomos ( Takeshi Kitano ) Männer sind fast alle tot. Sie wurden wegen der Umstrukturierungen im Machtbereich einfach liquidiert. Otomo selbst ist der kluge Schachzug, sich einsperren zu lassen um aus den Fängen der Unterwelt zu entkommen, zum Verhängnis geworden. Denn ein Widersacher namens Kimura ( Hideo Nakano ) aus vergangenen Tagen sitzt im selben Gefängnis, und wartet auf den einen Augenblick. Als Otomo sich in Sicherheit wiegt sticht er zu, immer wieder…


    Der Beginn der Fortsetzung:
    Mittlerweile ist der Sanno Clan immer mächtiger geworden. Der aus der Mannschaft von Otomo einzig Überlebende Ishihara ( Ryo Kase ) hat mittlerweile als angesehener und mächtiger Mann viel an Ansehen gewonnen. Die kriminelle Vorgehensweise der jungen Wilden gefällt der alten Garde so gar nicht. Auch der Polizist Kataoka ( Fumiyo Kohinata ) hält nicht viel von den Machenschaften und versucht diese neue Welle für sich zu nutzen. Er selbst hofft, dass sich durch die entstehenden Machtkämpfe das Kartell von innen zerschlägt. Er scheut sich auch nicht Otomo, der sich mittlerweile vom Mordanschlag an ihm erholt hat, frühzeitig zu entlassen.

  • Filmkritik
  • Regisseur, Schauspieler, Cutter und Produzent Takeshi Kitano gilt als das Aushängeschild Japans. Seit seinen legendären Werken wie Hana Bi ( 1997 ), Brother ( 2000 ), Dolls ( 2002 ) oder Zatoichi – Der blinde Samurai ( 2003 ) ist er aus der Filmwelt nicht mehr wegzudenken. Leider hat er in letzter Zeit viel lieber Filme für sich selbst gemacht und weniger auf seine Geldgeber geachtet. Daher baten sie den Filmemacher wieder ein Werk entstehen zu lassen, welches sich auch von der finanziellen Seite trägt. Takeshi Kitano willigte ein und inszenierte mit „Outrage“ wieder das Genre, mit dem er am besten zurechtkommt. Positiv auch, dass Outrage nach Zatoichi der erfolgreichste Kitano Film aller Zeiten wurde. Unter diesem Aspekt willigte der Regisseur ein, und sagte für die Fortsetzung „Outrage Beyond“ zu.

    Für Takeshi Kitano ist es ungewöhnlich ein Sequel zu drehen, da er ansonsten für Fortsetzungen nicht zu haben ist. Aber hier dürfte das Geld eine wesentliche Rolle gespielt haben. Die Dreharbeiten waren schon ein Jahr vor dem eigentlichen Start geplant, aber die fürchterlichen Erdbeben stoppten die Produktion. Als es nun weitergehen konnte war alles wie gehabt. Kitano am Set wäre allein einen Film wert. Er spricht kaum, schon gar nicht mit den Schauspielern. Geprobt wird mit einem Kitano Double, da sich der Meister lieber in einer Ecke vor dem Monitor verschanzt. Nur wenn es ernst wird, also beim eigentlichen Dreh, kommt er vor die Kamera. Er gibt seinen Kollegen keine Ratschläge wie sie ihren Charakter verkörpern sollen. Sie sind Profis und sollen einfach spielen. Unter diesen Umständen entstand auch „Outrage Beyond“.

    Leider kann die Fortsetzung nicht ganz die Qualität des Originals halten. Zu lange wird, vor allem in der ersten Stunde, um den heißen Brei gesprochen. Es wurde vergessen das Tempo voranzutreiben, und zu sehr daran gearbeitet, wie die weitergehende Geschichte zu erklären ist. „Outrage Beyond“ passiert fünf Jahre nach dem Ende von „Outrage“. Otomo hat überlebt und sitzt noch immer im Gefängnis, während draußen in Freiheit die Machtspiele der Yakuza Clans weitergehen. Regisseur und Drehbuchautor Takeshi Kitano hat seinen Charakter in der ersten Hälfte des Films eine Auszeit gegeben. Er zeigt meines Erachtens viel zu viel von den Machtspielchen der verschiedenen Clans und hat dabei die interessanteste Person des Gesamten, nämlich seine Person Otomo, in den Hintergrund gestellt. Erst als er aus der Haft entlassen, und er wieder in die Geschichte involviert wird, kann „Outrage Beyond“ die gewohnte Qualität erreichen.

    Viele unter den Genre Fans wird es von Belangen sein, wie gewalttätig diese Fortsetzung wurde. In Teil Eins konnte Takeshi Kitano mit jeder Menge exzessiver Tötungsszenen aufwarten. Sogar in einem Interview sagte er wortwörtlich, dass er lange überlegt habe, wie speziell man die Personen im Film um die Ecke bringen könnte. In der Fortsetzung kommen die kreativen Tötungen etwas zu kurz. Dieses Mal wird im Wesentlichen mit dem Revolver und vielen Magazinen gearbeitet. Die Gegner werden mit mehreren Kugeln pro Person hingerichtet. Nur einmal, es hat etwas mit Baseball zu tun, kam Kitanos dahingehende extravagante Fähigkeit zum Vorschein.

    Fazit:

    „Outrage Beyond“ ist zum Anschauen, keine Frage. Aber mit dem fünf Jahre zuvor entstandenen „Outrage“ kann er leider nicht ganz mithalten. Es ist ihm in vielen Punkten nicht gelungen das Genre Publikum bei Laune zu halten. Zu sehr wird verbal um die Macht gekämpft, und dabei vergessen etwas an Tempo an den Tag zu bringen. Somit wurde diese Fortsetzung bei aller Liebe ganz gut, aber womöglich nicht gut genug. Die Erwartungshaltung war angesichts des ersten Teiles eine wahrlich andere.

  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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Mir hat der erste schon nicht zugesagt. Takeshis schwaechster Film bisher.

geschrieben am 22.01.2013 um 15:15 Uhr #1

 

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